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	<title>Trinklaune &#187; Philipp Jäckel</title>
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	<description>Denken - Schmecken - Genießen</description>
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		<title>But why is the rum gone?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 12:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Fall ist die Antwort auf dieses wichtige Zita [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In diesem Fall ist die Antwort auf dieses wichtige Zitat der Filmgeschichte eine einfache: Der Rum wurde getrunken, mehrere Gläser hat die Flasche gefüllt… Jetzt ist sie einfach leer. So einfach ist das. Nichts mit einer einsamen Insel in der Karibik. Keine gut aussehende Frau, die dann aber verrückt spielt und den Rum verbrennt. Wo gibt’s sowas überhaupt?<br />
Aber trotzdem tut sich ein existentielles Problem auf, welches schnellst möglich aus dem Weg geräumt werden muss ?  So ganz ohne Rum geht es ja nun nicht. Also ergeben sich folgende zwei Alternativen: Der alte Rum war ein solcher Genuss und entwickelte sich zum Suchtmittel – Eine neue Flasche muss her. Oder aber: Ein neuer, noch unbekannter soll neue Inspirationsquelle werden und vielleicht sogar die Enttäuschung über den Vorgänger wieder gut machen.<br />
In folgendem Fall steht diese Entscheidung gleich viermal an.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10441" href="http://trinklaune.de/2010/08/27/but-why-is-the-rum-gone/rumvergleich1/"><img class="aligncenter size-full wp-image-10441" title="rumvergleich1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/08/rumvergleich1.jpg" alt="" width="501" height="331" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Fluch von Panama – Malecon Reserva Imperial ist verdunstet</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein <a href="http://trinklaune.de/2009/03/06/malecon-reserva-imperial-21-anos/" target="_blank">ausführlicher Bericht</a> befindet sich bereits auf diesem Blog. Über die Zeit bestätigte sich der gute Eindruck immer wieder. Ein sehr guter Rum, der Spaß macht ohne zu anspruchsvoll zu sein. Ein tolles Getränk, das wichtige Lebenssituationen zu unterhalten und zu begleiten weiß, dabei aber nicht zu viel Aufmerksamkeit braucht. Dennoch wird die Wahl wohl auf einen anderen Vertreter aus der Malecon Reihe fallen. Der Geschmackshorizont will erweitert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fluch von Guatemala – Direkt aus der Schokolade ins Glas</strong><br />
Die Begeisterung was Zacapa angeht, hält sich in Grenzen. Die Qualitäten „Solera“ und „XO“ sind einfach zu süß. Auch wenn sie handwerklich einwandfrei sind. Eine Herausforderung stellen sie nicht dar. Der jetzt getrunkene Rum „Straight from the Cask“ hat einen entscheidenen Vorteil: Er ist weniger süß. Damit bekommt man hier quasi den Zacapa für Fortgeschrittene. Wenn man will, kann man sich bei jedem Schluck ein wenig auf dieses äußerst leckere Getränk konzentrieren. Es bleibt allerdings, gerade über die gesamte Lebensdauer der Flasche gesehen, der Nachgeschmack, dass man den Rum irgendwie in und auswendig  kennt. Sein Geschmacksbild verändert sich auch über mehrere Monate nicht. Das Geld war gut angelegt, es soll aber zunächst eine einmalige Investition gewesen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-10448" href="http://trinklaune.de/2010/08/27/but-why-is-the-rum-gone/rumvergleich2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-10448" title="rumvergleich2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/08/rumvergleich2.jpg" alt="" width="501" height="331" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Fluch von Jamaica – Altersbeschwerden mit 25 Jahren</strong><br />
Coruba 25 Years old. Ein Luxusprodukt, teuer, sieht gut aus, kommt aus Jamaika. Das waren mehr oder weniger die Gründe, diesen Rum zu kaufen. Letztendlich hat er begeistert – Mit Einschränkungen. Nachdem die Flasche frisch geöffnet war zeigte sich ein jamaikanischer Rum in Perfektion. Trotz nur 40% Vol. erstaunlich kraftvoll und kein Biss ins Eichenholzfass, obwohl er dort 25 Jahre verbracht hat. Es lohnt sich bei jedem Schluck voll konzentriert zu sein – viel zu spannend ist dieser Rum. Und dann konzentriert man sich auch zwei Monate nachdem die Flasche geöffnet wurde noch genau so und bekommt einen Schock: Bisher hat kein Rum so einen krassen Wandel gemacht und das leider im negativen Sinn. Man sollte sich also mit dem Genießen beeilen. Der erneute Kauf ist wider jeglicher Wirtschaftlichkeit: Viel Geld für einen kurzen Spaß. Aber es gibt ein Argument dafür: Der Rum ist einfach verdammt sexy. Wunderschönes Flaschendesign und viel wichtiger: Ein wahnsinns Körper. Das mit dem kurzem Spaß ist auch relativ. Irgendwie überzeugt das.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fluch von Guyana – Die jungen Flaschen sind einfach besser</strong><br />
Nicht selten wird El Dorado 21 Years Old nicht empfohlen. Wenn man die Flasche besitzt und ihn trinkt, wird man darüber anders denken. Erst recht wenn das Geld egal ist. Aber diese Bewertung wäre ein recht einseitige und nicht gerecht. Vor allem nicht gerecht gegenüber dem 12 und dem 15-Jährigen. Auch wenn dieser dunkle und extrem schwere Rum sehr viel bietet, die anderen angesprochenen Versionen liefern nahezu dasselbe Erlebnis. Sind dabei aber erheblich günstiger. Diesen Rum nochmal zu kaufen wäre nun wirklich verschwenderisch – Aber lecker war er auf jeden Fall.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Cocktails mit Minze&#8230;</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 12:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[… Das bedeutet auf jeden Fall, dass die Julep-Becher  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">… Das bedeutet auf jeden Fall, dass die Julep-Becher wieder poliert werden müssen. So zumindest mag man vermuten,  wo doch Minze meist in Form eines Julep, Mojito oder vielleicht einem Smash auf den Karten der Bars zu finden ist. Was aber gibt es sonst noch an Drinks mit diesem Kraut? Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit hier ein paar kürzlich neu entdeckte Antworten auf diese Frage – Zum Nachvollziehen wird der Julep-Becher dann allerdings letztendlich doch wieder benötigt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;"><strong>Elixir (2003, Gian Franco Pola)</strong></h4>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">10 Blätter Minze (je nach Geschmack)</p>
<p style="text-align: justify;">5cl Chartreuse Verte</p>
<p style="text-align: justify;">2,5cl Zuckersirup</p>
<p style="text-align: justify;">3cl Limettensaft</p>
<p style="text-align: justify;">Soda zum Auffüllen (4-5cl verträgt der Drink schon)</p>
