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	<title>Trinklaune &#187; Oliver Steffens</title>
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	<description>Denken - Schmecken - Genießen</description>
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		<title>Deoch an Doruis: Knockando</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 17:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Brennerei Knockando wurde 1898 von John Tyler Thoms [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10612" href="http://trinklaune.de/2010/09/01/deoch-an-doruis-knockando/cimg3003/"><img class="alignleft size-medium wp-image-10612" title="CIMG3003" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/09/CIMG3003-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Die Brennerei Knockando wurde 1898 von John Tyler Thomson, einem Spirituosenhändler aus Elgin, in der Gemeinde Cnoc-an-Dubh an den Ufern des Flusses Spey gegründet. Die Produktion begann im Jahr 1899, unglücklicherweise dem Jahr, in dem die schottische Whiskyindustrie in Folge des Pattinson-Crashs kollabierte. Knockando musste bereits im folgenden Jahr geschlossen werden und wurde vier Jahre später, 1904, an W &amp; A Gilbey Ltd., dem Londoner Wein- und Spirituosenhändler und Gin-Produzenten, verkauft und die Produktion wurde noch im gleichen Jahr wieder aufgenommen. Als die Gilbey Ltd. 1962 mit den United Wine Traders fusionierte, bildete sich ein neuer Konzern mit dem Namen International Distillers and Vinteners (IDV). Die United Wine Traders brachten die renommierte Whiskyfirma Justerini &amp; Brooks mit in diese Ehe, die fortan die Leitung der Brennerei Knockando übernahm und der Whisky von Knockando wurde einer der Hauptbestandteile des bekanten J&amp;B Blended Whisky.</p>
<p style="text-align: justify;">IDV wurden 1972 von Watney Mann übernommen, die ihrerseits von Grand Metropolitan gekauft wurden. Durch die Fusion von IDV/Grand Metropolitan mit Guinness entstanden 1997 die United Distillers und Vinteners, aus denen Diageo hervorging.</p>
<p style="text-align: justify;">IDV füllten bereits seit 1977/1978 einen Knockando Single Malt ab. Ganz die Weinhändler, die sie waren, machten sie für diese Abfüllung keine Alterangabe sondern gaben das Jahr der Destillation an, wenn auch mit dem Hinweis, dass dieser Single Malt &#8216;gewöhnlich etwa 12 Jahre gereift&#8217; sei. Aus dieser Gewohnheit hat sich bis heute die Angabe des Jahrgangs erhalten, doch seit 2002 wird auch deutlich angegeben, dass der Whisky 12 Jahre gelagert wurde.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Knockando Single Malt Whisky 12yo, Jahrgang 1996, 43% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">deutliche Honignoten, getrocknete Aprikosen</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">pfeffig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Malz, etwas Toffee</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Ein netter Whisky, mir ist seine Aromatik aber doch etwas zu eindimensional. Da gibt es zu diesem Preis besseres.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Inchgower</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/08/25/deoch-an-doruis-inchgower/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 16:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Offiziell wurde Inchgower 1871 gegründet - doch eigent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Offiziell wurde Inchgower 1871 gegründet &#8211; doch eigentlich beginnt die Geschichte der Brennerei schon im Jahr 1825. Zu dieser Zeit gründete John Wilson die Destillerie Tochineal, etwa eine Meile südlich vom Örtchen Cullen. 1871 gab sein Neffe Alexander diesen Standort auf und verlegte die Brennerei in die Nähe des sechs Meilen westlich gelegenen Ortes Buckie und benannte sie in Inchgower um. Es werden einige Gründe für diese Verlegung genannt. <a href="http://trinklaune.de/2010/08/25/deoch-an-doruis-inchgower/cimg2787/" rel="attachment wp-att-10281"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/08/CIMG2787-225x300.jpg" alt="" title="Inchgower" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-10281" /></a>Eine Quelle sagt, der Betrieb drohte aus allen Nähten zu platzen, andere sprechen von Problemen mit der Wasserversorgung. Wieder andere geben an, der Eigentümer des Grundstückes, dass Wilson gepachtet hatte, hätte die Pacht verdoppelt &#8211; auch ein guter Grund, einen neuen Standort zu suchen. Doch was Alexander Wilson nun tatsächlich bewog, den Standort der Brennerei zu verlegen, lässt sich mit Gewissheit nicht mehr sagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel Glück hatte die Brennerei aber auch am neuen Standort nicht. Die Brennerei ging bankrott und wurde 1936 an die Gemeinde  Buckie verkauft. Zwei Jahre später wurde Inchgower von Arthur Bell &amp; Sons Ltd., dem Produzenten des Bell&#8217;s Blended Scotch Whisky, übernommen. Guinness übernimmt 1985 