BAZIC Fass-Vodka

Projekt: Vodka 2015 – BAZIC von Oliver Fuhse

Dieser Beitrag ist Teil des Projekts: Vodka 2015.

Leidenschaft Vodka

Auch wenn das Thema regionale Spirituosen im Jahr 2005 noch in den Kinderschuhen steckte, dachte ich mir zusammen mit meinem Freund und Partner Hans Rösch, dass eine Stadt wie Hamburg ihren eigenen Vodka verdient hat. Zwar rückte Gin allmählich in den Fokus, aber Vodka war schon damals die meistverwendete Spirituose und Basis für die meisten Mixgetränke. Obwohl Vodka durch die Industrie stark belegt war, wagten wir den Sprung ins kalte Wasser und entwickelten zusammen mit einem befreundeten Destillateur unser Hamburger Wässerchen – Den Vodka BAZIC.

Die reine Entwicklungszeit dauerte ein Jahr, wobei wir Tests mit allen erdenklichen Rostoffen durchführten. Am Ende entschieden wir uns für den Vodka typischen und ursprünglichen Rohstoff – Weizen. Wie auch bei sämtlichen anderen Rohstoffen und Packungskomponenten, war es uns hierbei wichtig, dass dieser aus Deutschland stammt. Dies war für uns nicht nur aus Gründen der Regionalität von Bedeutung, sondern auch um einen schnellen und direkten Kontakt zu den Produzenten zu haben und die Qualität der Rohstoffe direkt vor Ort überprüfen zu können. Um ein Stück Nachhaltigkeit in die Flasche zu bringen gelang es uns die Hamburger Unternehmer von ViVA CON AGUA QUELLWASSER von unserem noch jungen Projekt zu überzeugen. Dadurch haben wir die Möglichkeit unseren Vodka BAZIC mit regionalem Wasser von herausragender Qualität auf Trinkstärke zu verdünnen und damit auch noch etwas Gutes zu tun.

Bedingt durch die hohe Rohstoffqualität und die durch die fünffache Destillation erzielte Reinheit merkten wir schnell, dass sich sehr feine uns charakteristische Anis- und Zitrusnoten ausbildeten, die allerdings bei dem typischen deutschen Trinkverhalten klare Spirituosen im Kühlschrank oder gar im Froster zu lagern nicht bzw. kaum noch wahrzunehmen waren. Wir möchten daher mit diesem Trinkverhalten brechen und den Leuten bewusst machen, dass ein Vodka seine volle Aromenvielfalt nur entfalten kann, wenn man ihn sehr ursprünglich genießt – Bei 18°/19°!

Diese, zumindest für Deutschland, ungewöhnliche Trinktemperatur für pure, klare Spirituosen lässt sich am besten über die Spitzen-Gastronomie kommunizieren, die zum primären Markt für unseren Vodka BAZIC geworden ist. Um für dieses anspruchsvolle, interessierte und wichtige Klientel neue Produkte zu entwickeln, brachten wir neben dem regulären 40%er noch einen 50%igen BAZIC in limitierter Auflage auf den Markt. Seit Anfang diesen Jahres, haben wir nun einen neuen Vodka im Portfolio, mit dem wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt haben und für ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Vodka Segment gesorgt haben. Wir ließen unseren Vodka BAZIC für sieben Monate in ehemaligen Rotweinfässern aus Eichenholz nachreifen, die vorher eine Cuveé aus Syrah und Grenache enthielten. Der Ausbau von Rotwein hat in Hamburg mit dem „Rotspon“ eine lange Tradition und eignete sich daher ideal für unseren Hamburger Vodka! Das Ergebnis war ein auf natürliche Weise aromatisierte Vodka mit einer dezente Rotweinnote und feinen Fass-Aromen, der – was uns sehr wichtig war – seine Vodka-Struktur nicht verloren hat.

Die Verwendung des exklusiven Fass-Vodkas für Cocktails und Longdrinks ist dabei durchaus nicht als blasphemischer Akt zu verstehen. Die Kombination mit einem mediterranen Tonic (Fevertree, Fentimans) beispielsweise hebt den klassischen Vodka-Tonic auf eine ganz neue Ebene. Die Verwendung als dezentes Topping in Kombination mit Rotspon statt Bordeaux bei einem New York Sour ist eine wunderbare Alternative. Für die kommenden, hoffentlich wieder etwas sonnigeren Tage, habe ich allerdings noch eine spezielle Drink-Empfehlung für alle Trinklaune-Leser: Den ALSTERFROG:

Alsterfrog


Alsterfrog

4 cl Sake, 2 cl Vodka BAZIC, 2 cl Zitrone, 1,5 cl Zitronen-Tymiansirup, In den Tumbler eine Gurkenspirale füllen – schichtweise mit Eiswürfeln. Nach dem Füllen des Glases etwas Andelima-Pfeffer und frisch geriebenen Ingwer auf die Schaumkrone streuen bzw. reiben. Optional als Deko 2 Rosenblätter – Sehr aufwendig aber: Der absolute Hammer!

Cheers

Oliver Fuhse

Gastblogger

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