<p style="text-align: justify;">Minze mit dem Zuckersirup muddeln; shake; Fine Strain; Glas mit Crushed Ice</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-8241" href="http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/elixir/"><img class="aligncenter size-large wp-image-8241" title="elixir" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/04/elixir-254x1024.jpg" alt="" width="122" height="492" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Süß-Sauer-Verhältnis lässt sich je nach Geschmack entsprechend anpassen. Das Ergebnis ist in jedem Fall eine herrlich erfrischende Kräuter-Limonade… Könnte es so als Softdrink zu kaufen geben. Der Sommer ist zwar noch nicht da. Aber was spricht dagegen sich mit einer Limonade in die Frühlingssonne zu setzen und diese statt der knallend heißen Sonne im Sommer zu genießen? Nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;"><strong>French Pearl (Audrey Saunders)</strong></h4>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">10 Blätter Minze (je nach Geschmack)</p>
<p style="text-align: justify;">6cl Gin (Plymouth)</p>
<p style="text-align: justify;">2cl Limettensaft</p>
<p style="text-align: justify;">1,75cl Zuckersirup</p>
<p style="text-align: justify;">0,75cl Absinth (Pernod im Original)</p>
<p style="text-align: justify;">Minze mit dem Zuckersirup muddeln; shake; Fine Strain; Cocktailschale</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-8248" href="http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/pearl/"><img class="aligncenter size-large wp-image-8248" title="pearl" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/04/pearl-1024x959.jpg" alt="" width="357" height="332" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Als Absinth hat bei beim Testen ein Duplais Verte sehr gut funktioniert.  Der Cocktail ist ein schönes Beispiel, dass eine kleine Menge Absinth, richtig eingesetzt, ein tolles Geschmackserlebnis bietet.  Die süß-saure Basis kann ruhig etwas auf der süßen Seite liegen. Der Absinth hat die wunderbare Eigenschaft das Endergebnis dann genau in die richtige Richtung zu lenken. Absolute Empfehlung für diesen Drink.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Nun doch noch zwei der üblichen Verdächtigen – Allerdings als Variation ihrer großen Brüder:</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;"><strong>Tequila Smash</strong></h4>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">10 Blätter (je nach Geschmack)</p>
<p style="text-align: justify;">6cl Tequila (Qualität je nach Geschmack)</p>
<p style="text-align: justify;">0,5cl Agavensirup</p>
<p style="text-align: justify;">Minze im Gästeglas leicht zusammen mit dem Zuckersirup muddeln, Eis und Tequila hinzu geben – „Build in Glas“, um es kurz zu machen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-8253" href="http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/tqsmash/"><img class="aligncenter size-large wp-image-8253" title="tqsmash" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/04/tqsmash-832x1024.jpg" alt="" width="369" height="451" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Smashes hatten ursprünglich gar keine Citrus-Frucht als Zutat, das hat sich jetzt allerdings in vielen neuen &#8230;-Smashes geändert. Dieser Tequila Smash benötigt wiederum keine Zitrone oder ähnliches. Er funktioniert so ganz wunderbar als kräftiger, reduzierter Drink. „Auf Crushed Ice oder Ice Cubes?“, mag man an dieser Stelle fragen: Jedem wie’s gefällt. Im Glas hat man letztendlich so etwas wie einen Old Fashioned mit Minz-Bitters.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Der zweite große Klassiker mit Minze, neben dem Mojito, ist natürlich der Julep. In diversen  Varianten bekannt (Georgia Mint Julep oder Gin Julep zum Beispiel), hat er an der Heim-Bar folgende Variation verpasst bekommen:</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;"><strong>Apple Brandy Julep</strong></h4>
<blockquote><p>10 Blätter Minze (je nach Geschmack)</p>
<p>0,5cl Muscovado-Zuckersirup</p>
<p>6cl Apple Brandy (Laird&#8217;s Bonded)</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-8188" href="http://trinklaune.de/2010/04/16/cocktails-mit-minze/abjulep/"><img class="aligncenter size-large wp-image-8188" title="abjulep" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/04/abjulep-1024x696.jpg" alt="" width="489" height="332" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schmeckt: Fantastisch, erfrischend und ist viel zu schnell ausgetrunken. Der erwähnte Muscovado-Zucker liefert eine sehr interessante neue Geschmacksnuance. Normaler Zuckersirup funktioniert aber ebenso. Die übliche Zubereitungsart, klassisch im Silberbecher, sollte bekannt sein. Sehr wahrscheinlich funktioniert der Drink mit dem &#8220;normalen&#8221; Apple Jack nicht ganz so gut.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Cheers!</p>
<p style="text-align: justify;">
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		</item>
		<item>
		<title>Apricot Brandy – Gestern und Heute dasselbe Produkt?</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Brandy ist einer von den Amerikanern, für viele versch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Brandy ist einer von den Amerikanern, für viele verschieden Spirituosen benutzter Namenszusatz. Cognac, Pisco, Armagnac … Alles wird über einen Kamm geschoren: Brandy. Soweit zumindest im Sprachgebrauch. In der Kategorie der Liköre geht es ähnlich konfus zu. Das dadurch Missverständnisse auftreten, ist vorprogrammiert. So ist vermutlich auch der Singapore Sling eine Missinterpretation des Straits Sling. Man wusste schlichtweg nicht was mit „Dry Cherry Brandy“ im Original Rezept des Straits Sling gemeint war – Fälschlicher Weise nahm man einen Kirchlikör obwohl Kirschwasser gemeint war.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Frucht bei der das Anhängsel „Brandy“ eine Rolle spielt, ist der Apricot Brandy. Auf der Suche nach Definitionen trifft man auf folgendes:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aus Fruchtfleisch und Aprikosengeist hergestellt. Steht jedoch „Aprikosenlikör“ auf der Flasche, dann fehlt der Zusatz von Aprikosen-Branntwein. Er ist dann süßer.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[Friedrich Müller (1965): Glück im Glas, S.144.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Brandy […], in its broader sense the term applies to liquor distilled from any fruit,[…] Thus, in addition to  grape brandies, we have […], apricot brandies.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[David A. Embury (1978): The Fine Art of Mixing Drinks, S.61.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Für die Herstellung des Aprikosen-Likörs „Apricot-Brandy“, einem seit langem bekannten Fruchtbrandy, ist der Zusatz von Aprikosenbrand oder Aprikosengeist in der für einen Fruchtbrandy obligatorischen Menge (2L reiner Alkohol pro 100L Likör) unbedingt notwendig.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[Erich Kolb(2004): Spirituosen-Technologie, S.356.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">[…]usually quite sweet.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[W.J. Tarling(1937): Cafe Royal Cocktail Book]</p>
