Yann Alexandre Blanc de Blancs 2002

Dem Juli angemessen gibt’s heute eine Verkostung eines echten Sommerchampagners, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Wie schon den Lamblot Blanc de Blancs gibt es den heutigen Kandidaten beim kleinen Berliner Champagnergeschäft Champagne et Compagnie.

Das produzierende Haus hieß früher lediglich „Champagne Alexandre“, wurde aber vor kürzerer Zeit vom Sohn übernommen, der den Namen und die Aufmachung der Flaschen ein wenig verändern und umgestalten ließ. Neben einem meines Erachtens unspektakulären Brut Grande Réserve für 22,00 € gibt es – für nur 10 cent mehr – den ausschließlich aus Chardonnay gekelterten Jahrgangswein des Hauses.

Nase:
frisch und schön, leicht hefig, unkompliziert

Gaumen:
Frische, Zitrus, Granny Smith Apfel, fein und lecker. Angenehme, leicht florale Fruchtigkeit, herrliche Frische. Süße und Säure sehr gut ausgeglichen.

Abgang:
Ebenfalls frisch, mittellang. Balancierte Säure.

Ja, was soll man sagen…. Ich bin begeistert! Kein ‚großer‘ Wein im herkömmlichen Sinne – aber ein toller Champagner, der nach Erdbeeren ruft! Bei lauen Sommertemperaturen ließen sich sechs Flaschen dieses Weins problemlos zu viert wegtrinken. Ohne weiteres auch schon zum Frühstück… Ich muss sagen: Ganz einfach ein toller Schaumwein! Hat alles, was ein frischer, leichter Champagner braucht, ist nicht eindimensional, wie es günstigere (und auch teurere!)  Blanc de Blancs manchmal sind.

Leider habe ich gerade gelesen, dass der Spitzenjahrgang 2002 ausgetrunken ist – ein Jammer! Aber der 2003er kommt während dieses Sommers!

Wie auch immer, einen Karton habe ich eingelagert… Wenn Ihr Eure Finger an diesen Wein bekommt – uneingeschränkte Kaufempfehlung!

yann-alexandre

Torben Bornhöft

Torben Bornhöft beschäftigt sich seit 2004 leidenschaftlich mit Themen rund um Bar, Cocktails und Genuss. Nachhaltig geprägt durch fünf Jahre im Hamburger Le Lion und der Likörproduktion mit Forgotten Flavours liegt Torbens Fokus hier mittlerweile auf den Themen Champagner, Infusionen und Twists auf Klassiker.

2 Kommentare

  1. Die Nachfolgejahrgänge dieses Champagners erreichen leider nicht die Klasse des 2002ers – schade!

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