Arthur Bell &amp; Sons und 1987 entstehen durch die Verschmelzung von Arthur Bell &amp; Sons mit der Distillers Company Ltd. (DCL) die United Distillers (UD). Somit gehört Inchgower heute zu Diageo, eine Tatsache, der wir die Flora &amp; Fauna-Abfüllung von 1991 verdanken:</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Inchgower “Flora &amp; Fauna” Single Malt Whisky 14yo, 43% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Weissweinfarben</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Orangenblüten, etwas Sultaninen, Akazienhonig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Anfänglich recht pfeffrig und würzig. Anschliessend malzig und fruchtig, Noten von grünem Apfel</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Langanhaltend, fruchtig und viel Honig.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ein komplexer, vielschichtiger Whisky, der das Format hat, auch dem fortgeschrittenen Whiskyfreund viel Freude zu bereiten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gin-Review: Darnley&#8217;s View versus Beefeater Summer Edition Gin</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/08/23/gin-review-darnleys-view-vs-beefeater-summer-editio/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 02:19:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen haben zwei neue Gins den Weg in m [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10380" href="http://trinklaune.de/2010/08/23/gin-review-darnleys-view-vs-beefeater-summer-editio/cimg2956/"><img class="alignleft size-medium wp-image-10380" title="Darnleys View" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/08/CIMG2956-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>In den letzten Wochen haben zwei neue Gins den Weg in mein Spirituosenregal gefunden, die beide einen schönen, leichten Sommergin abgeben &#8211; auch wenn der eine es gar nicht so sehr darauf anlegt. Dies ist zum einen der Beefeater Sommer Edition Gin, der sich vom herkömmlichen Beefeater Gin darin unterscheidet, dass zusätzlich zu den neun Zutaten des Standard-Beefeater drei weitere verwendet werden: Holunderblüte, schwarze Johannisbeeren und Hibiskus.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Darnley&#8217;s View kommt mit halb so vielen Zutaten aus: Neben dem obligatorischen Wacholder sind das Angelikawurzel, Koriandersamen, Zitronenschale, wie auch beim Beefeater Summer Edition Gin Holunderblüte und die Wurzel der Veilcheniris, eine Schwertlilienart. Aus diesen Wurzeln wird das sogenannte Irisöl gewonnen, das zu den kostbarsten Naturprodukten gehört. Es wird ansonsten nur in allerkleinsten Dosierungen z. B. für hochwertige Parfüms oder zur Aromatisierung von Lebensmitteln, wie Likören, Süß- und Backwaren verwendet.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Darnley&#8217;s View Gin, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">intensiv Zitrone, Wacholder</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Weich, mild, cremige Textur. Sehr balanciert. Deutlich Wacholder, die Koriandersamen geben eine sanfte Gewürznote und die Holunderblüte gibt der Zitrusnote den besonderen Kick</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Beefeater Summer Edition Gin, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">typische London Dry Note, Wacholder-Noten, die Holunderblüte und die schwarzen Johannisbeeren kann man allenfalls erahnen</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Sehr Weich, ganz besonders mild, cremige Textur. Milde Wachholdernoten, süsslich, etwas Fruchtigkeit von der schwarzen Johannisbeere, die Holunderblüte und Hibiscus gehen aber unter</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10379" href="http://trinklaune.de/2010/08/23/gin-review-darnleys-view-vs-beefeater-summer-editio/cimg2962/"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="Beefater Summer Editon Gin" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/08/CIMG2962-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Nun stellen sich Darnley&#8217;s View und Beefeater Summer Edition Gin dem direkten Vergleich im Cocktail. Der Drink der Wahl heute abend ist der Negroni. Da die beiden Gins mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommen, habe ich mich gegen Carpanos Antica Formula entschieden und Noilly Prat rouge als Vermouth gewählt. Im Negroni gewinnt der Darnely&#8217;s View. Dieser kommt feiner, filigraner daher. Der Beefeater Summer Edition Gin macht einen etwas herbern, gröberen Negroni. Man muss aber festhalten, dass die ein Kopf-an-Kopf-Rennen war. Beide Gins geben einen lecker-leichten Sommer-Negroni. Die bessere Figur macht für mich aber der Darnley&#8217;s View.