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	<title>Trinklaune &#187; Alchemyst</title>
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	<description>Denken - Schmecken - Genießen</description>
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		<title>Macht Kulinarik glücklich? oder Das kulinarische Stendhal Syndrom</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 13:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p style="text-align: justify;">&#8220;Die einen suchen ihr Glück in der Liebe, die anderen am Lottostand. Die Wissenschaftler suchen es in der Erkenntnis, Aristoteles in der Vernunft, für Foucault hat das Glück gar nicht existiert. Monsieur Vuong hat es in der Suppenschüssel gefunden. &#8230;&#8221;</p> <p>weiss Susanne Kippenberger in &#8220;Cotta&#8217;s kulinarischer Almanach&#8221;. Heißes Glück im Teller Monsieur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Die einen suchen ihr Glück in der Liebe, die anderen am Lottostand. Die Wissenschaftler suchen es in der Erkenntnis, Aristoteles in der Vernunft, für Foucault hat das Glück gar nicht existiert. Monsieur Vuong hat es in der Suppenschüssel gefunden. &#8230;&#8221;</p>
</blockquote>
<p>weiss Susanne Kippenberger in &#8220;Cotta&#8217;s kulinarischer Almanach&#8221;.<br />
<a href="http://trinklaune.de/?attachment_id=1729"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1729" title="cimg0031" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/05/cimg0031-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
<strong>Heißes Glück im Teller</strong><br />
Monsieur Vuong ist ein Vietnamese und nennt seine Suppenkreation &#8220;Heißes Glück im Teller&#8221;. &#8211; Susanne Kippenberger ergänzt: &#8220;Suppen machen glücklich. Sie geben einem ein wohlig warmes Gefühl im Bauch, machen satt, aber nicht dick, und die das Glücksgefühl erheblich steigernden Vitamine aus dem Gemüse werden nicht mit dem Kochwasser ausgeschüttet.&#8221;  &#8211; Naja, man sollte die vielbeschworenen Vitamine nicht überschätzen. Glauben Sie mir, ich verkaufe diese Mikronährstoffe, diese chemischen Verbindungen: Glücklich durch Vitamine? Ein schöner Buchtitel, aber auch kompletter Un-Sinn. Ohne Vitamine allerdings wäre man doch recht unglücklich&#8230;..</p>
<p><strong>Die Glücklich-Macher</strong><br />
Überhaupt .. Was gibt es da nicht alles auf dem Buchmarkt&#8230;&#8230;.:<br />
&#8220;Mood-Food &#8211; Glücksnahrung. Wie man durch Essen glücklich wird&#8221; oder auch das Buch &#8220;Sich einfach glücklich essen&#8221; von K &amp; R. Possin. &#8211; &#8220;Die Glücksdiät. Essen Sie sich glücklich.&#8221; rät Johanna Handschmann in ihrem Buch. &#8211; &#8220;Kein Fleisch macht glücklich&#8221; weiss wiederum Andreas Grabolle und ein weiteres Buch kennt: &#8220;Happyfood. Essen, das glücklich macht&#8221;. Wie zum Beispiel : &#8220;Schokolade. Warum die süße Versuchung uns glücklich macht&#8221;. Markus Schaefer wiederum weitet den Blickwinkel von Gaumenfreuden und Bauchgefühl hin zur Gottesbeziehung:&#8221;Schokolade macht glücklich &#8211; Gott auch!&#8221;<br />
Man sieht: die Sehn-sucht nach Glück boomt.<br />
Und anscheinend hat das auch was mit Essen und Trinken zu tun.</p>
<p><strong>Das Stendhal Syndrom</strong><br />
Susanne Kippenberger: &#8220;Um Glück zu empfinden, das hat schon Stendhal gewusst, muss man sich daran laben können.&#8221; &#8211; Wobei wir wieder beim <a href="http://trinklaune.de/2011/11/28/nebenwirkungen-des-genusses-oder-das-stendhal-syndrom/">Stendahl Syndrom</a> wären..<br />
Halten wir noch einmal einige Symptome dieses Syndroms fest: Desorientierung, Bewusstseinsstörungen, Hochgefühle, Ekstase, SchwindeL&#8230;<br />
Ähnelt das nicht stark an die <a href="http://trinklaune.de/2009/11/06/des-kaisers-bart-oder-warum-man-in-bars-nicht-streiten-sollte/">Auswirkungen des Alkoholkonsums</a>? Und sind nicht vielleicht einige dieser Auswirkungen nicht dem Nervengift Ethanol zuzuschreiben, sondern direkte Symptome eines kulinarischen Stendhal Syndroms? Zum Beispiel nach dem Genuss von Weltklasse Drinks wie &#8220;Ramos Gin Fizz&#8221; oder &#8220;Beuser &amp; Angus Special&#8221; oder eines Champagners, wie wir ihn <a href="http://trinklaune.de/2009/10/03/krug-verkostung-2009-krug-clos-du-mesnil-1988/">hier</a> beschrieben haben? Macht nicht <a href="http://sternefresser.de">&#8220;Sterne fressen&#8221;</a> glücklich? &#8211; Grossartigste Momente des Schwelgens erlebten wir als Trinklaune Team bei einer gemeinsamen Krug Verkostung, in Restaurants wie dem &#8220;<a href="http://trinklaune.de/2009/11/01/trinklaune-im-restaurant-e-t-a-hoffmann/">e.t.a. Hoffmann</a>” in Berlin oder kürzlich in der &#8220;<a href="http://trinklaune.de/2011/10/30/faustische-momente-trinklaune-in-der-kuchenwerkstatt/">Küchenwerkstatt</a>&#8221; in Hamburg.<br />
War das Glück?<br />
Nun, zumindest ein Zipfel davon. &#8211; Davon kann man zehren&#8230;</p>
<p><strong>Das kleine Zungenglück</strong><br />
Doch bedarf es keiner Sterneküche oder <a href="http://trinklaune.de/2010/03/13/weinzeit-grose-gewachse-%E2%80%93-baden/">Großer Gewächse</a>, um Glücksgefühle hervorzubringen. Auch die kleinen und einfachen Dinge können glücklich machen&#8230;<br />
Der Autor Thomas Hartmann sammelte in seinem Buch &#8220;Zungenglück und Gaumenqualen&#8221; Geschmackserinnerungen von Männern und Frauen wie zum Beispiel diese:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bin ein Kriegskind, weiblich. Immer wenn ich traurig bin, backe ich Pfannkuchen. Es war ein Gefühl der Geborgenheit, wenn die Mutti Pfannkuchen gebacken hat. Es war Krieg, und Pfannkuchen gab es nur, wenn der Bauer nebenan Milch und Eier übrig hatte. Das war ein Glücksfall. Und Mutti hatte Himbeermarmelade eingekocht, die wurde draufgestrichen, der Pfannkuchen zusammen gewickelt. Wenn meine Tochter und ich heute um den Tisch sitzen und die herrlichen Pfannkuchen verspeisen, dann ist die Welt auch wieder in Ordnung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Philosoph Denis Diderot hat recht:<br />
Ein Glück, das nicht von Zeit zu Zeit vom Vergnügen belebt wird<br />
und über das Vergnügen nicht seine Wonnen ausbreitet,<br />
ist weniger ein wahres Glück<br />
als ein Zustand, eine ruhige Lage: das ist ein trauriges Glück.</p>
<p>Das große Wort &#8220;Glück&#8221; sollte aber nicht überstrapaziert werden. Glück ist nicht generierbar, nicht machbar. Man kann diese Momente, diese zurecht Augenblicke genannten Phasen, nicht festhalten und sollte sie auch nicht mit der Glück-Seeligkeit verwechseln. Sie sind nicht das Ziel des Lebens, aber sie machen das Leben lebenswert.</p>
<p><strong>Macht Kulinarik high? </strong><br />
Jawoll! &#8211; Keine Frage. Auch die flüssige Kulinarik.<br />
Immer aufs Neue haben wir uns hier der Frage: <a href="http://trinklaune.de/2009/08/30/warum-champagner-teil-iii/">&#8220;Warum Champagner?&#8221;</a> gestellt.<br />
Die Wissenschaft vermutet nun, dass die aufsteigenden, tanzenden, wirbelnden Gasblasen des Edelschäumers nicht nur Aromastoffe zur Nase transportieren,<br />
sondern dass auch psychoaktive, euphorisierende Substanzen mitreisen.<br />
Erst in der Gasperle, dann fein zerstäubt in der Atemluft.<br />
<a href="http://trinklaune.de/2010/09/20/horbar-oder-champagner-ist-kein-stillwein/">Horchen</a> und riechen Sie an ihrem Champagner.<br />
Schnüffeln Sie ihn, atmen Sie tief ein, inhalieren Sie ihn,<br />
um ihn dann erst zu trinken. <a href="http://trinklaune.de/2009/10/26/trinklaune-im-avenger-land-iii-steedophilia-oder-ein-gentleman-ist-kein-snob/">Mit Bedacht</a>. -<br />
Sie werden belohnt mit einem High-Gefühl &#8211; im doppelten Sinne.</p>
<p><strong>Macht Kulinarik stendhalesk?</strong><br />
Na klar. &#8211; Und wenn Stendahl durch Kunstgenuss high wird und einem Kunstkoller, genannt <a href="http://trinklaune.de/2011/11/28/nebenwirkungen-des-genusses-oder-das-stendhal-syndrom/">Stendhal Syndrom</a>, verfällt, dann können wir das Gleiche auch für den kulinarischen Genuss postulieren.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Glücksstoffe, die das Hirn ausschüttet, wenn uns die Sinne Genuss vermitteln wollen, sind ohnehin dieselben &#8211; egal, ob jemand sich freut, weil er eine Auster schluckt oder eine mathematische Formel verstanden hat. Man kennt rund fünfzig verschiedene sogenannte Neurotransmitter &#8230;es kommen noch allerhand Hormone dazu. Aus diesen lassen sich vielerlei Cocktails mixen, die in verschiedenen Gehirnregionen Gutes tun. &#8230; Ist es nicht wunderbar, dass wir so etwas feines im Schädel haben?&#8221;</p></blockquote>
<p>fragt Gero von Randow in seinem Buch &#8220;Geniessen &#8211; eine Ausschweifung&#8221;. Und er fährt fort: &#8220;Die segensreiche Arbeit des Gehirns erlaubt es uns, vom Genuss im Allgemeinen zu sprechen: von dem Wohlgefühl im Augenblick des Lebensverbrauchs.&#8221; -</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Macht Kulinarik glücklich? </strong><br />
Ja! &#8211; Immer wieder!<br />
So hat &#8211; wieder einmal &#8211; Goethe recht mit dem Merksatz:<br />
&#8220;So lang&#8217; man noch trinken kann, läßt sich&#8217;s noch glücklich sein&#8221;.</p>
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		<item>
