Guter Alkohol – Böser Alkohol : Die Deutsche Weinakademie (Teil 1)

Wine up Whisky down
In Teil 1 wollen wir erst einmal ein paar Beobachtungen sammeln
aus dem Internetauftritt und der Pubizistik der Deutschen Weinakademie – DWA :
Ist Alkohol gleich Alkohol?
„Einige exponierte Krebsexperten in Deutschland haben in den letzten Jahren häufiger die Botschaft verbreitet, dass “ein Glas Wein bereits eines zu viel sei”. Dabei übersehen sie Entscheidendes: Alkohol ist ganz offensichtlich nicht gleich Alkohol! Beispielsweise wurde in einer Multizenterstudie des amerikanischen National Cancer Institute beobachtet, dass Bier- und Spirituosenkonsum mit einem deutlich erhöhten Risiko für Speiseröhrenkrebs, moderater Weinkonsum hingegen mit einem um 40 Prozent reduzierten Risiko im Vergleich zur Abstinenz assoziiert war. …
Alkohol ist nicht gleich Alkohol
Und selbst bei Brustkrebs ist Wein nicht mit anderen Alkoholika zu vergleichen. Kürzlich wurden in einer Meta-Analyse alle großen Langzeitstudien an Frauen zusammengefasst, um das Brustkrebsrisiko möglichst genau abzuschätzen. Pro zehn Gramm Alkohol steigt demnach das relative Risiko im Mittel um sieben Prozent. Der Effekt ist erst bei Dosen von über 30 g/Tag statistisch signifikant. Bei Differenzierung der verschiedenen Alkoholika zeigte sich, dass das Brustkrebsrisiko für Weinkonsum niedriger ausfällt (fünf Prozent Steigerung pro zehn Gramm Alkohol) und im Gegensatz zu Bier- und Spirituosenkonsum statistisch nicht signifikant ist.“
Gesunder Wein – Krebserregender Schnaps.
Guter Alkohol – Böser Alkohol.

_____________________________________________________________________

Beispiel Nr. 2:
Nur Wein hält die Taille schlank
„Eine Studie weist darauf hin, dass Bier und Schnaps den Bauch wachsen lassen, hingegen regelmäßiger, moderater Weinkonsum die Taille schlank hält! Damit kommt man nicht nur dem Schönheitsideal näher, sondern unterstützt auch die Gesundheit! … Die Männer favorisierten eindeutig Bier mit 62 % der Alkoholzufuhr, gefolgt von Wein mit 20 % und Spirituosen mit 18 %. Da sich Weintrinker von Bier- und Schnapsliebhabern aber auch in verschiedenen anderen Aspekten wie Rauchen und körperliche Aktivität etc. unterscheiden, wurden diese Faktoren in die statistischen Berechungen einbezogen. Ergebnis: Je höher der Alkoholkonsum desto höher war der Anteil an Rauchern, Übergewichtigen und körperlich wenig aktiven Menschen. Dass mit steigendem Alkoholkonsum auch der Körperfettanteil zunahm, konnte jedoch nur bei Bier und Spirituosentrinkern festgestellt werden. Die Weinliebhaber unterschieden sich hier auffällig. Mit steigendem Konsum fand man sogar einen abnehmenden Body Mass Index (BMI), was als Maß für den Körperfettanteil steht. … Fazit: Bei Weintrinkern bleibt die Taille schlank. Dies steht im Gegensatz zu Menschen mit anderen Alkoholika-Vorlieben. Die dänischen Wissenschaftler vermuten, dass diese gesundheitlich relevanten, günstigen Effekte bei regelmäßigem Weinkonsum möglicherweise zum Teil über die bessere Ernährungsweise von Weinliebhabern erklärt werden müssen. Andererseits halten sie es jedoch auch für plausibel, dass direkte biologische Einflüsse über spezifische Inhaltstoffe der verschiedenen Getränke, für die positiven bzw. negativen Effekte verantwortlich sind.“
Schlankmachender Wein – Dickmachender Schnaps.
Guter Alkohol – Böser Alkohol.

_____________________________________________________________________

Und zum Dritten:
Die Deutsche Weinakademie informiert regelmäßig in “DER DEUTSCHE WEINBAU” zu Wein und Gesundheit im Allgemeinen und Speziellen.
Ein Zitat aus “Der Deutsche Weinbau” Nr. 2, Januar 2013:
Der Morgen danach
„Silvester bei Freunden. Mit Weinen aus aller Welt. Jeder steuert etwas bei. So hangelt man sich probierend – mal lachend … Richtung Mitternacht und … noch einige Stunden weiter. Kurz vor dem Bettaufsuchen stellt einer als Absacker noch einen besonderen Highland-Whisky aus seinem Schottland-Urlaub in die Verkostungszone… Die Folge: Eingeschlafen war man schnell, aber Durst, Müdigkeit und Kopfschmerz bestimmen den ersten Tag des neuen Jahres. Meine reduzierte Befindlichkeit sucht nach Ursachen: Der Alkohol ist nach stundenlanger Arbeit der Leber, die freundlicherweise auch im Schlaf aktiv ist, großteils abgebaut. Der kann es nicht mehr sein. Hätten wir das Schottenmitbringsel nur weggelassen… Weiß man doch, dass gerade dunkle Hochprozenter mehr Fuselalkohole enthalten, die einen Kater erst so recht wachsen lassen.“
Guter Wein – Böser Whisky.
Guter Alkohol – Böser Alkohol.

Ich denke, das Muster wird klar… – Aber stimmt das alles so?
Unser Kommentar dazu folgt in ein paar Tagen unter der Überschrift: Guter Alkohol – Böser Alkohol : Die Deutsche Weinakademie (Teil 2)

Alchemyst

Alchemyst, geboren in den fünfziger Jahren, studierte Philosophie, Theologie und Pharmazie. Heute leitet er eine öffentliche Apotheke in Norddeutschland. Alchemyst ist nicht selten in Champagnerlaune.

Einen Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.