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Der Beefeater Summer Edition Gin ist sehr leicht &#8211; eben ein Gin für heisse Sommertage und im Gin &amp; Tonic durchaus süffig. Doch gegen den Darnley&#8217;s View wirkt er eher blaß. Dieser hat einfach mehr Charakter und ist bei für mich die bessere Wahl, wenn man einen milden Gin im Glas haben möchte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glentauchers</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/08/18/deoch-an-doruis-glentauchers/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/08/18/deoch-an-doruis-glentauchers/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 02:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Glentauchers Brennerei wurde bereits 1898 gegründe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Glentauchers Brennerei wurde bereits 1898 gegründet, dennoch gibt es bislang erst eine einzige offizielle Originalabfüllung des Whiskys als Single Malt &#8211; eine limitierte Special Distillery Bottling. Die Brennerei im Ort Keith produziert sehr still, fast schon im Verborgenen, hauptsächlich für Blends. Es gibt keine Website, Besucher werden nicht eingelassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10083" href="http://trinklaune.de/2010/08/18/deoch-an-doruis-glentauchers/cimg2769/"><img class="alignleft size-medium wp-image-10083" title="Glentauchers" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/07/CIMG2769-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Es waren die Unternehmen James Buchanan &amp; Co. Ltd. und W.P. Lowrie &amp; Co. Ltd. , die Glentauchers gründeten. Buchanan war ein erfolgreicher Whiskyhändler, der den Blend Black &amp; White produzierte. Lowrie war einer seiner wichtigsten Lieferanten. Als sich Lowrie zur Ruhe setzte, übernahm Buchanan seine Firma und erhielt damit das Alleineigentum  an Glentauchers. Doch letztlich wurde auch Buchanan 1925 von der Distillers Company Ltd. (DCL) gekauft und 1930 an die Scottish Malt Distillers (SMD) übergeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Mitte der sechziger Jahre wurde Glentauchers renoviert und erweitert, doch 1985 wurde die Brennerei eingemottet. Als Guiness 1986 die DCL und die SMD übernahm, mussten kartellrechtliche Auflagen erfüllt werden und so wurden einige Betriebe verkauft &#8211; Glentauchers ging 1989 an Allied Distillers, die auch noch im gleichen Jahr die Produktion wieder aufnahmen. Allied erlaubte nun auch den unabhängigen Abfüllern Gordon &amp; MacPhail den Whisky der Brennerei abzufüllen. Daneben füllte Allied selber einen 15-jährigen Glentauchers in der &#8216;Special Distillers Bottling&#8217; Serie ab.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Im Fall von Glentauchers kann man mit Recht sagen: Gut, dass es die unabhängigen Abfüller gibt. Ihnen ist zu verdanken, dass noch weitere Whiskys dieser Brennerei im Handel erhältlich sind. Mit diesen muss ich irgendwann einmal intensiver beschäftigen, denn die oben bereits erwähnte Special Distillery Bottling, die ich heute im Glas hatte, ist ganz besonders lecker:</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glentauchers Single Malt Whisky 15yo, 46% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Bernsteinfarben</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Honignoten, intensiv Orangen, eine Spur frisches, helles Holz</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Weich, mild. Schöne, cremige Textur. Honig und viel Vanille, etwas fruchtig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Langanhaltend, samtig, fruchtig und viel Vanille und Honig.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Wie gesagt, dieser Whisky hat es mir ziemlich angetan. Wie es scheint, hatte ich das unverschämte Glück, eine der  letzten Flaschen ergattert zu haben. Auf jeden Fall war die Abfüllung gleich nach meiner Bestellung auf &#8216;Out of Stock&#8217; gesetzt worden. Vielleicht auch besser so, denn mit so um und bei 100 Euro war dies sicher keine günstige Anschaffung. Doch gäbe es noch eine Flasche irgendwo, ich glaube, ich würde schwach werden&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glenrothes</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/07/07/deoch-an-doruis-glenrothes/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Glenrothes Destillerie wurde von dem uns bereits be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Glenrothes Destillerie wurde von dem <a href="http://trinklaune.de/2010/05/05/deoch-an-doruis-glen-spey/">uns bereits bekannten James Stuart</a> gegründet. Der umtriebige Pächter der Macallan Destillerie entschied in den Siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts, da die Geschäfte bei Macallan so gut liefen, gemeinsam mit seinen Partnern Robert Dick, William Grant und John Cruikshank im Örtchen Rothes gleich zwei neue Brennerein zu bauen. Zum einen Glen Spey und zum anderen Glenrothes. Letztlich stellte sich aber heraus, dass der Zeitpunkt für diese Neugründungen nicht der geeignetste war: Großbritanien wurde im Sommer 1878 von einer schweren Finanzkrise getroffen, in deren Zuge im Dezember 1878 die Caledonian Bank, die in der Finanzierung von Glenrothes involviert war, schliessen musste. Dies hatte schwerwiegende Folgen für die Firma James Stuart &amp; Partners: Stuart selbst konzentrierte er sich auf Macallan, Glen Spey wurde an W.