		<title>Nebenwirkungen des Genusses oder Das Stendhal Syndrom</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/11/28/nebenwirkungen-des-genusses-oder-das-stendhal-syndrom/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 16:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Ich wankte, ich schwankte, alles kreiste, ich war wie benommen&#8230;&#8221; Wer hier an die Auswirkungen von übermäßigen Alkoholkonsum denkt, liegt zwar nicht falsch, verkennt aber die Ursache:  Hier haben wir es mit Anzeichen des Stendhal Syndroms zu tun. &#8211; Tolle Sache, so ein Syndrom . Das Wort Syndrom kannte ich bisher vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Ich wankte, ich schwankte, alles kreiste, ich war wie benommen&#8230;&#8221; Wer hier an die Auswirkungen von übermäßigen Alkoholkonsum denkt, liegt zwar nicht falsch, verkennt aber die Ursache:  Hier haben wir es mit Anzeichen des Stendhal Syndroms zu tun. &#8211;<br />
Tolle Sache, so ein Syndrom . Das Wort Syndrom kannte ich bisher vor allem aus dem Film &#8220;Das China Syndrom&#8221;, in dem es in einem Kernkraftwerk zu üblen Kontrollverlusten kommt. Das sogenannte Stendhal Syndrom dagegen bezeichnet ein ganz bezauberndes Phänomen, dessen Namensgebung auf den jungen Schriftsteller Marie-Henri Beyle (Pseudonym Stendhal) zurückgeht.</p>
<div id="attachment_15967" class="wp-caption aligncenter" style="width: 230px"><a href="http://trinklaune.de/2011/11/28/nebenwirkungen-des-genusses-oder-das-stendhal-syndrom/stendhal/" rel="attachment wp-att-15967"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/11/Stendhal.jpg" alt="" title="Stendhal" width="220" height="285" class="size-full wp-image-15967" /></a><p class="wp-caption-text">Stendhal - ein ausgeflippter Typ...</p></div>
<p><strong>Dem Schriftsteller Stendhal wird der Kopf verdreht</strong></p>
<p>&#8220;Der junge Schriftsteller und Ex-Soldat Marie-Henri Beyle arbeitete in der Militär- und Zivilverwaltung, als Napoleons Kaiserreich 1815 zusammenbrach. Er wurde auf halbe Bezüge gesetzt und bemühte sich um einen neuen Job, doch nicht mal als Aushilfsbibliothekar wollte ihn jemand haben. Also zog er nach Italien, wo ihm schon des Öfteren einige Damen den Kopf verdreht hatten &#8211; wenn schon arm, dann wenigstens glücklich, dachte er sich. Sogleich schrieb er das Reisebuch »Rome, Naples et Florence« und nannte sich erstmals Stendhal. In dem Buch, erschienen 1817, erzählt Stendhal von seinen Erlebnissen in der Florentiner Franziskanerkirche Santa Croce. Und diese Kirche hat es in sich. Die sterblichen Überreste von Michelangelo, Macchiavelli und Galileo lagern hier (später sollte noch Rossini hinzukommen); drumherum bestaunen Besucher Giottos meisterhafte Fresken. Stendhal war begeistert. Ja, mehr als das:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>»Ich befand mich in einer Art Ekstase bei dem Gedanken, in Florenz und den Gräbern so vieler Großen so nahe zu sein. zu sein. Ich war in Bewunderung der erhabenen Schönheit versunken; ich sah sie aus nächster Nähe und berührte sie fast. Ich war auf dem Punkt der Begeisterung angelangt, wo sich die himmlischen Empfindungen, wie sie die Kunst bietet, mit leidenschaftlichen Gefühlen gatten. Als ich die Kirche verließ, klopfte mir das Herz; mein Lebensquell war versiegt, und ich fürchtete umzufallen&#8230;.«</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Halluzinierend und der Ohnmacht nahe, taumelte Stendhal an die frische Luft. Er brauchte einige Stunden, um sich wieder zu sammeln.&#8221; schreibt Stephan Maiwald im Merian 1/2006</p>
<p><strong><br />
Die Psychologin Graziella Magherini hat Köpfchen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es war die in Florenz praktizierende Psychiaterin Graziella Magherini, die dieses Phänomen dann eingehender erforschte. In einer Studie schilderte sie das Schicksal von 106 Personen, die wie Stendhal an Störungen des Denkens und der Wahrnehmung litten. Sie erkannte: Allzu intensiver Kunstgenuss kann zu Kontrollverlusten führen und zum &#8220;Verlust der Kohäsion des Selbst&#8221;. Dieses Ausflippen, diese Art von Zerrüttung, diese Erkrankung taufte Magherini auf den Begriff: Stendhal Syndrom oder auch &#8220;Florentinische Krankheit&#8221;. In einem zweiten Buch unterfütterte sie ihre Untersuchungen, sodass der Terminus &#8220;Stendhal Syndrom&#8221; inzwischen ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stendhal-Syndrom">stehender Begriff</a> ist und eine weitgehend anerkannte <a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/893963">Diagnose</a> darstellt.</p>
<p><strong>Eine Putzfrau im (Wisch und Weg) Wahn reagiert kopflos</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Diesen Monat erschütterte nun folgende <a href="http://nachrichten.t-online.de/dortmund-putzfrau-schrubbt-kunstwerk-weg/id_51158912/index">Nachricht</a> die kunstbeflissene Öffentlichkeit: &#8220;In einem Museum in Dortmund hat eine Putzfrau Teile eines Kunstwerks weggeschrubbt. Es geht um einen Holzplattenturm mit einem weißlichen Kalkfleck. Diesen Fleck hat die Putzfrau entsorgt, weil sie ihn für Schmutz hielt. Das Werk mit dem Titel „Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen“ hat einen Versicherungswert von 800.000 Euro&#8221;  &#8211; Ich frage mich (um uns noch einmal der Berufsgruppe der <a href="http://trinklaune.de/2011/11/08/immer-sauber-bleiben-oder-der-tag-der-putzfrau/">Putzfrauen</a> zu nähern), ob nicht diese arme Putzfrau angesichts dieser kühnen Konstruktion überwältigt war und in ein Stendhal Syndrom verfiel und deshalb wie von Sinnen  dieses unwiederholbare, erhabene Kunstwerk zerstörte? Diese im Grunde unentschuldbare, unfassbare Tat (die uns hier im Blog noch weiter beschäftigen wird) hätte nun &#8211; Stendhal sei Dank &#8211; eine wissenschaftliche Erklärung gefunden. Zu betörend war der kunstästhetische Eindruck, zu verstörend dieses Übermaß an Schönheit, zu überwältigend der Zauber der Kunst und die kulturelle Reizüberflutung. So, nur so,  ist die Zerstörung dieses einmaligen Kulturgutes zu begreifen und zu entschuldigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch ich möchte noch weiter gehen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Halten wir noch einmal einige Symptome des Stendhal Syndroms fest: Desorientierung, Bewusstseinsstörungen, Hochgefühle, Ekstase, SchwindeL&#8230; Ähnelt das nicht stark an die <a href="http://trinklaune.de/2009/11/06/des-kaisers-bart-oder-warum-man-in-bars-nicht-streiten-sollte/">Auswirkungen des Alkoholkonsums</a>? Und sind nicht vielleicht einige dieser Auswirkungen nicht dem Nervengift Ethanol zuzuschreiben, sondern direkte Symptome einer kulinarischen Variante des Stendhal Syndroms?</p>
<p style="text-align: justify;">Über eine solche wollen wir in ein paar Tagen unter der Überschrift &#8220;<a href="http://trinklaune.de/2011/12/04/macht-kulinarik-glucklich-oder-das-kulinarische-stendhal-syndrom/?preview=true&#038;preview_id=15949&#038;preview_nonce=2c2d7136b5">Macht Kulinarik glücklich? oder Das kulinarische Stendhal Syndrom</a>&#8221; weiter spekulieren&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Immer sauber bleiben oder Der Tag der Putzfrau</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/11/08/immer-sauber-bleiben-oder-der-tag-der-putzfrau/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 19:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute am 8. November ist der Internationale Tag der Putzfrau. Trinklaune.de als Gastroblog nimmt diesen Tag zum Anlass wieder einmal die kleinen, unscheinbaren Dinge in den Blick zu nehmen. In diesem Fall Personen ohne die die Gastronomie nicht funktionieren würde, die aber äusserst selten ins Blickfeld geraten. Okay, Putz-Frau ist natürlich kein ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-15785" href="http://trinklaune.de/2011/11/08/immer-sauber-bleiben-oder-der-tag-der-putzfrau/putz-frau/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15785" title="Putz! Frauen" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/11/Putz-Frau-185x300.png" alt="" width="185" height="300" /></a>Heute am 8. November ist der Internationale Tag der Putzfrau. Trinklaune.de als Gastroblog nimmt diesen Tag zum Anlass wieder einmal die kleinen, unscheinbaren Dinge in den Blick zu nehmen. In diesem Fall Personen ohne die die Gastronomie nicht funktionieren würde, die aber äusserst selten ins Blickfeld geraten.<br />
Okay, Putz-Frau ist natürlich kein ganz korrektes Wort. Raumkosmetiker/in aber auch nicht. „Willst du mich verscheißern?“ würde meine Putzfrau in ihrer recht saloppen Art fragen, wenn ich sie so betiteln würde. Gut, ich könnte „Reinigungskraft“ sagen, aber was soll das? – Putzfrau versteht jeder. Und so ein Internationaler Tag ist eben nicht der Tag der Reinigungskraft, sondern der der Putz-Frau.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht nur an Silvester: Viel Schall und Rauch.</strong><br />
Es ist ähnlich wie mit dem Tresenkellner. Der heißt Barkeeper oder Bartender, aber nur selten nennt er sich etwas aufgebläht: Mixologe. &#8211; Und so mancher &#8220;Connaisseur&#8221; ist eigentlich ein Säufer bzw. alkoholkrank&#8230; Aber das behält man besser für sich&#8230; &#8211; Wie auch immer: aus Umweltschutzgründen sollten Begriffe wie Mixologe, Raumkosmetikerin und Facility Manager verboten werden: Sie sind letztlich Schall und Rauch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kennen Sie Karo Rutkowsky? oder Das tägliche Reset</strong><br />