<p style="text-align: justify;">Geht es nach Friedrich Müller und Erich Kolb, so reicht ein gewisser Anteil eines Aprikosen-Destillats. Embury geht weiter und beschreibt Apricot Brandy als ein reines Destillat. Was ist wirklich drin – oder viel wichtiger: Ist in jedem Apricot Brandy das Gleiche und was verlangen alte Rezeptbücher?</p>
<p style="text-align: justify;">Nimmt man zum Beispiel den als Apricot Brandy beschrifteten Likör von Marie Brizard – Apry genannt. Ein typischer Likör. Sehr süß, mit typischen Geschmacksnoten von Aprikosen und vor allem zusätzlichen Mandelaromen &#8211; Vermutlich durch die Aprikosenkerne. Produziert wird er laut Herstellerangaben aus Aprikosen und Cognac. Ob das über eine einfache Mazeration und/oder eine Destillation zum gewünschten Ergebnis führt, weiß ich an dieser Stelle nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Geschmacksbild zieht sich auf jeden Fall sehr ähnlich, durch die Reihe der Apricot Brandies: De Kuyper und Giffard zum Beispiel. Bei letzterem gibt es neben einem Apricot Brandy noch den Apricot du Roussillion aus der Premium-Reihe. Dort kann man vom Geschmack her, durchaus auf die Zugabe eines Aprikosendestillats schließen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vergleicht man den aktuellen Apricot Brandy von Bols mit einer alten Flasche,</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7169" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/bolsapricot/"><img class="aligncenter size-large wp-image-7169" title="BolsApricot" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/BolsApricot-379x1024.jpg" alt="" width="255" height="686" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">so zeigen sich keine gravierenden Unterschiede.  Es ist ein typischer, recht süßer Likör. In einer alten Werbung von Bols kann man dazu folgendes sehen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7261" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/p1020619/"><img class="aligncenter size-full wp-image-7261" title="P1020619" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/P1020619.jpg" alt="" width="329" height="507" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Apricot Brandy wurde also schon viel früher auf diese Art und Weise hergestellt und wies die für uns heute typische Geschmackscharakteristik auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber hat die Definition von Embury dann für eine Bedeutung? Seiner Beschreibung verleiht er ein paar Seiten später noch einmal Nachdruck und nennt das Produkt „Barack Palinka“. Ein Aprikosenbrand aus Ungarn mit 43%:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7187" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/barackpalinka/"><img class="aligncenter size-large wp-image-7187" title="barackpalinka" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/barackpalinka-914x1024.jpg" alt="" width="351" height="391" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wie auf dem Etikett zu erkennen ist, wurde auch dieser als Apricot Brandy beschrieben. Der Geschmack ist natürlich ein anderer. Viel weniger, wenn auch für einen Brand recht viel Süße. Stark alkoholisch aber mit einem klaren Aprikosenaroma zusammen mit leichten Mandelnoten. Auch hier sind also die Kerne wahrscheinlich Teil der Herstellung. Nun findet man im Buch von Embury aber auch den Apricot Likör. Das Produkt „Apry“ von Marie Brizard wird dort ausdrücklich als ein Vertreter dieser Kategorie beschrieben. Man kann also davon ausgehen: Nennt Embury in einem Rezept die Zutat Apricot Brandy, so ist definitiv ein Destillat gemeint. Probieren wir das aus:</p>
<p style="text-align: justify;">Mixt man zum Beispiel den <strong>Apricot Cocktail</strong> aus dem Buch von Embury wie angegeben:</p>
<p style="text-align: justify;">3cl Gin<br />
1cl Apricot Brandy<br />
Dash Orange Bitters</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal mit dem Barack Palinka und einmal mit dem Apry von Marie Brizard stellt man fest: Beide Versionen sind geschmacklich nicht der Wahnsinn. Jene mit Apry liefert allerdings das rundere Geschmacksbild. Der Aprikosenbrand macht einen nicht unerheblich anderen Drink – Nur halt extrem stark. An dieser Stelle kommt man also nicht weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein toller Cocktail mit Apricot Brandy ist auch der Culross: Ursprünglich mit Rum, Lillet und Apricot Brandy zu gleichen Teilen gemixt, gibt es aber auch Quellen (zum Beispiel das Cafe Royal Cocktail Book) die nach der Zugabe von ein wenig Zitronensaft fragen. Hier ist anzumerken, dass im Cafe Royal der Apricot Brandy aber auch explizit als Likör beschrieben ist. Mit oder ohne Zitronensaft ergibt sich, bei der Verwendung von zum Beispiel Apricot du Roussillion ein genialer Drink, welchen man in der Version ohne Zitronensaft lieber mit einem reduzierten Anteil des Apricot Brandys macht, um eine unnötige Süße zu vermeiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem Aprikosenbrand gemixt (unterstellen wir auch an dieser Stelle mal wieder eine Fehlinterpretation von „Brandy“) und ohne Zitrone ergibt sich ein verblüffendes Ergebnis: Der Drink ist keines Wegs schlechter als jene Version mit einem Aprikosenlikör. Abgeschmeckt mit einem halben Barlöffel Zuckersirup… Noch besser. Natürlich ist es ein anderer Cocktail als mit dem süßen Likör.  Der Culross ist leider nicht im Buch von Embury zu finden, das würde die Sache hier nochmal um einiges interessanter machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Interessanten Beitrag zu dem Thema liefert nun allerdings der „Bartender’s Guide“ von Trader Vic (1947): Dort steht:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Fruit Brandies: Brandy may be made from the fermented juices of many fruits, but if sweetening is added the United States Liquor laws require that the product be called a liquer and not a brandy.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man müsste also annehmen, dass dort wo Apricot Brandy drauf steht, auch jener drin ist – Nämlich ein Aprikosenbrand. Trader Vic, der nach seiner oben genannten Beschreibung also definitiv wusste, was er meint, wenn er Apricot Brandy in einem Rezept nennt, beschreibt den Culross folgendermaßen:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>The Culross</strong></p>
<p style="text-align: justify;">0,5oz. Bacardi<br />
0,5oz. Kina Lillet<br />
0,5oz.  Apricot Brandy<br />
Juice of ¼ Lime</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Warum also der Unterschied zwischen dem Buch von Trader Vic und dem Cafe Royal Cocktail Book?</p>