&amp;A. Gilbey verkauft und die erst halb fertiggestellte Glenrothes Destillerie übernahmen die verbliebenen Partner Dick und Grant unter dem Namen William Grant &amp; Co.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10064" href="http://trinklaune.de/2010/07/07/deoch-an-doruis-glenrothes/glenrothes/"><img class="alignleft size-medium wp-image-10064" title="Glenrothes" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/07/Glenrothes-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Am 28. Dezember 1879, dem Tag des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Firth-of-Tay-Br%C3%BCcke#Das_Ungl.C3.BCck">Unglücks auf der Firth-of-Tay-Brücke</a> nahm Glenrothes den Betrieb auf. 1887 wurde durch Fusion von Glenrothes und Bunnahabhain die Highland Distillers Co. Ltd. gegründet. Fortan war die Geschichte der Brennerei verhältnismäßig ereignislos &#8211; abgesehen von der Zwangsschliessung 1917 bis 1918 aufgrund es ersten weltkrieges und der Schliessung 1933 aufgrund der durch die Prohibition gesunkenen Nachfrage &#8211; wäre da nicht der Brand von 1922. Damals geriet Warehouse in Brand und 200.000 Gallonen Whisky (etwa 908.000 Liter) wurden vernichtet. Brennender Whisky soll sich in den örtlichen Bach ergossen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Whisky der Glenrothes-Brennerei hat einen großen Anteil an den Blends Famous Grouse und Cutty Sark und in geringerer Menge noch an einigen anderen. Der Erfolg dieser Blends machte eine stetige Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Glenrothes notwendig. 1963 wurde die Zahl der Brennblasen von vier auf sechs, 1979 auf acht und 1989 letztendlich auf zehn Stills erhöht, die nun die beeindruckende Menge von viereinhalb Millionen LPA (&#8216;litres of pure alcohol&#8217;) produzieren können. So war erstmals 1987 genug Whisky vorhanden um nicht nur dem Bedarf für die Blends zu decken, sondern dazu einen zwölf Jahre alten Single Malt abzufüllen. Seit 1994 wurden zudem noch eine Vielzahl von Vintages auf den Markt gebracht.  Im gleichen Jahr führte man auch die unverwechselbare Flaschenform ein, die passender Weise &#8216;La Bomba&#8217; getauft wurde. In 2005 kam dann die 10cl-Miniflasche in der gleichen Form dazu, der man den Spitznamen &#8216;La Bombette&#8217; verpasste.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun zum Glenrothes Select Reserve: Ein Whisky ohne Alterangabe, doch Gerüchte behaupten, er sei acht Jahre alt:</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glenrothes Select Reserve, 43% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Ahornsirup, Vanille, etwas holzig, ein klein wenig fruchtig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">milde Schärfe, etwas Gewürze, etwas Frucht</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">etwas wärmend, anfangs ein wenig bitter, dann aber süsser werdend. Getreide, Gewürze, aber insgesamt keine Aromenbombe</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Mir persönlich ist der Glenrothes zu wenig aromatisch, zu glatt, zu mainstream. Und dafür ist er dann zu teuer.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glenlossie</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/06/30/deoch-an-doruis-glenlossie/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/06/30/deoch-an-doruis-glenlossie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 18:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=9762</guid>
		<description><![CDATA[Die Glenlossie Destillerie wurde 1876 von John Duff, de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Glenlossie Destillerie wurde 1876 von John Duff, der seine Kenntnisse zuvor als Manager der Glendronach Brennerei erwarb, und zwei weiteren Mitbegründern erbaut. Als 1896 einer der beiden Mitbesitzer, Alexander Grigor Allan, starb übergab er die Destillerie ganz an den verbleibenden Henry MacKay, um sich auf die zwei Jahre zuvor gegründete Longmorn Brennerei zu konzentrieren. MacKay nannte die Brennerei in Glenlossie-Glenlivet um.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9781" href="http://trinklaune.de/2010/06/30/deoch-an-doruis-glenlossie/cimg2758/"><img class="alignright size-medium wp-image-9781" title="Glenlossie" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG2758-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Beschluss der britischen Regierung 1917 aufgrund von Versorgungsengpässen während des ersten Weltkrieges, Gerste nur noch ausschliesslich zur Produktion von Nahrungsmitteln zu verwenden, musste auch Glenlossie-Glenlivet die Produktion einstellen. Viele Brennereien hatten es nach dem Krieg ziemlich schwer, wieder auf die Beine zu kommen und so wurde die Brennerei wie einige andere auch 1919 durch die Scottish Malt Distillers Ltd. (SMD) übernommen. Somit steht die Brennerei heute im Besitz von Diageo.</p>