Zurück zum Tag der Putzfrau. Die Entstehung dieses Tages ist eine wunderbare Web 2.0 Geschichte. Diesen Gedenk-Tag gibt es erst seit 2004. Seine Entstehung ist recht amüsant: Die Krimiautorin Gesine Schulz  schreibt Krimis rund um die Privatdetektivin und Putzfrau Karo  Rutkowsky. Deren fiktives Geburtsdatum, den 8. November, nahm sie 2004  zum Anlass, den Gedenktag in eine Liste bei Wikipedia  einzutragen. Seither dient der 8. November dem   Anlass über die Putzfrau und ihr Wohl und Wehe  nachzudenken. Karo Rutkowsky steht somit als Prototyp für viele Putzfrauen. Diese sieht man oft nicht, man hört sie nicht. Sie arbeiten im Verborgenen wie die Heinzelmännchen. Und sind unersetzlich: sie bieten eine Arbeitsleistung vergleichbar mit dem täglichen Drücken der Reset-Taste. Tolle Sache!  &#8211; &#8220;Aber schlecht bezahlt!&#8221; klagen die Putzfrauen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nebenwirkungen des Genusses</strong><br />
Nachdem nun fast alle Medien über Mindestlohn, Arbeitsbedingungen oder den sozialen Status der Putzfrauen nachdenken, wendet sich Trinklaune in den kommenden Wochen anderen Problemen zu. Problemen denen Putzfrauen ausgesetzt sind oder die durch Putzfrauen verursacht werden. Macht und Ohnmacht der Putzfrauen sozusagen.<br />
Unsere Serie wird in den nächsten Tagen beginnen mit Beiträgen wie:<br />
- Nebenwirkungen des vollkommenen Genusses oder das Stendhal Syndrom<br />
sowie<br />
- Zwischen Beuys, Brandy Crusta und Billy Jean &#8211; Zum modernen Schamanentum in Zeiten zugesetzter Zuckercouleur</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lehrstücke des Lebens Teil 1 oder Zechprellerei ist kein Kavaliersdelikt</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/10/31/lehrstucke-des-lebens-teil-1-oder-zechprellerei-ist-kein-kavaliersdelikt/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 12:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p> <p style="text-align: justify;">Drei Gläser Wein: Mainzer OB vergisst, in einer Bar in Ruanda zu zahlen &#8211; und gerät unter Druck</p> <p>Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (65, SPD) könnte jetzt durch eine nicht bezahlte Rechnung an einer Hotelbar in Ruanda seinen Job verlieren. Und das kam so: Beutel war Mitglied einer Delegation aus Rheinland-Pfalz, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-15683" href="http://trinklaune.de/2011/10/31/lehrstucke-des-lebens-teil-1-oder-zechprellerei-ist-kein-kavaliersdelikt/drei-glaser-von-der-treue-im-kleinen-und-barzeche-im-speziellen-800x600-2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15683" title="Drei Gläser - von der Treue im Kleinen und Barzeche im Speziellen - [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Drei-Gläser-von-der-Treue-im-Kleinen-und-Barzeche-im-Speziellen-800x6001-300x225.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Drei Gläser Wein: Mainzer OB vergisst, in einer Bar in Ruanda zu zahlen &#8211; und gerät unter Druck</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (65, SPD) könnte  jetzt durch eine nicht bezahlte Rechnung an einer Hotelbar in Ruanda  seinen Job verlieren. Und das kam so: Beutel war Mitglied einer  Delegation aus Rheinland-Pfalz, die für acht Tage das Partnerland Ruanda  besuchte. Tagsüber informierten sich die Politiker über die Projekte,  die mit deutscher Hilfe angeschoben werden. Am Abend saß die Delegation  an der Poolbar des Hotels &#8220;Mille Collines&#8221; in der Hauptstadt Kigali.  Beutel trank drei Glas Rotwein &#8211; und ging dann einfach ins Bett,  berichtet die Mainzer &#8220;Allgemeine Zeitung&#8221;. Innenminister Roger Lewentz  (ebenfalls SPD) zahlte die drei Gläser mit, war aber offensichtlich  schwer verärgert über den abgängigen Genossen Beutel, wie Journalisten  berichten. Nach der Rückkehr sickerte die Geschichte in Mainz durch, und der OB sprach von einer &#8220;Petitesse&#8221;, er habe nie die Zeche  prellen wollen, das Ganze sei eine &#8220;Verfolgungsjagd&#8221;. Er hätte besser  den Mund gehalten. Jetzt kam richtig Schwung in die Sache. Ein Reporter  meldete, er habe mit Beutel auf der Reise in einem Restaurant gesessen,  der OB sei aufgestanden &#8211; und zurück blieb ein halb volles und vor allem  nicht bezahltes Bier. In der öffentlichen Meinung war der  Oberbürgermeister damit ein gewohnheitsmäßiger Zechpreller, der es sich  auf Kosten der Ärmsten gut gehen lässt. Jetzt entschuldigte sich Beutel.  Er habe kein Kleingeld mehr gehabt. Der OB räumte plötzlich ein  &#8220;Fehlverhalten&#8221; ein und spendete 1000 Euro an eine Hilfsorganisation,  die in Ruanda tätig ist. Nach dieser Posse brachte die oppositionelle  CDU einen Abwahlantrag in den Stadtrat ein, dem sich die kleineren  Parteien anschlossen. Die mitregierenden Grünen wollen Beutel noch die  Gelegenheit geben, selbst &#8220;die notwendigen Konsequenzen&#8221; zu ziehen.  Tatsächlich rechnen Insider damit, dass der Oberbürgermeister in diesen  Tagen seinen Rücktritt erklärt. Die Liste der politischen Stolpersteine  ist um drei Gläser Wein länger.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">So stand es heute auf der Titelseite meiner morgendlichen Tageszeitung &#8220;Die Welt&#8221; und so kann man es auch auf welt.de <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13688307/Drei-Glaeser-Wein-koennten-Mainzer-OB-zu-Fall-bringen.html">nachlesen</a>.</p>
<p>_________________________________________________________________</p>
<p><strong>&#8220;Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Lehrstück fürs Leben. Da heute Reformationstag ist, möchte ich, quasi als Kommentar, an die Parabel vom ungerechten Verwalter erinnern, die im Neuen Testament bei Lukas im 16 Kapitel zu finden ist. Dort sagt Jesus: &#8220;Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.&#8221;  Es sind die scheinbar kleinen Dinge des Lebens, die zählen.<br />
Nach all den Guttenbergs, falschen Doktortiteln, nach all der Blenderei und Falschzählerei, nach all dem Widerspruch zwischen Schein und Sein, sehnt sich der Mensch, der Bürger, der Wähler nach Politikern, die auch im Kleinen treu sind.<br />
Das macht den <a href="http://trinklaune.de/2009/10/26/trinklaune-im-avenger-land-iii-steedophilia-oder-ein-gentleman-ist-kein-snob/">Unterschied zwischen Haltung oder bloßer Attitüde</a>.<br />
Geben sie nie jemandem neue Verantwortung, wenn er sich nicht in der Verantwortung bewährt hat, in der er jetzt steht. Heute übersieht er die Bar-Rechnung, morgen vielleicht 55,5 Milliarden (die weiteren Stellen hinter dem Komma interessieren anscheinend niemanden&#8230;.) &#8211; So scheint es mir besser, wenn jemand  über eine Barzeche stolpert, als über eine Bankpleite.<br />
Wir sehen: Die Zeche muss man zahlen. So oder so.</p>
<p>_________________________________________________________________</p>
<p><strong>Von kleinen Dingen und der Wahrheit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Doch sollte man nicht milde sein? <a href="http://trinklaune.de/2009/11/06/des-kaisers-bart-oder-warum-man-in-bars-nicht-streiten-sollte/">- Es war immerhin Alkohol im Spiel&#8230;.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich sage: zum Glück!<br />
&#8220;Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,<br />
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.&#8221; nach Wilhelm Busch&#8230;<br />
Solch schönes kleines Ding wie ein Glas Wein bringt es an den Tag:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>&#8220;Im Wein, da liegt Wahrheit,<br />
hat a Dichter mal g&#8217;sagt.<br />
Seitdem ist bei mir drum<br />
die Wahrheit stets g&#8217;fragt.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hermann Lahm in »Aufzug zum Himmel«, Kilian-Verlag</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Trinklaune auf Sansibar oder &#8220;Sugarcane juice all over the world&#8221;</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 22:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p> <p style="text-align: justify;">Das Archipel Sansibar liegt im Indischen Ozean 40 km vor Tansanias Küste. Die Hauptstadt heißt Zanzibar Town, ihr Herzstück aber wird einfach Stonetown genannt. Vor gut 300 Jahren erbauten die zugereisten Araber die ersten Häuser aus Korallenstein, eine in Afrika unübliche Bauweise. In ihren zerklüfteten Strassen und unzähligen engen Gassen pulsiert das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-15410" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/dsc02268a-800x600-3/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15410" title="DSC02268a [800x600] (3)" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02268a-800x600-3-300x290.jpg" alt="" width="300" height="290" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Archipel Sansibar liegt im Indischen Ozean 40 km vor Tansanias Küste.  Die Hauptstadt heißt Zanzibar Town, ihr Herzstück aber wird einfach Stonetown genannt.<br />
Vor gut 300 Jahren erbauten die zugereisten Araber die ersten Häuser aus Korallenstein, eine in Afrika unübliche Bauweise. In ihren zerklüfteten Strassen und unzähligen engen Gassen pulsiert das Leben, duften allerlei afrikanisch-orientalische Köstlichkeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein privater Stadtführer wies mir kundig den Weg durch das labyrinthische  Gassengewirr, zeigte mir allerlei historische Sehenswürdigkeiten, den Sultanspalast, das „House of Wonders“ und die alte Bar des ehemaligen „English Club of East Africa“.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_15223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-15223" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/dsc02264-800x600/"><img class="size-medium wp-image-15223" title="DSC02264 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02264-800x600-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die renovierte Bar des „English Club of East Africa“ im Africa-House</p></div>