<p style="text-align: justify;">Ab hier lassen sich nur Vermutungen anstellen: Der Gebrauch der Worte Apricot Brandy für einen Likör oder einen Brand hat sich vielleicht einfach eingebürgert. Niemand hinterfragte mehr, was wirklich gemeint war. Benutzt wurde wohl meist ein Likör. Die Industrie wird genau das geliefert haben: Einen Likör der sich Apricot Brandy nennt. Das Ganze nach einer Definition wie sie zum Beispiel von Friedrich Müller und Erich Kolb gemacht wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">In den USA läuft heutzutage auf jeden Fall alles nach der Definition von Trader Vic. Was bleibt, ist einfach einmal den Versuch zu starten in alten Rezepten, welche nach Apricot Brandy verlangen, einen Aprikosenbrand auszuprobieren. Das Beispiel des Culross Cocktail zeigt, dass das Ergebnis verblüffend und genial zugleich sein kann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die alte Dame und ihr Gin</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/09/27/die-alte-dame-und-ihr-gin/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2009/09/27/die-alte-dame-und-ihr-gin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 18:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Marie Brizard dürfte den meisten lediglich als Herstel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Marie Brizard dürfte den meisten lediglich als Hersteller von diversen Likören bekannt sein. Zum Unternehmen gehören aber auch diverse Spirituosen-Hersteller. In Anspielung auf die 1755 von Marie Brizard gegründete Firma wird unteranderem der „Old Ladys Gin“ hergestellt.<br />
Soweit mir bekannt, wird dieser Gin auch immer noch produziert. Jetzt aber wohl in einer anderen Qualität. Die Marke „Old Ladys Dry Gin“ sicherte man sich 1958. Seit dem wiederfuhren dieser Spirituose, wie so vielen anderen, einige Kürzungen des Alkoholgehalts. Der Gin ist jetzt ausschließlich in der 37,5% Vol. Version zu finden. Was deutlich macht, auf welchen Markt man damit abzielt.<br />
Eine Flasche die ich habe, beinhaltet jedoch unglaubliche 48% Vol. . Wie viel vom Alkoholgehalt noch übrig ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber der Füllstand deutet darauf hin, dass die Flasche bisher sehr gut gelagert wurde und somit der Verlust gering sein dürfte. Der Füllstand ist ähnlich gut, wie bei der im EUVS(<!-- m --><a href="http://www.euvs.org/en/collection/spirits/bottle/old-lady-dry-gin">http://www.euvs.org/en/collection/spiri &#8230; dy-dry-gin</a><!-- m -->)  zu sehenden Flasche mit 40% Vol. . Auf dem folgenden Foto ist meine Flasche noch verschlossen zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4178" title="mbgin" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/09/mbgin-281x300.jpg" alt="mbgin" width="281" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich die Flasche frisch geöffnet habe, kam ich zu folgenden Tastingnotizen:</p>
<table style="width: 520px; height: 164px; text-align: justify;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Marie Brizard Old Ladys Dry Gin, 48% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Ganz deutlich Wachholder zusammen mit sehr viel Orangenzeste. Fast kein Alkohol in der Nase.</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Wieder Wachholder im Vordergrund. Recht süßlich aber irgendwie insgesamt ein bisschen unrund. Ein wenig ist zu erkennen, dass es sich um eine alte Spirituose handelt.</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Recht kurz mit einer leichten alkoholischen Schärfe. Diese ist aber bei anderen Gins mit ähnlichen Volumen-Prozent genau so zu finden ist.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Durchaus ein gut gemachter Gin.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Natürlich wollte ich noch wissen, wie sich der Gin in Cocktails verhält. Dazu habe ich mich ein wenig durch dieses wunderbare kleine Rezeptbüchlein von Marie Brizard gemixt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4379" title="P1010480" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/09/P1010480-202x300.jpg" alt="P1010480" width="202" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Angel’s Face Cocktail</strong> (auch unter Empire zu finden)<br />
4cl Gin<br />
1,5cl Apricot Brandy<br />
2cl Calvados<br />
Mit einem jungen  Calvados ist dies ein wunderbar fruchtiger Drink bei dem jede Zutat gut herauszuschmecken ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bermuda Bouqet</strong><br />
2,5cl Apricot Brandy<br />
4cl Gin<br />
1bl Curacao<br />
1bl Granatapfelsirup<br />
2cl Orangensaft<br />
2cl Zitronensaft<br />
evtl. dashes Zuckersirup<br />
Ein sehr leichter, frischer Drink, bei dem sich der Gin nicht zu sehr in den Vordergrund stellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mr. Hippers Millénaire</strong></p>
<p>2cl Kirschlikör (Guignolet de Dijon)<br />
1,5cl Kirschwasser<br />
2cl Gin<br />
1,5cl Sweet Vermouth</p>
<p style="text-align: justify;">Der Gin geht in dem Drink eher unter. Aber das Gesamtbild stimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Drinks haben meinen Eindruck vom pur verkosten bestätigt. Old Ladys Gin war bzw.  ist ein ordentlich hergestellter Gin der kein wirkliches Extrem hat. Damit meine ich, dass er durchaus vielseitig einsetzbar ist. Leider ist dies mal wieder ein Produkt was man, zumindest in dieser Qualität, nicht mehr kaufen kann. So soll dieser Artikel als kleine Geschichtsstunde dienen. Die oben aufgeführten Drinks, lassen sich sicherlich auch sehr gut mit einem anderen Gin zu bereiten. Zuidam hat eine ähnliche leichte Süße und fällt mir da als Ersatz ein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was viele neue Cocktailbücher vermissen lassen</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/09/20/was-viele-neue-cocktailbucher-vermissen-lassen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 10:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch ich verfiel irgendwann dem Zwang alte Bücher übe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;">Auch ich verfiel irgendwann dem Zwang alte Bücher über Bars, Spirituosen, Drinks und andere Getränke zu kaufen. Zum einen kann man sie als wichtig bezeichnen, um alte, teils spannende Rezepte wieder zu finden. Zum anderen zeigen sie, wie sich die Drinks in ihrer Art und Zubereitung geändert haben. Aber auch wie sich Cocktailbücher gewandelt haben.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4232" title="buch1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/09/buch1-300x225.jpg" alt="buch1" width="300" height="225" /></div>
<div style="text-align: justify;">
Viele von ihnen bieten einfach aneinandergereihte Rezepte. Aber das findet sich in den meisten neuen Bücher auch. Hochauflösende Fotos von jedem Drink, die ohnehin graphisch aufgearbeitet wurden um noch besser auszusehen. Das Auge trinkt mit , vollkommen richtig, aber das interessiert mich in Cocktailbüchern nun doch wenig bis gar nicht. Ich probiere keine Drinks aus, weil ich ihre Farbe toll finde…<br />