<p style="text-align: justify;">1962 wurde die Anzahl der Brennblasen von vier auf sechs erhöht und 1971 sogar noch eine zweite Brennerei neben Glenlossie auf dem selben Gelände gebaut: Mannochmore. Die beiden Brennereien werden abwechselnd betrieben, im Sommer Mannochmore und im Winter Glenlossie. Die Lagerhäuser werden von beiden gemeinsam genutzt</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen 1968 und 1971 wurde auf dem Gelände eine rieseige Anlage zur Verarbeitung der bei der Whisky-Produktion anfallenden Abfälle zu Viehfutter erbaut. Diese Anlage kann 2600 Tonnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treber">Trester</a> und bis zu acht Millionen Liter Pot Ale, der Flüssigkeit, die nach der ersten Destillation in den Brennblasen zurückbleibt, verarbeiten &#8211; pro Woche ! Um diese Mengen zusammenzubringen, bedarf es schon nahezu alle Diageo-Brennereien. Der Lohn sind bis zu 1000 Tonnen Rinderfutter.</p>
<p style="text-align: justify;">Diageo hat den Glenlossie in die Managers Choice &#8211; Serie aufgenommen, dich zum Glück gibt es auch einen Glenlossie aus der Flora &amp; Faune-Serie, denn sonst gäbe es keine bezahlbare Originalabfüllung dieser Destillerie.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glenlossie Single Malt Whisky 10yo, 43% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Orangenschalen, helles Holz</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">sanfte Schärfe, fruchtig, Getreide, Honig und etwas Vanille</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Vanille, Malz und Honig, ein wenig Torf, aber leider etwas zu kurz.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Glenlossie ist ein leckerer Whisky, aber nicht jeder wird dafür knapp 50,00 Euro investieren wollen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: The Glenlivet</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/06/23/deoch-an-doruis-the-glenlivet/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/06/23/deoch-an-doruis-the-glenlivet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 03:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist verbrieft, dass der Gründer der Glenlivet Desti [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist verbrieft, dass der Gründer der Glenlivet Destillerie, George Smith, schon bereits weit vor der &#8216;offiziellen&#8217; Gründung der Brennerei illegal Whisky destillierte. So ist der Nachwelt überliefert, dass er &#8216;about a hogshead a week in the year following Waterloo&#8217; produzierte, also einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oxhoft">Hogshead</a>, ein altes Flüssigkeitsmaß, dass ca. 245 Litern entspricht, die Woche im Jahr nach Waterloo, 1815.</p>
<p style="text-align: justify;">Als nun aber mit dem Act of Excise von 1823 die illegale Whiskyherstellung nicht mehr lohnenswert erschien, bewarb sich Smith 1824 als erster in seiner Umgebung um eine Lizenz und gründete noch im gleichen Jahr seinen Brennerei. Doch nicht alle Whiskybrenner in der Gegend waren so schnell von der Lizenzierung und damit Legalisierung ihrer Brennstätten überzeugt wie Smith. Viele sahen in ihm einen Verräter. Und so kam es, dass er noch einige Jahre mit stets  geladenen Schusswaffen umherlief, da seine ehemaligen Kollegen ihn bedrohten und er um sein  Leben fürchten musste. Diese Waffen sind heute im Besucherzentrum von Glenlivet zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-9737" href="http://trinklaune.de/2010/06/23/deoch-an-doruis-the-glenlivet/cimg2702/"><img class="alignleft size-medium wp-image-9737" title="The Glenlivet" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG2702-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Die heutige Destillerie stammt in ihren Urfesten aus dem Jahr 1858. George Smith pachtete ein neues Grundstück und erbaute hier eine neue Brennerei. 1871 verstarb George Smith und sein Sohn John Gordon, übernahm die Nachfolge. Das Unternehmen trug nun den Namen George &amp; J.G. Smith.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Qualität des Glenlivet-Whiskys erwarb der Brennerei einen solchen Ruf, dass andere Brennereien davon profitieren wollten. Entweder schrieben die gleich &#8216;Glenlivet&#8217; auf ihre Fässer oder sie hingen den Namen als Suffix an den ihren. Die  Brennereien, die dies taten, waren so zahlreich, einige mehr als 20 Meilen vom &#8216;Original&#8217; entfernt, dass man schon spöttisch von &#8216;Glenlivet, dem längsten Tal Schottlands&#8217; sprach. John Gordon Smith musste schliesslich handeln und zog zur Wahrung seiner Namensrechte vor Gericht. Der Prozess dauerte mehrere Jahre an und endete mit einem aus der heutigen Sicht eher befremdlichen Urteil: Die anderen Destillerien durften weiterhin den Namen Glenlivet als Suffix führen, doch nur Glenlivet durfte sich fortan <em>The Glenlivet </em> nennen. Immerhin machten von der Möglichkeit, den Namen Glenlivet an den eigenen anzuhängen, im Jahr 1950 noch 27 Brennerein Gebrauch.</p>