<div id="attachment_15404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a rel="attachment wp-att-15404" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/dsc02263a-800x600/"><img class="size-medium wp-image-15404" title="DSC02263a [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02263a-800x600-300x187.jpg" alt="" width="350" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Warten auf den Sonnenuntergang auf der Terrasse der Bar des Afrika-House </p></div>
<div id="attachment_15407" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a rel="attachment wp-att-15407" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/dsc02259a-800x600/"><img class="size-medium wp-image-15407" title="DSC02259a [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02259a-800x600-300x177.jpg" alt="" width="350" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Lounging - „English Club of East Africa“</p></div>
<p style="text-align: justify;">Und er warnte mich abends auf den Markt an der Uferpromenade zu gehen, um dort zu essen und zu trinken, da es dort „ungesund“ für mich sei, doch ich denke, er wollte mich nur in ein bestimmtes Restaurant locken… &#8211; Wäre ich nicht gegangen wäre mir viel ent-gangen.<br />
<a rel="attachment wp-att-15211" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/stonetown-markt-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15211" title="Stonetown Markt [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Stonetown-Markt-800x600-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" /></a><br />
<a rel="attachment wp-att-15212" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/stonetown-markt3-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15212" title="Stonetown Markt3 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Stonetown-Markt3-800x600-300x153.jpg" alt="" width="300" height="153" /></a><br />
Allabendlich erwacht in Stonetown auf der Uferpromenande um die Forodhani Gardens  eine Art „Freßmeile“ auf der Einheimische in kleinen Garküchen diverses Seafood und Fleischspieße (Mishkaki) grillen, gegrillte Banane mit Schokolade überziehen oder exotische Salate, Knoblauchbrote, sansibarische  Pizzen, gefüllte Teigtaschen (Samosas), afrikanische Crêpe (Chapati), gut gewürzte Kartoffelbälle (Kachori) anboten. Der ganze Reichtum der sansibarische Küche war hier an einem Ort  schmeckbar und erfahrbar.<br />
<a rel="attachment wp-att-15213" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/stonetown-markt2-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15213" title="Stonetown Markt2 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Stonetown-Markt2-800x600-300x172.jpg" alt="" width="300" height="172" /></a><br />
Auf diesem Markt hab ich auch allabendlich meinen alkoholfreien Lieblingsdrink auf Sansibar mit großer Freude vor dem Essen genossen, quasi als Aperitif.  Die Zubereitung kannte ich bereits  aus anderen tropischen Gefilden: frisch geerntetes Zuckerrohr wird mittels einer Art Walze ausgepresst und so der Zuckerrohrsaft gewonnen. Danach wird das plattgedrückte Zuckerrohr geknickt und in den Knick kleine Limettenstücke und Ingwerscheiben eingelegt und das Ganze ein weiteres Mal gepresst. Aber da geht noch was und so wird die Prozedur zum dritten Mal durchgeführt.</p>
<p><div id="attachment_15453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-15453" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/dsc02346-800x600-2/"><img class="size-medium wp-image-15453" title="DSC02346 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02346-800x6001-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Zuckerrohr, Ingwer, Limetten</p></div><br />
<a rel="attachment wp-att-15209" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/zuckerrohrpresse3-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15209" title="Zuckerrohrpresse3 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Zuckerrohrpresse3-800x600-285x300.jpg" alt="" width="285" height="300" /></a><br />
Das Ergebnis aus frischen Zutaten: Süßer Zuckerrohrsaft plus Limettensaft plus Ingweröl plus etwas Eis ergibt eine spannende erfrischende, süßsaure und scharfe Kombination, die das Gegenteil eines langweiligen Mocktails ist und die während meines Aufenthaltes in Stonetown mein obligater Pre-Dinner Drink wurde.<br />
<a rel="attachment wp-att-15210" href="http://trinklaune.de/2011/10/14/trinklaune-auf-sansibar-oder-sugarcane-juice-all-over-the-world/zuckerrohrgetrank-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15210" title="Zuckerrohrgetränk [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Zuckerrohrgetränk-800x600-229x300.jpg" alt="" width="229" height="300" /></a><br />
Die unterschiedliche regionale Bereitung von frischen Zuckerrohrsaft  zeigt: er ist so etwas wie ein Weltgetränk. &#8211; Wikipedia schlüsselt dies schön auf:</p>
<blockquote><p>Sugar cane juice is the national drink of <strong>Pakistan</strong>, where it is called Roh. It is sold fresh by roadside vendors only, as the juice begins turning black very quickly due to oxidation.[citation needed] It is sold in glasses with or without ice.</p>
<p><strong>Hong Kong</strong> street vendors began offering sugar cane juice in Hong Kong in the 1970s. Its popularity led to bottled sugar cane beverages being sold in supermarkets like PARKnSHOP.</p>
<p style="text-align: justify;">In <strong>Zanzibar</strong> street vendors crush sugar cane with small amounts of fresh ginger.</p>
<p>Sugar cane juice, called nước mía, is very popular in <strong>Vietnam</strong> as a refreshing drink in the hot Vietnamese climate. It is available at most small street stalls, and is often sold alongside other popular Asian beverages. It was common for sugar cane juice to be sold in small plastic bags filled with ice, with the open end attached around a drinking straw by a rubber band. It is now more commonly sold in white foam cups.</p>
<p>In <strong>Brazil</strong>, sugar cane juice is called caldo de cana or garapa and is usually served with lemon.</p>
<p>In <strong>Egypt</strong>, sugar cane juice is called aseer asab (Egyptian Arabic: [ʕɑˈsˤiːr ˈʔɑsˤɑb] عصير قصب) and is by far the most popular drink served by almost all fruit juice vendors, who can be found abundantly in most cities. It is a very refreshing midday summer drink.</p>
<p>In <strong>Indonesia</strong> and in <strong>Malaysia</strong> also, sugar cane juice is called air tebu. In Bahasa Melayu, &#8220;tebu&#8221; is sugar cane and &#8220;air&#8221; is water. It is sold throughout the nation especially among street vendors. It is also bottled for local distribution in some regions and sold at food courts daily.</p>
<p>This is a popular drink in Northern states of <strong>India</strong>. It is called Roh in eastern Punjab. People usually like this drink in the summer months. Some other additives are added to the fresh juice like lemon,ginger, mint, and ice. People can find Roh along the roadsides in Punjab from mid March to the last of October. Most of the vendors do prepare fresh juice quickly on demand.</p>
<p>In <strong>Singapore</strong>, food courts also sell sugar cane juice but not on streets. Both countries use electronic pressers as it is easier and faster.</p>
<p>The <strong>Chinese</strong> community in three countries also prefers to call sugar cane juice &#8220;Gam Jia Zui&#8221; which means &#8220;Sugar Cane Water&#8221; in the Chinese dialect of Hokkien.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Noch ein paar Worte zur Hygiene und und zum verwendeten  Eis: Natürlich kenne ich die Warnung in südlichen tropischen Regionen Getränke mit Eis zu konsumieren.  „Montezumas Rache“ droht allerorten und diese Warnungen sind nicht von der Hand zu weisen. In jedem zweiten Reiseführer kann man somit lesen: „Cook it, boil it or forget it.“ Frische Salate, Carpaccio und Eis sind somit tabu. – Ich will dem nicht widersprechen. &#8211; Nur habe ich – ich bin kein besonders ängstlicher Typ – für mich entschieden, das zu essen und zu trinken, was auf dem Tisch kommt. Wenn ich einen guten Eindruck von der Küche und der Zubereitung habe, setze ich mich über derlei Merksatz-Bedenkenträgerei  hinweg und bin bisher gut damit gefahren. Zur ähnlich gelagerten Problematik bezüglich der Verwendung frischen Eiweißes, haben wir uns ja bereits <a href="http://trinklaune.de/2009/04/12/rohe-ostern-oder-%e2%80%9eyou-hard-boil-your-easter-eggs-%e2%80%93-we-separate-and-shake-ours%e2%80%9d/">hier</a> und <a href="http://trinklaune.de/2010/04/04/osterwein-und-osterei">hier</a> geäußert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Trinklaune auf Sansibar oder von Hintertüren, Waldverstecken und anderen Auswirkungen der Prohibition</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 22:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sansibar ist eine von der muslimischen Kultur geprägte Insel, was bedeutet, dass alkoholische Getränke verboten sind. Mein von Indern geführtes Hotel in Stone Town auf Sansibar (oder Zanzibar) wies mich per Aushang darauf hin:</p> <p>Das Hotel verfügt über keine Lizenz zum Alkoholausschank und der Konsum von alkoholischen Getränken auf dem Gelände ist verboten.</p> <p> Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/dschungelkonig2-800x600/" rel="attachment wp-att-15218"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Dschungelkönig2-800x600-300x290.jpg" alt="" title="[800x600]" width="350" height="335" class="aligncenter size-medium wp-image-15218" /></a></a>Sansibar ist eine von der muslimischen Kultur geprägte Insel, was bedeutet, dass alkoholische Getränke verboten sind.<br />
Mein von Indern geführtes Hotel in Stone Town auf Sansibar (oder Zanzibar) wies mich per Aushang darauf hin:</p>