In vielen alten Büchern sind es lediglich kleine Illustrationen. Selten solch ausgefallenen Zeichnungen wie in dem Buch Bottom’s Up zum Beispiel. Und wenn, dann erfüllen sie einen ganz anderen Zweck.</div>
<div style="text-align: justify;">Die Drinks stehen einfach im Vordergrund. Überhaupt vermitteln mir viele alte Rezeptbücher viel mehr als nur das. Sie bringen irgendwie viel mehr den Zauber, die Eleganz und das Besondere rüber, als es neue hoch designte Bücher tun. Untermalt mit kleinen Geschichten, Anekdoten oder einem Gedicht, passend zu dem jeweiligen Cocktail…</div>
<div style="text-align: justify;">
Ein Besuch im Rum Trader bei Herrn Scholl fällt mir ein um etwas deutlicher zu machen, was ich meine. Diese Bar besuche ich, zum größten Teil der Atmosphäre wegen. Die Person von Herrn Scholl, die (zeitweise sehr merkwürdigen) Gäste, die Musik und nicht zu letzt die Größe dieser Bar, lassen den Gast dort für die Zeit seines Aufenthalts in eine kleine eigene Welt abtauchen.<br />
Nun tauche ich nicht in diese alten Cocktailbücher ab. Aber sie sind für mich ein ganzes Stück weiter an all dem, was ich mit dem Trinken und der Bar verbinde.<br />
Das von mir hier schon vorgestellte Buch Handbuch für Mixer zum Beispiel: Man erkennt sofort mit welcher Intention dieses Buch geschrieben wurde. Genuss verbreiten. Was ich aus neuen Büchern heraus lese: Cocktails mixen ist ein Kinderspiel.</div>
<div style="text-align: justify;"><img class="alignright size-medium wp-image-4229" title="buch3" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/09/buch3-225x300.jpg" alt="buch3" width="180" height="241" /><br />
Ein weiteres deutsches Buch: Cheerio Gin Gin von Jan Herchenröder. Das Buch ist in sich eine Anleitung zum Trinken.</div>
<div style="text-align: justify;">Wann kommt was ins Glas, welchen Hintergrund oder welche Wirkung hat dieses oder jenes Getränk. Die Rezepte sind im Text, viel mehr in einer Geschichte, versteckt. Zusammen mit einem wunderbaren Wortwitz– Eine wahre Freude dies zu lesen.</p>
<p>Wer hat sich zu letzt so intensiv mit der Warenkunde bzw. der Kunst des Mixens an sich beschäftigt, wie David Embury in „The Fine Art of Mixing Drinks“ ? Hier und da sind in manchen Büchern kleine Textpassagen, wie der Shaker zu benutzen ist oder wie wichtig Eis ist. Aber wie Embury das Zusammenspiel der Zutaten und die Grundregeln des Bartendings erklärt … Mir fällt kein aktuelles Buch ein, das dies leistet. Vor allem den ganzen Standard-Werken laste ich dies irgendwie an. Sie vermitteln doch zu leicht das Gefühl: Jeder kann ohne Probleme Cocktails zubereiten. Wie wichtig eine gute süß-saure Basis bei vielen Drinks ist, darüber verliert niemand ein Wort. Darcy O‘Neils Abhandlung darüber, in „The journal of the American Cocktail“  muss man schon eine Zeit lang suchen. Bei den neuen Büchern gibt es aber auch Außnahmen.</p></div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4235" title="buch2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/09/buch2-300x225.jpg" alt="buch2" width="300" height="225" /></div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Das überarbeitete Buch „Forgotten Cocktails and Vintage Spirits“ von Ted Heigh ist eine solche Außnahme. Für mich ist es ein wunderbares Buch mit vielen geschichtlichen Hintergründen. Für jene die Cocktails als ihr neues Hobby ansehen, ist es dennoch ein großes Fragezeichen. Aber dafür ist es nun mal auch ein Buch das nur den einen bestimmten Bereich der Bar abdeckt: Klassische, alte Cocktails.</div>
<div style="text-align: justify;">
Klar, man findet aktuelle Fachliteratur, wenn man danach sucht. Aber man muss schon ein ganzes Stück weit den Drinks und der Bar verfallen sein, um damit etwas anfangen zu können. Anfängern muss man meist mehrere Bücher empfehlen und bei dem einen sagen, lies den Teil lieber nicht und bei dem anderen lass das erstmal weg.</div>
<div style="text-align: justify;">
Was mir an aktuellen Cocktailbüchern fehlt? Die Liebe zum Detail und die Atmosphäre der Bar.</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Robinson 55% Cask Smooth</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/08/10/robinson-55-cask-smooth/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 20:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres Mal verweilen wir für diesen Jamaika-Rum  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein weiteres Mal verweilen wir für diesen Jamaika-Rum in Deutschland – Zumindest ist dies wieder der Ort wo der Rum abgefüllt wurde, wie beim Long Pond im letzten Tasting.<br />
<img class="aligncenter size-large wp-image-3639" title="p10102391" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/08/p10102391-329x1024.jpg" alt="p10102391" width="253" height="787" /><br />
Robinson Rum stammt ursprünglich aus dem Bremer Rum Contor. Über die Jahre hinweg gab es verschiedene Abfüllungen, die sich in Ursprungsland und Alkoholstärke unterschieden. Die unterschiedlichen Volumen-Prozent und ein Herkunftsland sind geblieben: Jamaika. Robinson wird nun von Underberg vertrieben und ist in den Versionen von 41% Vol. , 73% Vol. , und den hier getesteten 55% Vol. im Handel erhältlich. Es sei schon hier vorweg zu nehmen, dass die 55%-Version die spannendste von allen ist. Mit einem Preis von ca. 17€ haben wir hier einen weiteren günstigen Vertreter der hoch aromatischen Rums aus Jamaika.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Tastingnotizen:</p>
<p style="text-align: justify;">
Aroma: Vanille, Banane, frisches Zuckerrohr (ähnlich Cachaca und Rhum Agricole)<br />
Geschmack: Sehr angenehme dezente Holznote , wieder Vanille und eine leichte Alkoholische Schärfe. Der Namenszusatz „Smooth“ trifft voll und ganz zu – Der Rum bleibt weich auf der Zunge. Der Geschmack ist trotzdem „typisch jamaikanisch“.<br />
Abgang: Hier machen sich die 55% deutlich bemerkbar. Ein mittellanger Abgang der recht süßlich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mai Tai schmeckt man einige Unterschiede zu den von mir bisher betrachteten Rums. Eine fehlende Holznote des Rums lässt im Mai Tai irgendwie etwas vermissen. Dennoch ist das Ergebnis stimmig und der Rum hat genug Kraft. Nur nicht ganz so viel wie Hampden Estate HLCF und Long Pond Estate. Den süßlichen Abgang kann man auch im Drink wiedererkennen und ebenso schmeckt man eine leichte Alkoholnote. Vermutlich kann dieser Rum zusammen mit einem zweiten Jamaikaner (der holzige Appleton Extra oder ein gelagerter Rhum Agricole) seine Stärke voll ausspielen.<br />
