Bruno Paillard - Blanc de Blancs 1999

Bruno Paillard – Blanc de Blancs 1999

Obwohl Bruno Paillard das jüngste Haus der Champagne ist (gegründet 1981), ist der sympathische Winzer längst kein No-Name mehr in der Branche. Barfly’s kennen seine Produkte schon länger aus der legendären Schumann’s Bar, welche Bruno Paillard als Hauptchampagner führt. Auch in vielen bedeutenen gastronomischen Betrieben, wie z.B den Gourmet-Hotels der Althoff Collection spielt die Edelbrause von Paillard eine wichtige Rolle. Spätestens jedoch seitdem Monsieur Bruno Paillard bei den diesjährigen „Wine Awards“ als „Winzer des Jahres“ ausgezeichnet wurde, sind seine Champagner in aller Munde.

Heuer hatte ich auf der ProWein das Vergnügen den, kürzlich degorgierten, Blanc de Blancs des Hauses aus dem Jahr 1999 zu verkosten. Der Champagner lag insgesamt elf Jahre auf der Hefe und soll noch in diesem Monat in den Handel kommen. Ich vermute allerdings, dass sich der Handelsstart des BdB ’99 noch etwas verschiebt. Dies liegt unter anderem daran, dass der Veröffentlichungstermin schon öfters verschoben wurde und, wie man auf dem Bild erkennen kann, die Flaschen noch nicht etikettiert sind. Ähnlich wie das Château Mouton-Rothschild, lässt Paillard das Etikett der Jahrgangsflaschen jedes Jahr von einem anderen namhaften Künstler gestalten. Das Warten auf das Etikett bleibt also spannend.

Bruno Paillard – Blanc de Blancs 1999
Farbe helles Gold
Nase buttrige Chardonnay-Aromen, Hefezopf, Brot, Apfel, Pampelmuse, klassisch, balanciert
Gaumen am Gaumen etwas kräftiger, weinig, belebende Säure, Röstaromen. cremig, lebhafte und zarte Perlage
Abgang knackig, frisch, präsent, mittlere Länge
Bruno Paillard - Blanc de Blancs 1999

Bruno Paillard – Blanc de Blancs 1999

Mein Fazit: Der BdB ’99 ist ein äußerst gefälliger, leicht zu trinkener Champagner, der sich (ähnlich wie der 1996er) gut als Aperitif eignet. Wer auf geradlinige Champagner steht, sollte zuschlagen – Wer es üppiger mag investiert das Geld für den Paillard lieber in Egly-Ouriet, Jacques Selosse’s Substance oder Krug. Insgesamt hat mir der BdB ’99 sehr gut gefallen, er hat sich jedoch nicht ins Verkostungs-Langzeitgedächtnis eingebrannt. Ich hoffe er erscheint noch vor dem Sommer, denn dies ist die Jahreszeit die zu ihm passt.

Robin Stein

Robin Stein, Jahrgang 1987, ist studierter Lebensmitteltechnologe und der Jüngste im Team. Sein Weg führte ihm nach dem Abitur 2006 über ein viermonatiges Praktikum in Pusser’s New York Bar in München nach Bergisch-Gladbach, wo er eine Ausbildung als Hotelfachmann im Schlosshotel Lerbach absolvierte. Seine persönlichen Honigfallen sind Champagner, Obstbrände, Wein und Whisk(e)y.

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