<p style="text-align: justify;">The Glenlivet war der erste Single Malt Whisky, der in den USA vertrieben wurde und ist bis heute der meistverkaufte Single Malt in Nordamerika. 1953 fusionierte man mit J.&amp;J. Grant Ltd. zur Glen Livet &amp; Glen Grant Distilleries Ltd. 1970 kam das Blendinghouse Hill, Thompson &amp; Company und die Brennerei Longmorn-Glenlivet noch zum Firmenkonsortium hinzu. 1978  wurde die Firmengruppe an Seagram verkauft. 2001 kaufte Pernod Ricard  die Whisky-Sparte von Seagram. Vor zweieinhalb Wochen, am 4. Juni 2010 weihte der britische Kronprinz Charles Mountbatten-Windsor, Prince of Wales, die Erweiterung der knapp neun Kilometer südlich von Ballindalloch gelegenen Glenlivet-Destillerie ein. Pernod-Ricard hat für etwa zehn Millionen Pfund die Produktionskapazität um nicht weniger als 75% gesteigert. Damit ist das klare Ziel verbunden, sich in Zukunft nicht mehr mit dem zweiten Platz in der Welt abzugeben &#8211; eine klare Kampfansage an Glenfiddich.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glenlivet Single Malt Whisky 12yo, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">blass goldfarben</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">frisch und trocken, Honig, etwas Orangennoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">mild, malzig, Karamell und etwas Vanille</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">knapp mittellang und ausdruckslos</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">So, dass war sie also nun, die Standardabfüllung des zweit-erfolgreichsten Whiskys der Welt.<br />
Und mein Eindruck, den ich bereits in früheren Begegnungen gewonnen hatte, hat sich erneut bestätigt: Ein ordentliches Produkt, ganz sicher, aber eigentlich ziemlich nichtssagend, fast schon langweilig. Sorry, Glenlivet, aber wenn es nach mir geht, wird der Ausbau der der Produktionskapazität allein nicht reichen, um Glenfiddich vom Thron zu stossen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glenglassaugh</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/06/16/deoch-an-doruis-glenglassaugh/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/06/16/deoch-an-doruis-glenglassaugh/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 02:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=9627</guid>
		<description><![CDATA[Glenglassaugh wurde 1874 an der Küste der Speyside wes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Glenglassaugh wurde 1874 an der Küste der Speyside westlich von Banff von James Moir,  seinen Neffen Alexander und William Morrison und dem Kupferschmied Thomas Wilson gegründet. </p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem Thomas Wilson 1883 und James Moir 1887 und 1892 auch William Morrison verstarben, verkaufte der letzte verbliebende Miteigentümer Alexander Morrison die Brennerei an<em> </em>Robertson &amp; Baxtor, wie es heisst um die Erbschaftssteuer zahlen zu können. Robertson &amp; Baxtor verkauften die Destillerie noch im selben Jahr an Highland Distilleries, die heute zur Edrington Group gehören. </p>
<div id="attachment_9634" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a rel="attachment wp-att-9634" href="http://trinklaune.de/2010/06/16/deoch-an-doruis-glenglassaugh/attachment/9185/"><img class="size-full wp-image-9634" title="The Spirit Drink that dare to speak its name   " src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/06/9185.png" alt="Quelle: www.whiskybase.com" width="150" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: www.whiskybase.com</p></div>
<p> </p>
<p style="text-align: justify;">Nicht zuletzt durch den Pattinson Crash Ende des 19. Jahrhunderts ging die Nachfrage nach dem Whisky aus der Glenglassaugh Brennerei zurück und so wurde sie 1907 ertmals geschlossen. Zwischen 1931 und 1936 wurde die Brennerei noch einmal kurzfristig reaktiviert um dann erneut für vierundzwanzig Jahre bis 1960 geschlossen zu werden. Von 1960 bis 1986 wurde erneut die Produktion angefahren. Unter der Ägide der Edrington Group wurde nur für wenige Monate in 1998 noch einmal bei Glenglassaugh produziert und dann war wieder für knapp zehn Jahre Schluss. </p>
<p style="text-align: justify;">Im Februar 2008 gab die Edrington Group bekannt, dass man Glenglassaugh für fünf Millionen Pfund an die Scaent Group, einem holländischen Konsortium, deren Kern-geschäft in der Energiewirtschaft liegt,  verkauft hat. Im Dezember 2008 wurde die Produktion bei Glenglassaugh wieder aufgenommen. </p>
