<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Trinklaune</title>
	<atom:link href="http://trinklaune.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://trinklaune.de</link>
	<description>Denken - Schmecken - Genießen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 10 Mar 2010 06:24:07 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Deoch an Doruis: Cragganmore</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/03/10/deoch-an-doruis-cragganmore/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/03/10/deoch-an-doruis-cragganmore/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 06:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7305</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Destillerie im abgelegenen Ballindalloch, tief im Süden der Speyside, zu bauen wurde überhaupt erst durch die 1863 fertiggstellte Strathspey-Eisenbahn möglich. Sechs Jahre später gründete John Smith auf dem Anwesen des schottischen Landbesitzers und Politikers Sir George Macpherson-Grant die Cragganmore-Brennerei. Smith war einer der erfahrensten Whiskybrenner seiner Zeit: Bevor er seine eigene Brennerei erbaute, leitete er bereits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Destillerie im abgelegenen Ballindalloch, tief im Süden der Speyside, zu bauen wurde überhaupt erst durch die 1863 fertiggstellte Strathspey-Eisenbahn möglich. Sechs Jahre später gründete John Smith auf dem Anwesen des schottischen Landbesitzers und Politikers Sir George Macpherson-Grant die Cragganmore-Brennerei. Smith war einer der erfahrensten Whiskybrenner seiner Zeit: Bevor er seine eigene Brennerei erbaute, leitete er bereits Macallan, Glenlivet, Glenfarclas und die heute nicht mehr existierende Destillerie Wishaw.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7319" href="http://trinklaune.de/2010/03/10/deoch-an-doruis-cragganmore/cimg2348/"><img class="alignright size-medium wp-image-7319" title="Cragganmore" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG2348-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Als John Smith 1886 starb übernahm sein Bruder treuhänderisch den Betrieb bis John&#8217;s Sohn Gordon volljährig wurde. Dies war 1893 der Fall. Gordon liess die Destillerie 1901 renovieren und engagierte dazu den Brennereiarchitekten Charles Doig. In der Zeit zwischen Gordon&#8217;s Tod 1912 und dem Verkauf der Brennerei 1923 an die White Horse Distillers Ltd. und dem Grundeigentümer Macpherson-Grant wurde sie von Gordon&#8217;s Witwe Mary Jane Smith geleitet. Die White Horse Distillers Ltd. wird 1927 von Distillers Company Ltd. (D.C.L) gekauft. Die D.C.L wird nach dem Übernahmegefecht mit Guinness in United Destillers (UD) umbenannt und gehört heute zu Diageo. Der Cragganmore Single Malt wurde 1987 in die Serie der Classic Malts aufgenommen und vertritt dort neben Cardhu, Glen Elgin, Knockando und The Singleton of Dufftown die Speyside.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Cragganmore-Destillerie weist eine Besonderheit auf: Ihre Spiritstills sind ungewöhnlich geformt. Die übllichen Schwanenhälse oder <em>Lyne arms</em> sind bei Cragganmore durch flache T-förmige Köpfe ersetzt. Dies führt dazu, dass die Dämpfe, die nicht leicht genug sind, bereits an dieser flachen Oberfläche kondensieren, zurücklaufen und redestilliert werden (Reflux). Auf den Seiten von Theresia Lüning&#8217;s The Whisky Store finden sich einige <a href="http://www.thewhiskystore.de/dist/cragganm/still.htm">Fotos</a>, die diese eigentümliche Form sehr schön abbilden.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Cragganmore Single Malt Whisky 12yo, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">Goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">frisch, Honig- und Karamellnoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Sehr cremige, seidige Textur,  elegant. Zunächst süßlich und mild, entfaltet sich. Später dezenter Rauch und etwas Gewürze</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Langanhaltend, malzig, noch ein wenig rauchig.