Robinson 55% Cask Smooth hält, was er verspricht. Trotz der 55% ist er weich und rund. Ein bisschen mehr Aggressivität und eine längere Fasslagerung würden ihm durchaus gut tun. Insgesamt ist aber auch dies ein guter Vertreter dieser Rums und wie schon erwähnt ein sehr günstiger.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jamaica Rum Tasting: Long Pond Destillery Trewlany 53%</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/07/24/jamaica-rum-tasting-long-pond-destillery-trewlany-53/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2009/07/24/jamaica-rum-tasting-long-pond-destillery-trewlany-53/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 07:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Rum aus Jamaika stammt aus der Long Pond D [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der folgende Rum aus Jamaika stammt aus der Long Pond Destille, welche im Norden Jamaikas liegt. Er ist dort 1993 destilliert worden und nach 13 Jahren im Fass abgefüllt. Das Abfüllen geschah aber in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Long Pond Destille wurde einst von Seagrams gekauft. Zu dieser Zeit (1940er) war Seagrams auf dem Weg der größte Hersteller von Spirituosen zu werden und erreichte dieses Ziel auch. Zum Portfolio gehörte auch der von ihnen in Long Pond hergestellte, sehr bekannte Rum, &#8220;Captain Morgan&#8221;.<br />
Man verkaufte die Destille immer wieder weiter. Inzwischen ist das von dort stammende Destillat eins von vielen weltweit, das an Abfüller wie Bristol Spirits, Cadenheads oder in diesem Fall an Rum Albrecht verkauft wird. Diese Hersteller können dann entscheiden, wie lange sie den Rum im Fass lassen uns was sie letzt endlich damit machen. So weit bekannt, füllt die Long Pond Destille keinen eigenen Rum ab. Alles geht an andere Abfüller. Es gibt Gerüchte, wonach zum Beispiel im Pussers Navy Rum (allerdings nicht schon immer) ein Rum von Long Pond wiederzufinden ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3496" title="longpond" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/07/longpond.jpg" alt="longpond" width="475" height="632" /><br />
Der Long Pond Single Rum wurde in unserem Fall mit 53% Vol. abgefüllt – Was ihm ausgesprochen gut tut. Der Rum hat Kraft, versteckt seine jamaikanische Herkunft nicht und ist nebenbei noch bezahlbar. Musste man für den Cadenheads Hampden Estate (als es ihn noch gab) um die 60€ hinlegen, so ist man hier mit gerade mal einem Drittel davon dabei.<br />
Ich habe mir folgende Tasting-Notizen gemacht:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aroma</strong>: Jamaika-typisch sehr kräftig,  mit Banane und einer leichten Säure.</p>
<p><strong>Geschmack</strong>: Sehr angenehme Holz-Noten. Der erste Kontakt mit der Zunge bringt einen süßlichen Geschmack (Molasse) mit sich. Der Alkohol ist präsent, aber überlagert die anderen Aromen nicht. Sehr geschmacksintensiv.</p>
<p><strong>Abgang</strong>: Der Geschmack hält lange an und bringt Aromen wie Birne und weitere Fass-Lagerungs-Aromen mit sich. Eine leichte alkoholische Schärfe ist auszumachen.</p>
<p>&#160;</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt kann man ihn als gefälliger,milder und weniger extrem als den Hampten Estate HLCF bezeichnen. Ihm fehlt ein wenig das extreme, kratzige Aroma. Aber trotzdem: Ein wunderbarer Vertreter der jamaikanischen Pot-Still-Rums.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum einen versuche ich ja möglichst viele jamaikanische Rums zu finden und diese hier (sofern es sich lohnt) vorzustellen. Zum anderen aber verlangt der Mai Tai ursprünglich einen jamaikanischen Rum. Der Long Pond ist einer von jenen Rums, die einen wunderbaren Mai Tai machen. Wie erwähnt, dient der Hampden Estate für mich persönlich als Referenz. Aber der hier vorgestellte Rum weiß pur, wie auch im Drink zu begeistern.<br />
Die Anschaffung lohnt sich also. Aber auch hier gilt wohl: Das Angebot wird auf Grund der Herstellungs-Umstände sicherlich begrenzt sein, zumal der Rum schon ein paar Jahre auf dem Markt ist.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jamaica Rum Tasting: Hampden Estate 13YO 66,2%</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/06/13/jamaica-rum-tasting-hampden-estate-13yo-662/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2009/06/13/jamaica-rum-tasting-hampden-estate-13yo-662/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 08:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jahre mag es her sein, dass Mike aus der Triobar e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zwei Jahre mag es her sein, dass Mike aus der Triobar einen unglaublichen Rum entdeckte. Cadenheads Hampden Estate 13YO mit 66,7%. Bei einem Besuch bei <a href="http://www.the-nose.de" target="_blank">Kristina Wolf</a> machte er diesen Fund. Es war zum einen der perfekte Rum für einen Mai Tai. Zum anderen aber, und das soll hier viel mehr interessieren, ist es ein unglaubliches Erlebnis, diesen Rum pur zu trinken.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2761" title="hampden1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/06/hampden1.jpg" alt="hampden1" width="318" height="517" /><br />
Für ein Blindtasting zwischen anderen Rums um die 40% Vol. ist er gänzlich ungeeignet. Man muss einfach wissen, was da jetzt im Glas ist. Der hohe Alkoholgehalt kann erschrecken und das tut er auch. Was man dann aber am Gaumen schmeckt ist eine Aromabombe, die ihres Gleichen sucht. Das Aroma bleibt so lange am Gaumen, dass man danach einfach nichts anderes mehr haben möchte. Selbst nach mehreren Minuten kann man den Rum noch deutlich wahrnehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">
Der Grund, warum der Hampden Estate so viel mehr kann als andere, liegt an folgender Tatsache: Er hat einen sehr hohen Esteranteil. Diese Ester sind chemische Verbindungen, die den Geschmack des Rums maßgeblich beeinflussen. Die in Jamaika verwendeten Pot-Stills forcieren den daraus resultierenden Geschmack noch. Column-Stils hingegen produzieren ein eher mildes, glattes Destillat. Ursprünglich erfand man diese sehr aromatischen (konzentrierten) Rums um sie nach Deutschland zu verkaufen, wo sie verdünnt als Rumverschnitt auf den Markt kamen. Eine der wenigen guten Sachen, die eine Steuer einmal mit sich gebracht hatte&#8230; Deutschland nahm diese Steuer damals, um auch nationalen Spirituosen eine Chance zu geben, auf ausländische Rums. Die Hoch-Ester Rums aus Jamaika waren die Lösung der Rumhersteller um trotzdem auf dem deutschen Markt bleiben zu können. Die Herstellung dieser Rums unterscheidet sich zum Beispiel durch eine sehr lange Fermentation, bei der neben Melasse auch Zuckerrohr, Obst und Dunder hinzu gegeben wird. Auch einige Eigenarten bei der Destillation machen aus diesen Rums was sie sind: Ein Geschmacksexplosion auf der Zunge.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich schrieb ja bereits: Es <span style="font-weight: bold;">war</span> der perfekte Rum. Die wenigen Flaschen die es gab, waren unglaublich schnell weg und auch wenn hier und da immer mal wieder ein Flasche auftauchte, blieb dieser Genuss nur wenigen gegönnt.<br />