<p style="text-align: justify;">Seither steckt Glenglassaugh in der für jede neugegründete oder wiedereröffnete Destillerie schwierigen Phase zwischen Produktionsbeginn und der ersten Abfüllung, zwischen Investition, laufenden Kosten und den ersten Einnahmen. Damit das Produkt als schottischer Whisky verkauft werden darf, muss es mindestens drei Jahre gelagert sein. Demzufolge dürfen wir also frühestens ab Dezember 2011 einen neuen  Glenglassaugh-<em>Whisky </em>erwarten. Um aber diese -besonders für die Investoren- Durststrecke zu überbrücken, hat man bei Glenglassaugh zwei sogenannten &#8216;Spirit-Drink&#8217; herausgebracht. </p>
<div id="attachment_9645" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a rel="attachment wp-att-9645" href="http://trinklaune.de/2010/06/16/deoch-an-doruis-glenglassaugh/cimg2681/"><img class="size-thumbnail wp-image-9645" title="The Spirit Drink that blushes to speak its name   " src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG2681-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ausnahmsweise die Rückseite einer Flasche - man beachte die &#39;Nicht-Nennung&#39; der Destillerie</p></div>
<p> </p>
<p style="text-align: justify;">Diese dürfen aufgrund schottischer Gesetze nicht den Namen der Destillerie führen. Daher wird der eine unter dem Namen &#8216;The Spirit Drink that dare not speak its name&#8217; verkauft. Ein Schelm, der dabei an Lord Voldemort denkt. Dieser Spirit Drink ist ungereift, somit naturgemäß farblos und wird auf dem Gelände der Destillerie in 500ml-Flaschen abgefüllt. Die Anzahl der Flaschen ist auf 8160 limitiert, jede Flasche ist nummeriert. </p>
<p style="text-align: justify;">Das zweite Produkt ist der &#8216;Spirit Drink that blushes to speak its name&#8217;, der also errötet, wenn er seinen Namen sagt. Dieser Spirit Drink durfte im Gegensatz zum ersten für sechs Monate in amerikanischen Eichenfässern, die zuvor californischen Rotwein enthielten, reifen. So ergibt sich eine rötliche Färbung. Auch dieser Spirit Drink wird auf dem Gelände der Destillerie abgefüllt un die Anzahl der Flaschen ist auf 8160 limitiert.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">The Spirit Drink that blushes to speak its name, 50% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Rosefarben</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Malzig, Kirsch-Bananensaft</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Scharf, etwas Apfel- und Birnennoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Lang mit etwas Frucht</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Ein interessante Idee, frische oder kaum gelagerte Whiskys &#8211; äh, sorry, Spirit Drinks &#8211; abzufüllen. Doch wenigstens beim gelagerten Glenglassaugh &#8211; Spirit Drink funktioniert das Experiment in meinen Augen nicht. Das Destillat entwickelt keinen eigenen Charakter, in der Nase erinnerte es mich an Cachaca und im Geschmack ähnelte es einem Grappa. Die Zeit der Reife im Fass ist dafür wohl einfach zu kurz. Ich sollte irgendwann einmal den ungelagerten Spirit-Drink probieren, der anderenorts hoch gelobt wurde..</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glenfiddich</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/06/09/deoch-an-doruis-glenfiddich/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 07:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Glenfarclas wurde auch Glenfiddich von einem Grant  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie Glenfarclas wurde auch Glenfiddich von einem Grant gegründet. Die Angehörigen dieses Clans scheinen einen besonderen Hang zur Tradition zu haben, denn wie Glenfarclas ist auch Glenfiddich bis heute im Besitz der Gründerfamilie. Und daher finden sich in der Zeitlinie seit der Gründung von Glenfiddich  im Jahr 1886 durch William Grant nur zwei Ereignisse: Am Weihnachtstag 1887 wurde der erste Whisky produziert und 1969  das Besuchszentrum eröffnet &#8211; das erste einer Whiskybrennerei überhaupt. In diesen mehr als einhundertzwanzig Jahren eroberte sich Glenfiddich einen Platz unter den großen, bedeutenden Whiskymarken. Besonderen Anteil hat daran sicherlich die markante und unverwechselbare Dreieckform der Flasche. Diese wurde 1957 von Hans Schleger, einem deutsch-britischen Grafiker und Grafikdesigner, entworfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-9285" href="http://trinklaune.de/2010/06/09/deoch-an-doruis-glenfiddich/cimg2660/"><img class="alignleft size-medium wp-image-9285" title="Glenfiddich" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG2660-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Sein Auftrag war, eine Flasche zu schaffen, die elegant aber auch einprägsam ist, die die Qualität des  Inhalts unterstreicht und sich gleichzeitig gut stapeln und verpacken lässt. Das Dreieckdesign erfüllte nicht nur all diese Ansprüche, die Flasche war einfacher zu greifen und erleichterte im Vergleich zu den traditionellen Flaschen auch das Ausgiessen. Und es unterschied den Glenfiddich-Whisky optisch mit einem hohen Wiedererkennungswert von dem der Wettbewerber.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie so häufig in der Whiskywelt wurden den drei Seiten natürlich gleich besondere Bedeutungen zugesagt. Für einige stehen sie für die drei Schlüsselzutaten des  Whiskys: Gerste, Wasser und Feuer. Für andere standen die drei Seiten der Glenfiddich-Flasche für die Grundsätze der Familie William Grant: Tradition, Vermächtnis und Qualität.</p>