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Cragganmore weiss zu überzeugen. Seine elegante Cremigkeit hat mir gut gefallen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/03/10/deoch-an-doruis-cragganmore/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lassalle Cuvée Réminescence</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/03/06/lassalle-cuvee-reminescence/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/03/06/lassalle-cuvee-reminescence/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 09:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torben Bornhöft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=6928</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute kommt eine Rarität ins Glas bzw. in den Blog: Von der 130,00 € teuren Sondercuvée Réminescence wurden nur 700 Flaschen hergestellt (man vergleiche Dom Pérignon: geschätzte 7 Mio. + !), die Grundweine kommen zu 50 % aus 1989, zu 50 % aus 1990. Diese Cuvée wurde zusammen schlappe 18 Jahre auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute kommt eine Rarität ins Glas bzw. in den Blog: Von der 130,00 € teuren Sondercuvée Réminescence wurden nur 700 Flaschen hergestellt (man vergleiche Dom Pérignon: geschätzte 7 Mio. + !), die Grundweine kommen zu 50 % aus 1989, zu 50 % aus 1990. Diese Cuvée wurde zusammen schlappe 18 Jahre auf der Hefe ausgebaut, um dann degorgiert und von uns ausgetrunken zu werden. Klassisch im Hausstil wurde jeweils 1/3 Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay verwendet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Flasche ist understatement pur, dezent und elegant. Es wird kein großes Halligalli um den in dieser Art in der Champagne einzigartigen Inhalt gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nase:</strong><br />
Sherry, Honig, dunkle Frucht, Karamell</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gaumen:</strong><br />
Erster Eindruck: fantastischer Wein, fette Honigtöne, Toast. Süßlicher Geschmack, ohne süß zu sein, tief, dunkel und mächtig, Nadelwald-Aroma, irre nachhaltig. Ganz ganz viel Honig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Abgang:</strong><br />
Honig! Sättigend und füllend.</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder ein absolutes Erlebnis. Ein honiggesättigtes Monster aus Chigny-les-Roses. Ist die Honignote bei 1990er-Champagner ja typisch, wird sie hier auf das nächste Level getragen. Sehr präsent und damit auch sättigend und füllend, ein Glas hat mir gereicht (das ist nicht negativ gemeint, außerdem sei fairerweise angemerkt, dass dieser Flasche schon vier andere vorausgingen&#8230;). Ich denke, dies ist ein Wein, der polarisiert. Mir gefiel er sehr gut, zwei Trinker aus unserer Verkostungsrunde waren eher medium angetan. Zwei andere kürten ihn jedoch zum Wein des Abends (gegen starke Konkurrenz wie Pol Rogers Winston Churchill aus 1996 oder Eglys Blanc de Noirs).</p>
<p style="text-align: justify;">EIn ganz besonderer Champagner eben!</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-6959" href="http://trinklaune.de/2010/03/06/lassalle-cuvee-reminescence/lassalle-reminescence/"><img class="aligncenter size-large wp-image-6959" title="Lassalle Réminescence" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Lassalle-Réminescence-662x1024.jpg" alt="" width="463" height="717" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/03/06/lassalle-cuvee-reminescence/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Cardhu</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/03/03/deoch-an-doruis-cardhu/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/03/03/deoch-an-doruis-cardhu/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7272</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie viele andere Brennereien zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch war Cardhu in den ersten Jahren ihrer Existenz eher eine Farm mit angeschlossener Destillerie. John Cumming und seine Frau Helen siedelten sich um 1810 in der Nähe der Ortschaft Cardow, westlich von Aberlour, an und begannen sehr bald neben der Landwirtschaft mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie viele andere Brennereien zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch war Cardhu in den ersten Jahren ihrer Existenz eher eine Farm mit angeschlossener Destillerie. John Cumming und seine Frau Helen siedelten sich um 1810 in der Nähe der Ortschaft Cardow, westlich von Aberlour, an und begannen sehr bald neben der Landwirtschaft mit der Whiskyherstellung. Diese war seinerzeit noch mit derart hohen Steuern belegt, dass auch die Cummings wie viele andere ihren Whisky illegal herstellten. Aus der Zeit der illegalen Whiskyherstellung stammen einige Anekdoten, deren Wahrheitsgehalt ich nicht prüfen kann, die aber nicht minder unterhaltsam sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7277" href="http://trinklaune.de/2010/03/03/deoch-an-doruis-cardhu/cimg2316/"><img class="alignleft size-medium wp-image-7277" title="CIMG2316" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/03/CIMG2316-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">So soll Helen Cumming den von ihrem Mann gebrannten Whisky aus dem Küchenfenster an vorbeifahrende Reisende verkauft haben. Um den Steuerinspektoren zu entgehen, soll sie den Steuerinspektoren eine Unterkunft in ihrem Farmhaus angeboten haben und da