Das Gin-Tonic-Tasting – Teil I

Gestern fand im Le Lion zu Hamburg sozusagen die logische Konsequenz des Tonic-Tasting statt: Das große Gin-Tonic-Tasting.

Zu diesem Zweck fanden sich fast vierzig Bartender, Connaiseure, Interessierte und Nerds ein um aus einer Auswahl von fünf Tonics und 100 Gins die beste Kombination herauszufinden. Nun muss ich aber gestehen, dass diese Zahlen nicht ganz stimmen: Es waren tatsächlich annähernd vierzig Personen vor Ort, aber von den fünf Tonics waren nur vier in ausreichender Menge vorhanden. Das Tonic 1724 ist zur Zeit in Europa nur in Spanien erhältlich und leider gelang es nicht, rechtzeitig zum Tasting Nachschub nach Hamburg zu bekommen. Daher konnten nur vier Tonics ernsthaft verkostet werden. Und 100 Gins waren es auch nicht. Es waren 106.

Die Tonics rekrutierten sich aus den Favoriten des Tonic-Tastings: Fentimans, Fever Tree, Thomas Henry und – Überraschung ! – das altbekannte Schweppes, das wenigstens pur gar keinen so schlechten Eindruck machte.

Der weit überwiegende Teil der Gins ist problemlos in Deutschland erhältlich, was maßgeblich daran liegt, dass Barfish sein Gin-Portfolio in den letzten Monaten stark erweitert hat. Inzwischen sind hier mehr als 90 verschiedene Flaschen erhältlich. Für das Tasting hätten sich von diesen aber nicht alle qualifizieren können, denn eine Anforderung mussten die Gins erfüllen: Einen Mindestalkoholgehalt von 40% (Ausnahmen wie der Beefeater Wet, der nur 37,5% hat, bestätigen diese Regel). Gab es Abfüllungen mit unterschiedlichen Alkoholgehalten, wie zum Beispiel bei Beefeater oder Bombay Sapphire, habe ich mich für die höherprozentige Variante entschieden.

Damit ergaben sich rein rechnerisch also 424 Gin-Tonic-Kombinationen. Die Teilnehmer waren aber wirklich fleissig und es konnte eine Vielzahl an Kombinationen getestet werden. Ich kann sagen, dass durchaus auch Überraschungen dabei waren – positiv wie negativ. Doch die Ergebnisse der Verkostung erfahrt ihr in der Fortsetzung.

Oliver Steffens

Jahrgang 1970, wandte sich nach intensiver Beschäftigung mit Weinen und Whiskys der Cocktailbar zu. Selbst einmal in der Gastronomie tätig gewesen, hat ihn dieses Thema nie wirklich losgelassen und so interessiert er sich auch für Barkonzepte und deren Umsetzung.

5 Kommentare

  1. Klingt interessant und natürlich verrückt zugleich. Ich bin gespannt…

  2. Bin sehr gespannt. Ärgere mich immer noch über das doofe Hafenfest 😀

  3. Oliver Steffens

    Sascha, es wird wohl eine zweite Auflage des Tastings geben. Ich hoffe, dass Du dann kommen kannst..

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