Cidre!

Es wird sommerlicher – ja, sogar in Hamburg, denn der Regen wird merklich wärmer. Das nährt den Appetit nach Erfrischungen. Seit Jahrhunderten präsent, aber heutzutage nicht mehr im Fokus steht der Cidre oder Apfelschaumwein. Ausserhalb der Appelwoi-Hochburgen im Hessischen finden sich kaum gastronomische Betriebe, die dieses Getränk auf der Karte haben. Um uns selber mit dem Apfelschaumwein vertrauter zu machen, hat das Trinklaune-Team eine kleine Anzahl von Cidre und Apfelschaumweinen zusammengetragen und verkostet. Hier unsere Notizen:

 

Ecusson brut, Frankreich
Dezente Bitternote, Süße vorhanden – aber gut eingebunden, Frucht präsent. Einfach aber dennoch rund. Mittelmaß.

 

 

 

Eric Bordelet brut, Frankreich
Sehr rund und ausgewogen, dezente Frucht in der Nase. Etwas besser als der erste Cidre, aber immer noch Mittelmaß.

 

 

Le Brun brut, Frankreich
Unangenehmer parfümierter Unterton, erinnert an Drogeriemarkt, kantig. Nicht empfehlenswert.

 

 

 

Domaine des Hauts Vents brut, Frankreich
Unsauber, hohe Schwefel Konzentration. Nicht empfehlenswert.

 

 

 

Van Nahmen brut, Deutschland
Fruchtbombe in der Nase, grandioses Grundprodukt, trocken mit animierender Säure und feiner Frucht. Sehr stimmig.

 

 

Cidre de Normandie brut, Frankreich
Reife Früchte, Apfelkompott, fordernd – lädt zum beschäftigen ein. Spannend!

 

 

 

André Jalbert brut, Frankreich
Geschmacklich rund, süffig, ausgewogen. Easy Drinking.

 

 

 

Duché de Longueville brut, Frankreich
Geschmack erinnert stark an vergorene Früchte, nicht empfehlenswert.

 

 

 

 

Elbler 5,5%, Deutschland
Künstlicher Geschmack. Trinkbar, aber wenig spannend.

 

 

 

Schoppepetzer, Deutschland
Hier waren wir uns alle einig – dieses Produkt war der Tiefpunkt dieses Tastings…

 

 

 

Darauf brauchten wir erst einmal eine kleine Pause. Danach ging es mit den süßlichen Produkten, den Cidre doux, weiter…

 

 

Duché de Longueville doux, Frankreich
Viel Apfel in der Nase, angenehme Süße – ohne jedoch aufdringlich zu sein. Trinkstoff!

 

 

 

Obsthof Reisinger, Österreich
Im Vergleich zum restlichen Testfeld sehr weinig, für einen “doux” recht trocken. Lecker, aber der Kick fehlt.

 

 

 

Krahu!, Österreich
Nase überaus fruchtig, am Gaumen penetrante Süße, langweilig und belanglos.

 

 

 

Elbler 2,5%, Deutschland
Wie das alkoholhaltigere Schwesterprodukt: Künstlicher Geschmack. “Apfelschorlen” Syndrom, trotzdem lecker.

 

 

 

Van Nahmen doux, Deutschland
Deutlich süßer, ansonsten gleiche Charakteristik wie der trockene Bruder. Macht Spaß.

 

 

 

Unser Fazit:
Die Van Nahmen Produkte sind beide sehr empfehlenswert und man kann sagen, das diese als Gewinner aus diesem Tasting hervorgegangen sind. Damit hat die Obstkelterei Van Nahmen erneut einen guten Eindruck gemacht.

Eine gute Figur machten aber auch die Cidre von Andre Jalbert und Eric Bordelet sowie der Duché de Longueville doux.

Trinklaune

1 Kommentar

  1. Maximilian Sefz

    Hallo und liebe Grüße aus dem Süden nach Hamburg! 🙂

    Toll geschriebener Beitrag! Man bekommt wieder richtig Lust auf die warmen Sommerabende mit einem guten Glas Cidre in der Hand.

    Super Beitrag! Weiter so!

    Viele Grüße
    Max

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