Trinklaune in Traisen – Schaumweinprobe

Eine „kleine“ Schaumweinprobe sei vorbereitet worden, so Jürgen Back, den das Trinklauneteam aus dem Cocktailforum kennt und der uns freundlicherweise zur Einweihung seiner neuen Hausbar nach Traisen (bei Mainz) eingeladen hat.

Nach einer vorzüglichen Stärkung sollten also einige Korken ihre angestammten Flaschenhälse verlassen und uns allen einen schäumenden Genuss ermöglichen… Gleich neun Flaschen umfasste die Probe, bunt gemischt (Cava, Crémant, Champagner…) mit Schwerpunkt auf deutschen Winzersekten. Eine durchaus anspruchsvlle Aufgabe, bedenkt man doch, dass wir nur fünf Trinker waren. Verkostet wurde blind, beginnend mit zwei Rosés, von denen uns einer überzeugen konnte. Dann ging es weiter mit Sekt, Crémant und Cava, den Reigen beendend mit Champagner und deutschem Spitzensekt.

Natürlich haben wir nicht alle Flaschen geleert… Aber einige Notizen zu unseren persönlichen Gewinnern möRobert Moncuitchten wir Euch nicht vorenthalten.

Champagne Robert Moncuit Grande Cuvée Blanc de Blancs 2003

Dies war für uns der eleganteste Wein der Verkostung, schon in der Nase war seine Herkunft auszumachen. Ein überraschend kräftiger und zugänglicher Champagner mit hervorragender Perlage, die die Aromen herrlich über die Zunge transportiert hat. Wundervoll. Hat mit guten 40,00 € jedoch auch seinen Preis.

Raumland Sektkellerei 1. Triumvirat 2001

IMG_2224Diese „Prestige Cuvée“ des bekannten deutschen Sekthauses Raumland hatte es ebenfalls allen Verkostern angetan. Eine klassische Champagnercuvée aus einer Einzellage, vom Gault Millau 2006 als bester deutscher Sekt prämiert, mit einer fantastischen Fruchtigkeit und einer schönen Perlage. Degorgiert 12 / 2008, also nach sieben Jahren Hefelager. Eine Nase wie eine Blumenwiese, weinig und rund am Gaumen. Eindeutige Empfehlung – aber mit 30,00 € auch finanziell auf Champagnerniveau.

Preis/Leistungssieger wurde recht einstimmig die Cuvée Classic Brut von der Sektkellerei Reinecker. Wie auch das Erste Triumvirat eine klassische Champagnercuvée, unter Zugabe von Reserveweinen mindestens zwei Jahre auf der Feinhefe, handgerüttelt und auch per Hand degorgiert. Eine herrliche hefig-weinige Nase wurde gefolgt von einem bombastischen Aroma weißer Pfirsiche, Ananas und einer milden Säure. 13,00 € kostet die Freude – ein mehr als günstiger Preis.

Die Schaumweinauswahl war wunderbar und zeigte einmal mehr auf, wie breit gefächert die Aromen sein können. Sekt oder Champagner? Keineswegs immer eine Frage der Güte, sondern vielmehr eine des Geschmacks. Ab einem gewissen Niveau allerdings auch keine Frage des Preises mehr.

Alles in allem ein außerordentlich schöner, feuchtfröhlicher Abend, den wir bis weit in die Nacht noch draußen auf der Terrasse genießen konnten. Was wünscht man sich mehr?Schaumwein!

Trinklaune

4 Kommentare

  1. Hachja, immer wieder spüre ich den Reiz, mich endlich mal mit Schaumwein zu beschäftigen. Torben, wie wäre es mit einem Schaumweintasting auf dem nächsten C&D Treffen, dem ich hoffentlich das erste Mal beiwohnen werde.

  2. Würde ich sofort machen, wenn Interesse bestünde.

    GRüße

  3. Marius

    klingt klasse 🙂

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