<blockquote><p>Das Hotel verfügt über keine Lizenz zum Alkoholausschank und der Konsum von alkoholischen Getränken auf dem Gelände ist verboten.</p></blockquote>
<p><a rel="attachment wp-att-15221" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/dsc02245a-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15221" title="DSC02245a [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02245a-800x600-300x59.jpg" alt="" width="400" height="79" /></a><br />
Auch ein alter Reiseführer vermerkte:<br />
<a rel="attachment wp-att-15054" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/dsc02487a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15054" title="DSC02487a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/DSC02487a-300x93.jpg" alt="" width="400" height="124" /></a><br />
Damit ist zur Trinklaune auf Sansibar alles gesagt – scheint es. -<br />
Aber zum einen gab es hervorragende alkoholfreie Drinks auf die ich noch eingehen werde, zum anderen die berühmten Ausnahmen von der Regel.<br />
Wir alle kennen den Unterschied zwischen der Wahrheit und der veröffentlichten Wahrheit, zwischen Sein und Schein.<br />
In Afrika und speziell auch in islamisch geprägten Ländern wird aus diesem Spagat eine Methode. Nachdem Zanzibar von der UN Gelder für ein umfangreiches Anti-Malaria Programm bekommen hatte und ein Teil der Gelder für, sagen wir mal, andere gute Zwecke verwandt wurde, hatte die Regierung angesichts der fast unvermindert grassierenden Malaria ein Problem. Flugs wurden die Malariarate quasi per Federstrich auf unter 1% reduziert und Zanzibar für praktisch <a href="http://www.sansibar-hotels.de/wissenswertes/gesundheit-sicherheit">malariafrei</a> erklärt. &#8211; Eine fatale, bewusst gestreute Falschinformation wie mir Einheimische glaubhaft versicherten.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Heute bestimmt weder das Sein das Bewußtsein, noch das Bewußtsein das Sein, sondern der Schein bestimmt Sein und Bewußtsein. &#8211; Peter O. Piron</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_15291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-15291" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/klipdrift-gold-brandy-800x600/"><img class="size-medium wp-image-15291" title="Klipdrift Gold Brandy [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Klipdrift-Gold-Brandy-800x600-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Beliebt: Klipdrift Gold Brandy - Südafrika</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wie immer, wenn die Prohibition im Land regiert, findet Alkoholkonsum im Verborgenen statt, führt der Ausnahmezustand bezüglich des Spirituosengenusses zu Ausnahmemaßnahmen. Ist die Vordertür versperrt, so nimmt man die Hintertür. Was nicht öffentlich sein darf, findet in Verborgenen statt. Was im Hellen an den Tag kommen konnte, geschieht im Dunkeln.<br />
Während also das Hotel keine Lizenz zum Alkoholausschank hatte und auf der Barkarte somit nur „Mocktails“ zu finden waren, beobachtete ich, wie über den Lieferanteneingang kistenweise ein mir unbekannter Whisky angeliefert wurde. Ob er vielleicht für die gut betuchten indischen Gäste bestimmt war, die übers Wochenende angereist waren?</p>
<div id="attachment_15290" class="wp-caption aligncenter" style="width: 208px"><a rel="attachment wp-att-15290" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/img_0036a-2/"><img class="size-medium wp-image-15290" title="IMG_0036a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_0036a-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Beliebt: Regency Whisky - Tanzania Distilleries Limited</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich Stonetown etwas wehmütig verlassen habe, führte mich der Weg über die Insel zu einer „SpiceTour“, einen Ausflug in die Welt der vielfältigen Früchte und Gewürze, die auf dieser Insel im Indischen Ozean überreich angebaut wurde. Eine Tour von der ich nicht viel erwartete. Ich habe zwei pharmazeutische Ausbildungsgänge hinter mit, in der die Botanik, die Welt der Heilpflanzen und Gewürze eine große Rolle spielten. Stundenlang mussten wir Teemischungen näher bestimmen, Gewürze erschmecken, Pflanzen mikroskopieren.  Was sollte mir ein Gewürzführer schon groß erzählen? – Nun, Hochmut kommt vor dem Fall. Hier vor Ort, am Ursprungsort, im eigentlichen Anbaugebiet die aromatischen, frischen Früchte und Pflanzenteile zu erriechten und zu erschmecken, war ein großes Erlebnis. Der Reichtum der Düfte und Geschmackssensationen war überwältigend. &#8211; In Bezug auf die Papayafrucht  erfuhr ich, dass diese, nachdem sie eingemaischt  wird, von manchen Sansibaris „in den Wäldern“, im Verborgenen  zu hochprozentigen Alkohol destilliert wird. Dieser sei „stark“ und führe innerhalb von einer Stunde „zu ganz roten Augen“ …<br />
Ich fürchte die Unterscheidung bei  einer  Destillation zwischen Vorlauf,  „Herz“ und Nachlauf ist nicht nur in den Wäldern von Russland, sondern auf Sansibar nicht jedem bekannt. –</p>
<div id="attachment_15289" class="wp-caption aligncenter" style="width: 248px"><a href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/dsc02032a-800x600/" rel="attachment wp-att-15289"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/DSC02032a-800x600-238x300.jpg" alt="" title="DSC02032a [800x600]" width="238" height="300" class="size-medium wp-image-15289" /></a><p class="wp-caption-text">Beliebt: Viceroy - Old Liqueur Brandy - Van Ryn Distillery / SA</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im weiteren Verlauf der Reise erreichte ich mein Resort an der Küste. Hier am palmenbewehrten Strand machte ich lange Spaziergänge und schaute mir diverse Hotelkomplexe an. Zusammenfassend kann ich sagen, auch aufgrund meiner Beobachtung in der Hauptstadt Stone Town,  dass die strandnahe, touristenorientierte  Gastronomie und Hotelerie auch alkoholische Getränke bereithält &#8211; Ob lizensiert oder eben auch nicht… Touristen verlangen danach, man kann damit Umsatz machen, also gibt es sie.</p>
<div id="attachment_15288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 174px"><a rel="attachment wp-att-15288" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/afri-koko2-800x600/"><img class="size-medium wp-image-15288" title="Afri Koko2 [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Afri-Koko2-800x600-164x300.jpg" alt="" width="164" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Beliebt: Afri Koko - Ein Schokolade/Kokos Likör aus Sierra Leone</p></div>
<p style="text-align: justify;">Cocktails ordere ich nie in Urlauberbars. – Die Enttäuschung oder besser gesagt mein Unmut ist vorprogrammiert.  Das Spirituosensortiment ist langweilig standardisiert, die Mixkünste ausbaufähig, die Drinks unausgewogen. Und doch bot ein Barstock eine kleine Überraschung – der gute alte, oder besser gesagt höchst mittelprächtige, neue <a href="http://trinklaune.de/2010/09/27/sailor-jerry-in-trinklaune">Sailor Jerry</a> hatte auch auf Zanzibar Anker geworfen. Der Vertrieb hat ganze Arbeit geleistet. – Ahoi.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-15214" href="http://trinklaune.de/2011/10/05/trinklaune-auf-sansibar-oder-von-hinterturen-waldverstecken-und-anderen-auswirkungen-der-prohibition/sailor-jerry-auf-sansibar-800x600/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15214" title="Sailor Jerry auf Sansibar [800x600]" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/10/Sailor-Jerry-auf-Sansibar-800x600-225x300.jpg" alt="" width="200" height="267" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trinklaune in Tanzania: Coca-Colonisation oder die Monotonisierung unserer Welt</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 22:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p> <p style="text-align: justify;">Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahren, trotz aller einzelnen Beglückung: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in den äußeren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema. Die individuellen Gebräuche der Völker schleifen sich ab, die Trachten werden uniform, die Sitten internationaler. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-15026" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0087a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15026" title="IMG_0087a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0087a-300x259.jpg" alt="" width="450" height="389" /></a></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahren, trotz aller einzelnen Beglückung: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in den äußeren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema. Die individuellen Gebräuche der Völker schleifen sich ab, die Trachten werden uniform, die Sitten internationaler. Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr die Städte einander äußerlich ähnlich. Paris ist zu drei Vierteln amerikanisiert, Wien verbudapestet: immer mehr verdunstet das feine Aroma des Besonderen in den Kulturen, immer rascher blättern die Farben ab, und unter der zersprungenen Firnisschicht wird der stahlfarbene Kolben des mechanischen Betriebes, die moderne Weltmaschine, sichtbar.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Stefan Zweig in „<a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/die-monotonisierung-der-welt/36657">Die Monotonisierung der Welt“</a> &#8211; 1938!<br />
<a rel="attachment wp-att-14853" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/coca2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14853" title="Coca2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/Coca2-300x179.jpg" alt="" width="400" height="239" /></a><br />
