Ginger Beer Tasting

Es liegt schon einen ganzen Moment zurück – aber endlich habe ich die Verkostungsnotizen unseres Trinklaune-Ginger-Beer-Tastings wiedergefunden!
Steht beim Dark’n Stormy der Rum gesetzlich schon fest, so ist er doch auch beim Dark and Stormy, ganz anders als bei allen anderen Longdrinks, im Regelfall gesetzt. Goslings Black Seal. Auch andere Rums funktionieren gut (Lamb’s, Old Monk), aber so gut wie immer bekommt man die aromatische Mischung aus Limette, Ingwerbier und Rum mit Gosling’s Black Seal serviert. Daran haben wir uns auch gehalten – aber beginnen wir mit der Purverkostung der Ginger Beers.

Crabbies:
Sehr limonadig, kaum scharf – kein Ginger Beer.

Gosling’s:
Gut! Austariert und gelungen, gute Schärfe, könnte aber noch etwas mehr sein. Süße unaufdringlich.

Bundaberg:
Coole Flasche – leider kaum scharf, dafür aber viel zu süß.

Fentimans:
Ewigkeiten mein Favorit. Aber aus dieser Charge in der Farbe komplett klar und im Charakter künstlich und unangenehm. Mittlerweile hatte ich wieder deutlich besserere Flaschen – aber diese hier war nichts!

Fever Tree:
Heftige Schärfe. Ui! Aber sehr gut. Extrem ehrliches Gebräu – macht Spaß! Pur für mich aber schon zu viel des Guten.

Grace:
Pappig-künstlich.

Old Jamaican:
Pappig-künstlich.

Aus einem nicht erklärbaren Grund hatten wir Thomas Henry nicht dabei – ich würde es aufgrund der doch recht starken Süße eine Ecke hinter Fever Tree und Gosling’s sowie, in guter Form, Fentimans einordnen.

Nach diesem teilweise ernüchternden Purvergleich haben wir den Dark and Stormy nur mit unseren Favoriten gemixt. 1/2 Limette, 5 cl Gosling’s Rum (40 % Vol.), ca. 12 cl Ginger Beer.

Ergebnis: Fever Tree macht einen spannenden, intensiven Dark and Stormy, der seinem Namen wirklich gerecht wird. Aber schon ein wenig zu scharf. Der Favorit des Abends, vielmehr des Nachmittages ist in ungewöhnlicher Einstimmigkeit der Drink mit Gosling’s Ginger Beer. Die Kombination mit dem dazugehörigen Rum ist natürlich ein Heimspiel, der Sieg wird mit Leichtigkeit nach Hause gebracht. Absolut rund und stimmig, scharf, süß, sauer, und der Rum ist da. Perfekt. Der Sommer möge kommen!

Apropos: Das alkoholische Hollow’s Ginger Beer ist großartig. Keine Mixlimonade, aber eine schöne, ingwerige Erfrischung beim Grillen. Empfehlenswert.

Torben Bornhöft

Torben Bornhöft beschäftigt sich seit 2004 leidenschaftlich mit Themen rund um Bar, Cocktails und Genuss. Nachhaltig geprägt durch fünf Jahre im Hamburger Le Lion und der Likörproduktion mit Forgotten Flavours liegt Torbens Fokus hier mittlerweile auf den Themen Champagner, Infusionen und Twists auf Klassiker.

Wasser
Zelda Fitzgerald

6 Kommentare

  1. Hej, gleiches Ergebnis wie beim Quick’n’Dirty-Tasting letztes Jahr im C&D-Loft beim BCB. Gosling’s wins!

  2. Das Hollow’s Ginger Beer wollen wir gern mal versuchen…aber woher nehmen? Selbst bei amazon findet sich nur das Old Jamaica Ginger Beer in der Büchse. Hättet Ihr eine Quellen-Empfehlung für den Kauf?

  3. Hallo Chris,

    unser Hollow’s hatten wir seinerzeit hier gekauft:
    http://www.thedrinkshop.com/products/nlpdetail.php?prodid=6881

  4. hannibal

    Das Hollows hat ein tolles Aroma, es ist aber zu süß.
    Auch mit weniger Zucker wäre es aber ungeeignet für ein Dark and Stormy. Es fehlt die Intensität. Das wäre dann wirklich ein Bier.

  5. Dass es kein Mixer ist, ist eindeutig. Es ist ein eigenständiges Produkt.
    Mir hat es gut gefallen, süßlich ist es, aber entspannt zu trinken. Für den Sommer ideal.

  6. Jonah

    Das Hollows gibt es in DE zB. bei Manufactum zu kaufen.
    LG

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