<p style="text-align: justify;">Traditionsbewußt ist man bei Glenfiddich auch in der Produktion. So ist Glenfiddich eine der letzten Brennereien, die noch über eine eigene Böttcherei und Schmiede verfügt. Alle Brennblasen werden noch direkt befeuert &#8211; bis 2003 mit Kohle, heute mit Gas. Es werden sogar noch alle Whiskys auf dem Destilleriegelände abgefüllt, was durchaus selten geworden ist. Nur der 12yo wird seit 2007 von einer Fremdfirma in der Nähe von Glasgow abgefüllt, aber nach wie vor auf dem Gelände der Brennerei mit dem Wasser der Robbie-Dubh-Quelle auf Trinkstärke gebracht.  Und diesen Zwölfjährigen hatte ich heute im Glas:</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glenfiddich Single Malt Whisky 12yo, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">blasses Goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Leicht, frisch, Apfel, Honignoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Malz, Honig und Butterkaramell, Apfel, etwas Holz</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Leicht wärmend, deutliche Apfelnoten, die lange bleiben.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Der Glenfiddich 12yo ist einer der meistverkauften Whiskys der Welt &#8211; wenn nicht sogar der meistverkaufte, wie mancherorts zu lesen ist. Einige würden nun sagen: &#8220;Supermarkt-Whisky&#8221;. Diesen Ausdruck schätze ich nicht so sehr, da schnell eine mangelnde Qualität unterstellt wird und dies ist hier sicher nicht der Fall. Doch kann von einem Massenprodukt, wie es der Glenfiddich 12yo ist, wohl auch keine besondere Komplexität und Tiefe erwartet werden. Aber so ab und an ist ein Schlückchen von diesem Stoff sic her nicht verkehrt.</p>
<p><script type="text/javascript">
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		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Glenfarclas</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/06/02/deoch-an-doruis-glenfarclas/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 05:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=9162</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Beitrag wird vermutlich der kürzeste der 'Deoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dieser Beitrag wird vermutlich der kürzeste der &#8216;Deoch-an-Doruis&#8217;-Reihe&#8230;<br />
Das liegt aber sicher nicht daran, dass nun auch in Hamburg mit reichlich Verspätung frühlingshafte Temperaturen zum Verweilen im Freien locken. Vielmehr hat es mit der Beständigkeit der Besitzverhältnisse der Destillerie zu tun, um die es heute geht. Denn seit 245 Jahren, seit 1865 ist Glenfarclas nun in Familienbesitz.</p>
<p><a href="http://trinklaune.de/?attachment_id=9161"><img src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/05/CIMG2650-225x300.jpg" alt="" title="Glenfarclas" width="225" height="300" class="alignright size-medium wp-image-9161" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Gegründet wurde die Brennerei von Charles Hay, der sie 1836 lizensieren liess, aber an dieser Stelle bereits seit 1797 Whisky produzierte. Als Hay 1865 starb kaufte sein Nachbar John Grant die Brennerei und verpachtete sie zunächst an John Smith, der zuvor bereits die Glenlivet Destillerie leitete und nur vier Jahre später Glenfarclas schon wieder verlassen würde, um die Cragganmore Destillerie zu bauen. Von nun an sollte immer ein Grant die Brennerei leiten. George S. Grant, der Urenkel des Gründers, leitete die Brennerei von 1949 bis ein Jahr vor seinem Tod 2002 für 52 Jahre.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf das hochinteressante <a href="http://www.ambaile.org.uk/en/item/item_audio.jsp?item_id=41374">Tondokument</a> hinweisen, in dem George S. Grant 1983 erläutert, was der Pattison-Crash war und welche Auswirkungen er auf die Whiskyindustie hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Glenfarclas Single Malt Whisky 10yo, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">heller Bernstein</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">intensiv, kandierte Orangen, würzig, etwas Sherry, etwas Holz</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">trocken, safte Schärfe, Holz, Karamell, ein klein wenig Zitrusnoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Langanhaltend, Trockenfrüchte und etwas Rauch</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ein grundsolider Malt. Sicher besser als der Durchschnitt. Doch irgendwie ist es ihm nicht gelungen, mich in seinen Bann zu ziehen. Da gibt es andere Malts zum gleichen Preis, wie z.b. der Old Pulteney, die mich mehr beeindruckt haben.</p>
]]></content:encoded>
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