&#8220;Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahren, trotz aller einzelnen Beglückung: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt.&#8221; An diesen Satz und obigen Aufsatz von Stefan Zweig musste ich während meiner Reise durch Tansania denken, denn nirgends sonst habe ich so eindringlich wahrgenommen, wie stark „The western way of life“ , und Coca Cola verkauft sich über dieses Image, in jeden Winkel der Welt vordringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun eigne ich mich überhaupt nicht als Kapitalismuskritiker oder als Kassandra-Rufer wider die Globalisierung und verachte diese abgegriffene, standardisierte Empörungs- und Betroffenheitsrhetorik einiger Weltverbesserer und Gutmenschen, die sich abwechselnd  gegen den Papst, das Rauchen, den Konsum von Alkohol, die Glühbirne, die Macdomination oder die Reissackproduktion in China richtet.</p>
<p>Auch Zweig ergänzt unter der Überschrift:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Gegenwehr</p>
<p>&#8220;Was nun tun? Das Kapitol stürmen, die Menschen anrufen: „Auf die Schanzen, die Barbaren sind da, sie zerstören unsere Welt!“ Noch ein­mal die Cäsarenworte ausschreien, nun aber in einem ernsteren Sinne: „Völker Europas, wahrt eure heiligsten Güter!“ Nein, wir sind nicht mehr so blindgläubig, um zu glauben, man könne noch mit Vereinen, mit Büchern und Prokla­mationen gegen eine Welt­bewegung ungeheuerlicher Art aufkommen und diesen Trieb zur Monotonisierung nieder­schlagen. Was immer man auch schriebe, es bliebe ein Blatt Papier, gegen einen Orkan geworfen.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-14851" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0109a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14851" title="IMG_0109a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0109a-300x164.jpg" alt="" width="450" height="246" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Präsenz von Coca Cola (und Pepsi) in Tanzania war aber derart übermächtig, dass ich ein paar Zeilen dazu schreiben muss, um der Überschrift: „Trinklaune in Tanzania“ gerecht  zu werden: Coca Cola beherrscht auch den tanzanischen <a href="http://trinklaune.de/2010/06/13/trinklaune-im-gummibarchen-land-oder-trinklaune-vs-red-bull/">Softdrink</a>markt. Ich weiß von mindestens drei Coke-Produktionswerken: eins in Mbeya  im Süden Tanzanias und eins im Osten in der Handelsmetropole Dar es Salaam. Dort verwendet das Unternehmen Wasser aus der Region des höchsten Berges Afrikas, des Kilimanscharo, um damit ihre Sodas herzustellen.  Dieses Wasser gilt als das Beste, Reinste Tansanias und wird auch unter dem werbeträchtigen Namen „Kilimanjaro“ als Mineralwasser angeboten. Eine dritte Produktionsanlage steht auf Sanzibar in der dortigen Hauptstadt Stonetown in der unter anderem  das lokale Gingerbeer „Stoneytangawizi“ produziert wird, auf das ich später noch eingehen möchte.<br />
<a rel="attachment wp-att-14844" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/coca1/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14844" title="Coca1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/Coca1-222x300.jpg" alt="" width="257" height="338" /></a><br />
Tanzania ist ein sehr armes Land. Coca Cola muss vor Ort produzieren, um das Preisgefüge einhalten zu können. Rohstoffe sind spottbillig, die Arbeitslöhne nach wie vor ganz unten. Ein Arbeiter,  der umgerechnet  25-50,-  Euro im Monat bekommt, ist nicht selten. Das wirkt sich auch auf die Kaufkraft aus.  &#8211; So ist es für den Coca Cola Konzern leicht  Werbeflächen an den großen Verkehrsadern zu kaufen. Da die Bewohner auf jeden Tanzanischen Shilling angewiesen sind, verkaufen sie gerne ihre Hauswände an zahlungskräftige Firmen. Und wie überall auf der Welt dominieren hier Telecom-Unternehmen und Softdrink Hersteller wie Coke oder Pepsi. Während einer halbstündigen Fahrt entlang einer Hauptstraße, die durch viele dichtbebaute Orte führte, sah ich hunderte Hauswände mit dem Coca Cola oder &#8211; wie hier &#8211; Pepsi Logo.<br />
<a rel="attachment wp-att-14854" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0097a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14854" title="IMG_0097a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0097a-300x140.jpg" alt="" width="360" height="168" /></a><br />
<a rel="attachment wp-att-14845" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0085a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14845" title="IMG_0085a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0085a-300x253.jpg" alt="" width="320&quot;" height="270" /></a><br />
<a rel="attachment wp-att-14846" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/pepsi-1/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14846" title="Pepsi 1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/Pepsi-1-300x196.jpg" alt="" width="320" height="209" /></a><br />
<a rel="attachment wp-att-14856" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0096a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14856" title="IMG_0096a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0096a-300x139.jpg" alt="" width="320" height="148" /></a><br />
Zudem ist die Firma rege in der Installation von Mikro-Verkaufstellen, um wirklich den ganzen Markt und damit jeden Winkel Tanzanias zu durchdringen. Die einen nennen es Coca-Colonisation, andere nennen es &#8230;&#8230;&#8230;. clever.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/NvNTyFeBMns?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie auch Immer: Trinklaune in Tanzania bedeutet auch die vielfältigen Produkte der Coca Cola Company wahrzunehmen: neben den bekannten Marken Cola, Sprite und Fanta auch die unbekannteren, interessanteren wie zum Beispiel das Krest Tonic Water oder das schöne Gingerbeer Stoneytangawizi.</p>
<p><div id="attachment_14976" class="wp-caption aligncenter" style="width: 314px"><a href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/cola-ohrringe/" rel="attachment wp-att-14976"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/Cola-Ohrringe-225x300.jpg" alt="" title="Cola Ohrringe" width="304" height="405" class="size-medium wp-image-14976" /></a><p class="wp-caption-text">Kreative Resteverwertung: Ohrringe aus Flaschenverschlüssen</p></div><br />
Während die Coca Cola Umsätze in Nordamerika weitgehend stagnieren sind immer noch große Zuwachsraten in Asien und Afrika  zu erwarten,. Die Wettbewerbslage ist etwas entspannter und der zu erschließende Markt nach wie vor riesig. &#8211; Goldgräberstimmung! Deshalb steckt Coca Cola seine enormen Gewinne zu einem beträchtlichen Teil  in Werbung und den Imageaufbau vor Ort. Wie überall auf der Welt  verkauft die Marke nicht das Getränk selbst , sondern einen damit verbundenen Lebensstil. „Sell the sizzle , not the steak“. – „Verkauf das Brutzeln, nicht das Steak“, sagt eine alte Vertriebsweisheit. &#8211; Coca Cola, diese Weltmarke, diese größte Marke der Welt verkauft bei uns wie in Afrika ein &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Lebensgefühl:<a rel="attachment wp-att-14852" href="http://trinklaune.de/2011/09/26/trinklaune-in-tanzania-coca-colonisation-oder-die-monotonisierung-unserer-welt/img_0100a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14852" title="IMG_0100a" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0100a-300x171.jpg" alt="" width="360" height="205" /></a><br />
Wherever there&#8217;s a pool there&#8217;s always a flirt<br />
whenever there&#8217;s a school, there&#8217;ll always be homework<br />
wherever there&#8217;s a beat, there&#8217;s always a drum<br />
whenever there&#8217;s fun there&#8217;s always coca-cola&#8230; yeah.<br />
The stars will always shine, the birds will always sing<br />
As long as there is thirst, there&#8217;s always the real thing<br />
Coca-cola classic is always the one<br />
Whenever there is fun, there&#8217;s always coca-cola<br />
always coca-cola (ooh, ooh, oooh)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Trinklaune in Tanzania oder African Bar: Konyagi Gin</title>
		<link>http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 22:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"> Nachdem ich letztes Jahr Kenia bereist hatte, führte mich mein diesjähriger Trip ins Nachbarland Tanzania. Und während ich dieses schöne Land für mich zu entdecken suchte, gönnte ich mir immer wieder einen Seitenblick auf die Trinklaune in Tanzania und auf die vielfältigen flüssigen Angebote, die mir auf der fast vierwöchigen Reise begegneten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-14881" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/african-bar2-2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14881" title="African Bar2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/African-Bar21-300x215.jpg" alt="" width="500" height="358" /></a><br />
Nachdem ich letztes Jahr Kenia bereist hatte, führte mich mein diesjähriger Trip  ins Nachbarland Tanzania. Und während ich dieses schöne Land für mich zu entdecken suchte, gönnte ich mir immer wieder einen Seitenblick auf die Trinklaune in Tanzania und auf die vielfältigen flüssigen Angebote, die mir auf der fast vierwöchigen Reise begegneten, sodass wir nun eine neue Serie starten, die die Trinklaune in diesem Teil Ostafrikas in den Blick nimmt.<br />
<a rel="attachment wp-att-14866" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/img_0607a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14866" title="Tanzania" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0607a-300x225.jpg" alt="" width="360" height="270" /></a><br />
