Robinson 55% Cask Smooth

Ein weiteres Mal verweilen wir für diesen Jamaika-Rum in Deutschland – Zumindest ist dies wieder der Ort wo der Rum abgefüllt wurde, wie beim Long Pond im letzten Tasting.
p10102391
Robinson Rum stammt ursprünglich aus dem Bremer Rum Contor. Über die Jahre hinweg gab es verschiedene Abfüllungen, die sich in Ursprungsland und Alkoholstärke unterschieden. Die unterschiedlichen Volumen-Prozent und ein Herkunftsland sind geblieben: Jamaika. Robinson wird nun von Underberg vertrieben und ist in den Versionen von 41% Vol. , 73% Vol. , und den hier getesteten 55% Vol. im Handel erhältlich. Es sei schon hier vorweg zu nehmen, dass die 55%-Version die spannendste von allen ist. Mit einem Preis von ca. 17€ haben wir hier einen weiteren günstigen Vertreter der hoch aromatischen Rums aus Jamaika.

Tastingnotizen:

Aroma: Vanille, Banane, frisches Zuckerrohr (ähnlich Cachaca und Rhum Agricole)
Geschmack: Sehr angenehme dezente Holznote , wieder Vanille und eine leichte Alkoholische Schärfe. Der Namenszusatz „Smooth“ trifft voll und ganz zu – Der Rum bleibt weich auf der Zunge. Der Geschmack ist trotzdem „typisch jamaikanisch“.
Abgang: Hier machen sich die 55% deutlich bemerkbar. Ein mittellanger Abgang der recht süßlich ist.

Im Mai Tai schmeckt man einige Unterschiede zu den von mir bisher betrachteten Rums. Eine fehlende Holznote des Rums lässt im Mai Tai irgendwie etwas vermissen. Dennoch ist das Ergebnis stimmig und der Rum hat genug Kraft. Nur nicht ganz so viel wie Hampden Estate HLCF und Long Pond Estate. Den süßlichen Abgang kann man auch im Drink wiedererkennen und ebenso schmeckt man eine leichte Alkoholnote. Vermutlich kann dieser Rum zusammen mit einem zweiten Jamaikaner (der holzige Appleton Extra oder ein gelagerter Rhum Agricole) seine Stärke voll ausspielen.
Robinson 55% Cask Smooth hält, was er verspricht. Trotz der 55% ist er weich und rund. Ein bisschen mehr Aggressivität und eine längere Fasslagerung würden ihm durchaus gut tun. Insgesamt ist aber auch dies ein guter Vertreter dieser Rums und wie schon erwähnt ein sehr günstiger.

Philipp Jäckel

Das Wissen um die Bar so wie einiger ausgewählter Themen im Detail kommen größtenteils nur durch eine intensive Beschäftigung mit der Cocktail- und Barkultur in seiner Freizeit. Begonnen hat das alles 2006. Einzelne Schwerpunkte im Bereich der Getränke legt Philipp in der Bar zu Hause nicht. Neben allerlei Spirituosen haben auch Bier und Wein ihren festen Platz gefunden.

Einen Kommentar schreiben