Obwohl ich noch einen gewissen Vorrat von diesem Rum habe, werde ich Ausschau halten, was dort draußen noch an Flüssigem aus Jamaika zu bekommen ist. Was es für Alternativen gibt, um auch in den Genuss eines fantastischen Mai Tais zu kommen, damit werde ich mich bei den nächsten Jamaica-Tastings beschäftigen. Dieser Rum dient dabei, vollkommen verdient, als Referenz.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Folgenden also <strong>meine Tasting-Eindrücke</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nase</strong>: Aromen von Banane, Orangenschale aber natürlich auch einer gewissen alkoholischen Schärfe. Der typische Nagellack-Geruch, wie er bei vielen anderen hochprozentigen Spirituosen zu finden ist, ist hier allerdings nur sehr wenig bis gar nicht vorhanden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Geschmack</strong>: Zitrone, Gras, wieder Banane und eine leichte Holz-Note vom Fass. Vor allem aber einfach typisch jamaikanisch: Viel Kraft, würzig, leichte Säure.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Abgang</strong>: Der absolute Höhepunkt. Es will einfach nicht enden. Noch nach Minuten schmeckt man alle Aromen. Dazu holzige Süße und ganz hinten eine minimale Bitter-Note. Den Abgang könnte man hier in zwei Phasen unterteilen. Die eine bis der Gaumen sich vom hohen Alkoholgehalt erholt hat (was schon großartig ist). Und dann die zweite Phase wo ohne den Alkohol einfach ein unglaublicher Rum-Geschmack zurück bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Erfreulicher Weise stehe ich mit meiner Meinung, was diesen Rum angeht, nicht ganz alleine dar. Torben hat schon vor einiger Zeit einmal ein Tasting dieses Rums im <a href="http://www.cocktailforum.de" target="_blank">Cocktailforum</a> geschrieben:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Farbe/Aroma</strong>:<br />
Sehr hell, klares Stroh.<br />
In der Nase schon extrem voll, viele Aromen, sehr viel Vanille, eine „tiefe“ Note vom Holz, leichter Alkoholton, extrem kräftig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Geschmack</strong>:<br />
Eine gigantische Fülle von Aromen, die 66,2% machen sich bemerkbar, ein Rum der wärmt.<br />
Aber vor allem: Ein Rum wie eine Planierraupe, bügelt alles auf der Zunge weg und überdeckt es mit einer gigantischen, frischen und monströsen Rumnote.<br />
Wirklich wahnsinnige Aromenfülle, eine Note, die mir schwer fällt zu beschreiben, würde sagen „erdig-nussig-holzig-typisch-jamaicanisch“ ist sowohl im Geruch als auch im Geschmack immer präsent. Nach wie vor viel Vanille, etwas Holz.<br />
So ein überwältigendaes Aroma habe ich noch nie bei einer Spirituose geschmeckt.<br />
Absolut mundfüllend, definitiv: Heavy-bodied!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Abgang</strong>:<br />
Ein riesig langer Abgang, so etwas habe ich noch nie gesehen.<br />
Der Geschmack bleibt auf der Zunge bis zum bitteren Ende, selbst nach zwei Stunden kommt dieses fantastische Aroma immer wieder.<br />
Wirklich wahnsinnig&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Was bleibt? Natürlich einige <strong>Eindrücke, dieses Rums im Mai Tai</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2776" title="maitaihampd1" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/06/maitaihampd1-268x300.jpg" alt="maitaihampd1" width="268" height="300" /><br />
Erst einmal ungewöhnlich ist die Farbe des Drinks. Für gewöhnlich wird der Mai Tai mit einer viel dunkleren Farbe in Verbindung gebracht. Hier hingegen ist er, je nach verwendetem Zucker fast weiß. Um den fantastischen Geruch wahrzunehmen muss man nicht einmal besonders nah am Glas sein. Der Drink profitiert unglaublich vom Hampden Estate. Der Geruch läst den Rum deutlich hervor treten und im Geschmack zeigt er sich von seiner besten Seite mit einem Akzent auf der Holz-Note. Wieder kann der endlos lange Abgang des Hampden Estate punkten. Bisher ist mir kein besserer Mai Tai unter gekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Der nächste Teil der Jamaica-Rum-Tasting Reihe wird uns in gewisser Weise nach Deutschland führen&#8230; Und das nicht zum einzigen Mal.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2785" title="maitaiundhampden2" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/06/maitaiundhampden2-269x300.jpg" alt="maitaiundhampden2" width="269" height="300" /></p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tasting-Reihe: Rum aus Jamaika</title>
		<link>http://trinklaune.de/2009/06/05/tasting-reihe-rum-aus-jamaika/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2009/06/05/tasting-reihe-rum-aus-jamaika/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 16:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Kraftvoll, würzig, einzigartig. Sollte ich mich beschr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="postbody" style="text-align: justify;">Kraftvoll, würzig, einzigartig. Sollte ich mich beschränken so wären das wohl meine drei Worte, um Rums zu beschreiben, die aus Jamaica kommen.</div>
<div class="postbody" style="text-align: justify;"></div>
<div class="postbody" style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2477" title="jamaican-large-flag-jm" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/06/jamaican-large-flag-jm-300x150.gif" alt="jamaican-large-flag-jm" width="300" height="150" /></div>
<div class="postbody" style="text-align: justify;">
<p>Grundsätzlich gibt es für mich zwei Favoriten in der Rumwelt dort draußen: Die schon erwähnten jamaikanischen und die Demerara Rums. Letzteren werde ich bei Gelegenheit einen ähnlichen Text wie diesen hier widmen. Andere, egal welcher Herkunft, sind immer irgendwie… ähnlich. Überall dasselbe Bild: Mild, mal mehr mal weniger Aroma. Und der Geschmack… lässt sich ja wunderbar über die Fasslagerung regeln.<br />
Mein erster Rum den ich pur getrunken habe, war Appleton Extra (12 Jahre alt). Vielleicht liegt es daran, dass ich inzwischen viele Rums als langweilig bezeichne. Sucht man nach kraftvollen Rums, so lohnt sich es sich, mehr als einen Blick auf solche in Fassstärke zu werfen. Oft von unabhängigen Abfüllern wie Cadenheads, Murray Mc David oder z.B. Bristol Classic. Aber auch das geht nicht immer gut. Es kommt durchaus vor, dass jenseits der 60% Vol. bei den Geschmacksnerven nicht mehr viel Aroma ankommt. Der Alkohol überlagert einfach alles sehr schnell. Ein paar Tropfen Wasser, je nach persönlichem Gusto drehen das Ganze aber schon wieder weiter ins Positive – Neue, vorher nicht auszumachende Geschmacksdimensionen steigen in die Nase und erfreuen die Zunge. Jedoch sind längst nicht alle Rums dadurch zu „retten“. Manche sind nun mal einfach nicht gut.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2478" title="jamaicakarte" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/06/jamaicakarte.jpg" alt="jamaicakarte" width="680" height="364" /></p>