Zum Thema Trinklaune ist zu bemerken, dass Tanzania , obwohl vielfältig reich gesegnet – ich werde das noch aufzeigen – ein recht armes Land ist. Die übergroße Mehrheit hat  andere Sorgen,  als sich mit Genussmitteln zu beschäftigen. Und Trinklaune ist vielleicht das falsche Wort in einen Land in dem Wasser sehr kostbar ist und das Wort Durst die allgemeine Befindlichkeit wohl besser ausdrückt.</p>
<p><strong>Allerweltsbars</strong><br />
Nichts desto weniger gibt es vielfältige gastronomische Angebote in den großen Städten und insbesondere im Umfeld der grossen touristischen  Attraktionen: dem Kilimanscharo,  den vielen Nationalparks (Serengeti, Ngorogoro Krater, Lake Manyara usw.usf.), den Stränden am Indischen Ozean  wie zum Beispiel auf Sansibar. Die Klassische Bar an diesen Orten unterscheidet sich nicht von Angeboten in anderen touristischen Gefilden auf der Welt, weder was die Drinks des  Barmenues, noch was den Barstock betrifft. Doch es gibt Ausnahmen.</p>
<p><div id="attachment_14867" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a rel="attachment wp-att-14867" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/african-bar-vergittert/"><img class="size-medium wp-image-14867" title="African Bar - Vergittert" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/African-Bar-Vergittert-300x225.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">African Bar - Vergittert</p></div><br />
<strong>Gin in Sachets &#8211; Ready to drink</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die weitverbreiteteste Spirituose Tanzanias ist Konyagi Gin, der von „Tanzania Destilleries Limited“ in der großen Hafenstadt  Dar es Salaam produziert wird. Ein fast omnipräsenter Gin , den es in verschiedenen Abpackungen gibt. Unteren anderem in einem 100ml Plastiksäckchen, einem Sachet, an vielen Kiosken zu finden, relativ günstig,  schnell auszusaugen oder runterzukippen.  Ein Umsatzbringer, der zu nicht unerheblichen Alkoholismusproblemen in Tanzania  führte..<br />
<a rel="attachment wp-att-14850" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/img_0189a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14850" title="IMG_0189A" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0189A-300x254.jpg" alt="" width="400" height="339" /></a><br />
<strong>Kreatives Marketing</strong></p>
<p>Um Konyagi  gibt es  eine interessante Vermarktungsstrategie:</p>
<p style="text-align: justify;">
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Konyagi is the drink of the Tanzanian People. It embodies the care-free, fun loving nature of all Tanzanians and is truly The Spirit of the Nation.<br />
It’s not a vodka , It’s not a gin , It’s Konyagi.<br />
Konyagi is smooth at strength of 35 percent. Konyagi can be enjoyed straight with a twist of lime or on the rocks. Konyagi is among the few leading alcohol brands that is unique that can be mixed in many ways.- Konyagi is made from Sugarcane (Molasses) which is also used in producing rum. …</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ein Rum-Vodka-Gin Hybrid sozusagen, dessen Name eher auf Cognac hindeutet…<br />
Sehr kreativ! &#8211;  So  liebe Spirituosenpromoter verkauft man in Afrika Alkohol.<br />
<a rel="attachment wp-att-14924" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/konyagi-gin-vodka/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14924" title="Konyagi Gin Vodka" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/Konyagi-Gin-Vodka-300x208.jpg" alt="" width="400" height="277" /></a><br />
<a rel="attachment wp-att-14904" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/img_0420a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14904" title="Konyagi" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0420a-249x300.jpg" alt="" width="374" height="450" /></a></p>
<p><strong>Compound Gin</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Flasche nun labelt Konyagi als Gin und so schmeckt er auch am ehesten. Dieser Schnaps hat eine deutlich wahrnehmbare alkoholische Schärfe obwohl er nur 35prozentig ist. Neben der zu erwartenden Wacholdernote erspüre ich auch Zitrus sowie Kardamon und Ingwer.  Insgesamt ist diese Schnaps  in der Tat  einzigartig, kantig, voller Ecken. Das Gegenteil einer smoothen, harmonischen Spirituose, aber gerade das macht ihn interessant. Pur eher weniger genießbar , entfaltet Konyagi im Zusammenspiel mit Tonic Water sein ganzes Potential und bietet ein besonders Geschmackserlebnis. Wie Konyagi stelle ich mir einen Bathtubgin vor.  Dieser rauhe, derbe Geselle ist so herrlich unausgewogen. Ich vermute Konyagi ist ein sogenannter Compound Gin: Neutral Alkohol pflanzlichen Ursprungs mit zugesetzten Aromen (ohne zweite Destillation). Wahrlich kein Premiumprodukt, aber der Konyagi &#038; Tonic rockt.<br />
<a rel="attachment wp-att-14905" href="http://trinklaune.de/2011/09/15/trinklaune-in-tanzania-oder-african-bar-konyagi-gin/img_0418a/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14905" title="Konyagi2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0418a-225x300.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Flüssige Gastrosophie oder Geist, Geschmack und Genuss</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 22:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[ <p style="text-align: justify;">Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken ein Bedürfnis der Seele. Essen ist ein gewöhnliches Handwerk, Trinken eine Kunst.</p> <p>Claude Tillier, französischer Schriftsteller in &#8220;Mein Onkel Benjamin&#8221; von 1846</p> <p style="text-align: justify;">Was meinen wir mit Gastrosophie? Es gibt so viele Ansätze… Manche Gastrosophen bedenken die ökologische Seite unseres Essen und Trinkens, andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken ein Bedürfnis der Seele. Essen ist ein gewöhnliches Handwerk, Trinken eine Kunst.</p>
</blockquote>
<p>Claude Tillier, französischer Schriftsteller in &#8220;Mein Onkel Benjamin&#8221; von 1846</p>
<p style="text-align: justify;">Was meinen wir mit Gastrosophie? Es gibt so viele Ansätze…                               Manche Gastrosophen bedenken die ökologische Seite unseres Essen und Trinkens, andere haben die Verteilung der Nahrungsmittel oder eine gerechte Wertschöpfung bei der Genussmittelproduktion im Fokus, wieder andere sehen das Essen und Trinken unter dem Blickwinkel der Zuträglichkeit zur Gesundheit. So wichtig diese Ansätze auch sind &#8211; wir erwähnen sie der Vollständigkeit halber und um uns von ihnen abzugrenzen -, so sind sie doch recht limitiert, problemorientiert und kopflastig.<br />
So etwas Schönes wie das Essen und Trinken wollen wir nicht beschweren, sondern die Dimension der Leichtigkeit des Genusses hinzufügen. &#8211; Genuss ist eine Ausschweifung&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_14070" class="wp-caption aligncenter" style="width: 286px"><a rel="attachment wp-att-14070" href="http://trinklaune.de/2011/06/15/fluessige-gastrosophie-oder-geist-geschmack-und-genuss/ein-prosit/"><img class="size-medium wp-image-14070" title="Ein Prosit" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/06/Ein-Prosit-191x300.jpg" alt="" width="276" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Das gute Leben</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicht spalten &#8211; versöhnen und potenzieren</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Gastrosophie trennt die Kulinarik nicht. Nicht in Essen und Trinken, nicht in gesund und ungesund, nicht in politisch korrekt und unkorrekt, nicht in Kohlehydrate, Fette und Eiweisse, nicht in preiswert und teuer.<br />
Wir spalten nicht, wir führen zusammen und wollen potenzieren: Unser Ansatz ist die Lust am Trinken und Essen. Die Freude die dies uns und anderen macht. Die Freude, die die Zubereitung, die Präsentation, die Verkostung,  der Genuss und die Reflektion darüber macht. Die Gaumenfreude des Essens und Trinkens und die Lebensfreude, die sie bewirkt. Die Freude ein guter Gastgeber und ein guter Gast zu sein. Die Summe dieser Freuden zu mehren (und ihre Rahmenbedingungen und Grenzen zu bedenken und zu benennen) ist Ziel unserer „Gastrosophie“.</p>
<p style="text-align: justify;">__________________________________________________________________________</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Keine ästhetisch-hedonistische Verengung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine solche Gastrosophie ist mehr als „Weisheit“. Sie ist ein Lebensgefühl, sie ist Lebensart und ein wichtiger Zugang zur Welt. – Doch nicht der wichtigste:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Sicherlich macht die Welt des Essens nicht das ganze Leben der Menschen aus. Freilich, im landläufigen Sinne verkörpert &#8211; oft wohlbeleibt &#8211; die Figur des ›Gourmets‹ oder ›Feinschmeckers‹ die irreführende Auffassung, dass das kulinarische Vergnügen das ganze Leben sei. Doch von dieser ›ästhetisch-hedonistischen‹ Verabsolutierung des Kulinarischen setzt sich das gastrosophische Denken gerade ab, indem es die Tatsache (und die gleichzeitige Grenze ihres Gegenstandsbereiches) respektiert, dass die kulinarische Praxis nur ein Teilbereich der alltäglichen Lebenspraxis ist und die ›Welt des Essens‹ zwar einen umfangreichen, aber doch nur einen Weltbezug neben anderen Weltbezügen der menschlichen Existenz bildet. Indes gibt es wenig vergleichbare Angelegenheiten, die ähnlich umfassend wie das Nahrungsgeschehen lokal und global in unzählige Bereiche des gesellschaftlichen Lebens  &#8211; wie in die Ökonomie, die Landwirtschaft, die Politik, den Transport, die Kultur, das Gesundheitswesen, den Tourismus, die Künste, das Alltagsleben und die individuelle Identität &#8230; hineinspielen und diese wesentlich prägen. Zu Recht sprach der französische Anthropologe Marcel Mauss vom Essen als einem »sozialen Totalphänomen«.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Harald Lemke Autor, Gastrosoph.</p>
<p style="text-align: justify;">Das so oft vergessene Trinken von Genussmitteln darf man getrost dazu rechnen. Gibt es mittlerweile die verschiedensten gastrosophischen Ansätze, die sich mit dem Essen beschäftigen, liegt unser Schwerpunkt naturgemäß auf dem, was wir „flüssige Gastrosophie“ nennen. &#8211; Die Gastrosophie des Trinkens.<br />
__________________________________________________________________________</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;All the Gs that flavour the life.&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Gastrosophie? Ist das eine Krankheit ?&#8221;, fragte einmal ein Gast.<br />
Als wir begannen als Trinklaune Team diesen Blog zu konzipieren, hatten wir die Rubrik Gastrosophie bereits diskutiert, aber wieder verworfen, da sie uns ein wenig zu kompliziert und ambitioniert erschien.<br />
Denken. Schmecken. Genießen. lautet unser Untertitel. oder mit anderen Worten: es geht uns um die Verbindung der 3 großen Gs: Geist, Geschmack und Genuss.  -<br />
Innerhalb dieses Dreiecks bewegen sich unsere Beiträge. Diese Trias bildet auch den Rahmen unserer Gastrosophie.<br />
__________________________________________________________________________</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gastrosophie &#8211; Trinklaune Style</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was wir unter unter Gastrosophie verstehen, sieht man vielleicht am besten an unseren bisherigen Beiträgen mit gastrosophischem Schwerpunkt, die man jetzt auch in der neuen Rubrik Gastrosophie (rechts in der Sidebar) findet:</p>
<p style="text-align: justify;">Im Beitrag <a href="http://trinklaune.de/2009/07/27/genuss-zelebrieren-warum-champagner-teil-ii">Genuss zelebrieren</a> widmet sich Torben der Seele des Genusses:<br />
der Hingabe.  Erst die Hingabe sowie die Sorgfalt und die Liebe zum Detail führen zu vollendetem Genuss.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der <a href="http://trinklaune.de/2009/10/26/trinklaune-im-avenger-land-iii-steedophilia-oder-ein-gentleman-ist-kein-snob/">Unterscheidung der Lebensweisen des Gentleman und des Snobs</a> zeigen wir, dass der Respekt vor Menschen und Dingen auch Auswirkungen auf die Trinkkultur hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Und in <a href="http://trinklaune.de/2010/01/15/das-fest-oder-apollon-und-dionysos">Apollo und Dionysos</a> bedenken wir Freuden und Grenzen der Trinklaune.<br />
__________________________________________________________________________</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen war&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Trinken, das Essen, der Genuss ist eine besonders <em>intensive</em> Beziehung zur Welt.<br />
Der Autor Gero von Randow schreibt:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>&#8220;In den kostbarsten Genussmomenten seufzen, stöhnen oder schreien wir, oder wir lächeln selig in uns hinein&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Genuss will nicht nur ausschweifend, er will auch abschweifend sein: Genuss weckt die Lebensgeister, ruft die Fantasie wach, holt die Erinnerung zurück&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das weiss auch das beliebte Trinkwort, das man sich vor dem Trinkgenuss zuspricht: Prost! Prosit!  &#8211; Es möge zuträglich sein. Das meint &#8211; in unserer Gastrosophie &#8211;  aber eben nicht die &#8220;Verzweckung&#8221; des Trinkens z.B. im Sinne eines gesundheitlichen Nutzens, sondern ist einfach Ausdruck der Lebensfreude. Ein Glas Champagner ist nicht nur ein kohlensäurehaltiges Produkt einer Vinifikation, nicht ein Genussmittel mit 12% Alkohol, sondern vorallem ein sprudelnder Quell unbeschwerter Lebensfreude. Es &#8220;weckt die Lebensgeister, ruft die Fantasie wach, holt die Erinnerung zurück&#8230;&#8221;<br />
Nicht das Trinken ist das Ziel und auch der Genuss nur ein Zwischenziel.<br />
Letztlich geht es aber um das, was dadurch angeregt, inspiriert und transportiert wird. -</p>
<p>Das ist Lebenskunst, das ist Lebensart. Unsere Gastrosophie liefert dazu die Hintergrundsmelodie.</p>
<p style="text-align: justify;">____________________________________________________________________</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr zu dem Thema demnächst unter den Überschriften:<br />
&#8220;Flüssige Gastrosophie oder der Unterschied von Spaß und Freude&#8221;<br />
und &#8220;Flüssige Gastrosophie oder der Unterschied von Effektivität und Effizienz&#8221;</p>
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		<title>Gastrosophie oder Vom Spiel der zwei Zungen</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 22:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alchemyst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"> <p>&#8220;Ich höre auf diesen Bauch seit meinem 14ten Lebensjahr und so langsam glaube ich das mein Bauch nur Scheiße im Kopf hat.&#8221;</p> <p>räsoniert der Neurotiker Rob im englischen Spielfilm „High Fidelity“. „Entscheidungen aus dem Bauch vermeiden den Umweg über das Gehirn“ meint der deutsche Dichter Hermann Lahm. – Ein Sinti Sprichwort ergänzt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<blockquote><p>&#8220;Ich höre auf diesen Bauch seit meinem 14ten Lebensjahr und so langsam glaube ich das mein Bauch nur Scheiße im Kopf hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>räsoniert der Neurotiker Rob im englischen Spielfilm „High Fidelity“.<br />
„Entscheidungen aus dem Bauch vermeiden den Umweg über das Gehirn“ meint der deutsche Dichter Hermann Lahm. –<br />
Ein Sinti Sprichwort ergänzt: „Wenn der Bauch des Amtes waltet, ist die Vernunft ganz ausgeschaltet.“ und auch das bekannte Wort: „Ein voller Bauch studiert nicht gern.“ konstruiert einen Gegensatz zwischen Bauch und Verstand.</p>
<p>Hier scheinen zwei Welten aufeinander zu prallen: Auf der einen Seite das „Bauchgefühl“ und das Essen, Trinken und Genießen.  Auf der anderen Seite „Kopfgeburten“, der Verstand, die denkerische Zuwendung zur Welt.<br />
Doch ist es gerade unser Anliegen als Trinklaune-Team beide Seiten zu versöhnen und deutlich zu machen, dass Denken, Schmecken und Genießen keine Widersprüche sind, sondern im Gegenteil zusammen gehören und in einem Wort zusammengefasst werden können: Gastrosophie.</p>
<div id="attachment_14008" class="wp-caption aligncenter" style="width: 345px"><a rel="attachment wp-att-14008" href="http://trinklaune.de/2011/06/11/gastrosophie-oder-vom-spiel-der-zwei-zungen/der-gastrosoph/"><img class="size-medium wp-image-14008" title="Jürgen Back - Der Gastrosoph" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2011/06/Der-Gastrosoph-239x300.jpg" alt="" width="335" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Gastrosoph - Ein Foto von einem Gast aufgenommen 2010 während des BCB in der Bar &quot;Becketts Kopf&quot;, Berlin</p></div>
<p style="text-align: justify;">Was bedeutet Gastrosophie? Der Begriff setzt sich aus zwei altgriechischen Wörtern zusammen: sophos (die Weisheit) und gaster (der Bauch, der Magen) und bedeutet soviel wie „Die Weisheit des Essen und Trinkens“.<br />
__________________________________________________________________________</p>
<p><strong>Gastrosophen:</strong><br />
Der Begriff ist eng mit einigen Persönlichkeiten verbunden:<br />
<strong>Baron Eugen von Vaerst</strong>, geboren 1792 schuf in 10jähriger Arbeit seine 600-seitige Grundlagenschrift mit dem Titel &#8220;Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel“, in der er drei Arten von Feinschmeckern unterscheidet: den Gourmand, den Gourmet und den Gastrosophen. Er schrieb 1851:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>&#8220;Der Gourmand ist begierig auf Alles, was gut schmeckt, ohne Rücksicht auf die Gesundheit, das Maß und die Gesetze der Grazien. [...] der Gourmet ist blos lüstern, doch nur nach alle dem, was Zunge und Auge anlockt. Aber der Gastrosoph wählt aus dem Guten das Beste, in schönster Form, mit gewissenhafter Rücksicht auf Gesundheit und Schicklichkeit.“</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gut 150 Jahre später ist es der 81jährige <strong>Cédric Dumont</strong>, der im Jahre 1997 in seinem „Kulinarischen Lexikon“ eine modifizierte Definition abliefert:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Ein Gastrosoph ist &#8230; einer, der Speisen und Getränke mit Sorgfalt auszuwählen, Tafelfreuden weise zu genießen und klug über sie zu debattieren weiß.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine gute Definition.<br />
Es ist die Verbindung der beiden Zungen: der schmeckenden, wie der sprechenden.<br />
Denken. Schmecken. Genießen. &#8211; Und darüber schreiben.</p>
<p>__________________________________________________________________<br />
<strong><br />
Gastrosophie nach Trinklaune Art:</strong><br />
Vom Allgemeinen zum Speziellen&#8230; Wir setzen unsere kleine Reihe fort unter der Überschrift:   &#8220;Flüssige Gastrosophie &#8211; Geist, Geschmack und Genuss oder mit einem Wort: Prosit!&#8221;</p>
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