<p>Nun ist mein Geschmack ja auch nicht maßgebend für den Rest der Genießer dort draußen. Viele  sind vielleicht Rum-Einsteiger und ihr Geschmacksempfinden ist einfach noch nicht bereit für so einen Rum. Oder wieder andere schauen gerade zum ersten Mal vorsichtig über den Becherrand des riesigen Whiskey-Meers, wenn sie ihren ersten Rum vor sich haben. Gut also, dass es auch andere Rums gibt. Einige warten mit einer ähnlichen Aromenvielfalt, jedoch nicht ganz so dominant auf ihre Verkostung.</p>
<p>Auch der Gelegenheits-Genießer möchte gerne Rum trinken. Da kommen aromaschwache Rums doch gerade richtig – Und auch solche die unglaublich gut gemacht sind, im Enddefekt aber doch nur nach Schokolade schmecken und ohne jegliche Kraft den Gaumen umschließen, haben ihre Daseinsberechtigung. Nicht das man mich jetzt falsch versteht: Auch ich trinke solche Rums, befinde den ein oder anderen für gut… Dennoch entstammt meine Leidenschaft für Rum nicht dieser Ecke der Welt.</p>
<p>Meine Vorliebe für jamaikanischen Rum hat einen Haken: Der Markt gibt nicht all zu viel her. Viele Rums aus Jamaika sind es nicht gerade, die der Markt gerade hergibt. Und einige sind auch wirklich nicht erwähnenswert. In einer kleinen Reihe über eben diese Rums werde ich mich einmal umschauen, was es da draußen so gibt und was sich auf jeden Fall lohnt. Ein Schwerpunkt wird dabei die Mixability bilden. Ein Drink der förmlich nach einem kräftigen Rum schreit, der Mai Tai, wird dabei als „Testobjekt“ herhalten.<br />
Welcher Rum eignet sich besonders gut für diesen Drink? Welcher liefert ein schönes Ergebnis und ist dennoch nicht zu teuer um im Pouring zu stehen? Was macht Jamaika-Rums aus? Was hat es mit den High-Ester-Rums auf sich und warum taucht so oft der Begriff Pot Still auf? Warum hat Deutschland eine enge Verbindung zu diesen Rums? Alles Fragen, deren Antwort hier in naher Zukunft zu lesen sein wird.</p>
<p>Ein kleiner Aperitif gefällig, welche Rum-Hersteller/-Abfüller den Weg ins Glas finden werden?<br />
Appleton, Robinson, Cadenheads, Murry Mc David, Coruba …</p></div>
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		<title>Trinklaune im Le Bon Lion</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 18:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Genießer bilden zusammen das Autorenteam dieses B [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Vier Genießer bilden zusammen das Autorenteam dieses Blogs. Einer von ihnen ist jedoch ein wenig anders als die anderen. Er ist Bartender in einer richtigen Bar. Torben darf, wenn auch nicht hauptberuflich, eine der schönsten Bars als seinen Arbeitsplatz bezeichnen – Das Le Lion in Hamburg. Ungefähr zwei Nächte in der Woche ist er dort anzutreffen und hat inzwischen wohl oft genug unter Beweis gestellt, dass er sich hinter der Theke wohl ähnlich gut auskennt wie davor. Zumindest wurde ihm wie auch dem Rest des Le Lion-Teams die Ehre zuteil, im „kleinen Löwen“ zu mixen &#8211; Dem Le Bon Lion. Wer mehr über diese zweite (aber eigentlich erste) Bar von Jörg Meyer in Hamburg erfahren möchte, dem sei <a href="http://ohgosh.tv/episode/le-bon-lion-hamburg-bar/" target="_blank">dieses Video</a> bei Ohgosh.tv zu empfehlen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2300" title="img_1100" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/05/img_1100-300x214.jpg" alt="img_1100" width="300" height="214" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Torben berichtete uns schon vor einiger Zeit von diesem geplanten Abend, nur der Termin stand wohl noch nicht fest. Irgendwie war es aber dennoch klar, dass sich der Rest vom Trinklaune-Team auf jeden Fall dort einfinden würde. Und das taten wir auch.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Letzten Donnerstag war es dann so weit. Wir trafen uns zunächst in guter Tradition zum Essen im Plat du Jour. Wie immer hatten wir dort nichts zu meckern und standen gegen 23 Uhr gut gestärkt vor der Tür des Bon Lions… Und dort standen wir eine ganze Zeit lang. Jegliches Klingeln änderte nichts an der verschlossenen Tür und öffnen lies sie sich auch nicht einfach. Von drinnen waren auf jeden Fall die Stimmen von mehr als einer Hand voll Leute zu hören. Wir dachten uns schon, dass es voll werden würde. Also entschlossen wir uns als Alternative zunächst einen Drink im Le Lion zu nehmen und es dann später noch einmal zu versuchen. Mit erstauntem Gesicht, dass wir nicht bei Torben waren, wurde uns dann aber versichert, dass eigentlich nur die Klingel defekt sein könnte und auf jeden Fall noch Platz sein müsste. Genau dies und eine Tür, die einfach nur etwas stärker klemmte, waren der Grund…</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2305" title="img_1089" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/05/img_1089-300x239.jpg" alt="img_1089" width="300" height="239" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Wir waren letztendlich also doch im Le Bon Lion angekommen und konnten unseren Aufenthalt genießen. Torben hatte sich einige Gedanken um die Karte des Abends gemacht. Das Ergebnis war mehr als überzeugend. Ein wunderbarer Mix von verschiedensten Cocktails, der für jeden Geschmack etwas bot. Wir nutzen die Zeit, um uns über einige Dinge unseres gemeinsamen Blogs auszutauschen und über die Zukunft zu reden. Eine herrliche Bar, gute Drinks und Torben als sehr guter Gastgeber schafften eine tolle Atmosphäre. Insgeheim gefällt mir der kleine Löwe aus unerklärlichen Gründen noch ein Stück besser als der Große…</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2301" title="img_1078" src="http://static2.trinklaune.de/wp-content/uploads/2009/05/img_1078-235x300.jpg" alt="img_1078" width="235" height="300" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ich muss eingestehen, man merkt deutlich den Unterschied zwischen Torben, der öfter wirklich als Bartender arbeitet und uns, die nur zu Hause für sich und ein paar Gäste mixen. Zwischenzeitlich hatte er einiges zu tun und kam trotzdem nicht aus der Ruhe. Auch meine Unentschlossenheit, was ich trinken sollte, konnte er nebenbei noch abstellen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Besonders erwähnen möchte ich gerne den „Le Voyageur“ Cocktail. Eine leckere Kreation von Torben, bestehend aus einem gereiften Mauritius Rum, Sauvignon Blanc, Apricot Brandy, Limette und Agavensirup. Sehr zu empfehlen, aber dazu später mehr!</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Es war ein schöner Abend, der für mich dennoch zu spät erst um 6.30 Uhr im Bett endete.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ich hoffe auf ein nächstes Mal bei dem ich weniger früh müde werde…</p>
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