es im Umkreis von Meilen keine Gasthäuser gab wurde dieses Angebot auch gern angenommen. Sassen die Steuerinspektoren erst einmal an ihrem Tisch, hisste sie eine rote Flagge um ihren Mann und alle vorbeireisenden potentiellen Käufer vor der Anwesenheit der Kontrolleure zu warnen. Als sich das Risiko des illegalen Brennens durch Inkrafttreten des Act of Excise nicht mehr lohnte, erwarb John Cumming 1824 eine Lizenz. Dieses Jahr gilt als das offizielle Gründungsjahr der Destillerie, die zu dieser Zeit noch nach der Ortschaft in der Nähe Cardow genannt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Als John Cumming 1846 starb übernahm sein Sohn Lewis den Betrieb und nach Lewis&#8217; Tod 1872 dessen Ehefrau Elizabeth. Diese erneuerte die Brennerei 1884 von Grund auf und verkaufte die alten Brennblasen an William Grant, der zu dieser Zeit die Glenfiddich Destillerie erbaute. 1893 verkaufte sie an John Walker &amp; Sons, die 1897 die Anzahl der Brennblasen von zwei auf vier erhöhten. 1925 ging John Walker &amp; Sons in der DCL auf und gehört somit heute zu Diageo. 1983 änderte Diageo den Namen in Cardhu, gälisch für &#8220;schwarzer Fels&#8221;, doch unabhängige Abfüller wie z.B. Cadenhead füllen den Whisky manchmal noch als Cardow ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Heutzutage steht Cardhu in der Liste der meistverkauften Whiskys der Welt auf Platz sechs. Diese respektable Platzierung ist sicher der Tatsache geschuldet, dass Cardhu in Spanien der beliebteste Whisky ist. Zudem ist Cardhu Bestandteil des Johnnie Walker Blended Whisky. Als 2003 die Nachfrage die Bevorratung zu übersteigen drohte, führte Diageo einen neuen Cardhu ein: den Cardhu Pure Malt. Da der Begriff Pure Malt gesetzlich nicht geschützt war, ermöglichte dieser Schachzug Diageo beliebige Malt Whiskys, solange es nur Malts und keine Grain Whiskys waren, im Cardhu zu vermählen. Dies rief unter den Single-Malt-Herstellern, allen voran Glenfiddich, eine große Empörung hervor. Man warf Diageo Verbrauchertäuschung vor. Der Streit wurde sogar bis zum Parlament in London getragen. Nach einer Interimslösung den Cardhu Pure Malt optisch deutlicher vom Single Malt zu unterscheiden, erklärte Diageo zur Jahreswende 2003/2004 ganz auf den Pure Malt verzichten zu wollen. Dieser Steit war es aber letztlich, der die Scotish Whisky Association (SWA) veranlasste, 2005 neue Bezeichnungen einzuführen. So wurde &#8220;Vatted Malt&#8221; jetzt in &#8220;Blended Malt&#8221; umbenannt. Leider führte dies häufig zur Verwirrung des Konsumenten, da der &#8220;Blended Malt&#8221; (ein Blend von Single Malt Whiskys) leicht mit &#8220;Blended (Scotch) Whisky&#8221; (ein Blend aus Malt und Grain Whiskys) zu verwechseln ist.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Cardhu Single Malt Whisky 12yo, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">goldgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">Kraftvoll, frisch und trocken, Honignoten, etwas holzig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">Weich auf der Zunge, für einen kurzen Augenblick etwas Süsse, dann sehr trocken und kräftig</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Ziemlich kurz, schwach etwas Rauch, ein klein wenig Süsse</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser ziemlich schwachen Vorstellung komme ich nicht umhin mich zu fragen, warum dieser Whisky in Spanien so erfolgreich ist. Auch in anderen warmen Ländern wie Portugal, Frankreich, Italien und Griechenland verkauft sich der Cardhu sehr gut. Wenn man ein wenig Wasser hinzufügt, erhält man vielleicht die Antwort: Der Cardhu wird deutlich gefälliger und einfacher zu trinken. Die Aromatik kommt mir zwar immer noch recht eindimensional vor, aber der Whisky wird erfrischend. Mit Eis vermutlich ideal für südliche Gefilde. Mein Lieblingswhisky wird der Cardhu aber auch im Sommer nicht werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/03/03/deoch-an-doruis-cardhu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Apricot Brandy – Gestern und Heute dasselbe Produkt?</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Jäckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7151</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Brandy ist einer von den Amerikanern, für viele verschieden Spirituosen benutzter Namenszusatz. Cognac, Pisco, Armagnac … Alles wird über einen Kamm geschoren: Brandy. Soweit zumindest im Sprachgebrauch. In der Kategorie der Liköre geht es ähnlich konfus zu. Das dadurch Missverständnisse auftreten, ist vorprogrammiert. So ist vermutlich auch der Singapore Sling eine Missinterpretation des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Brandy ist einer von den Amerikanern, für viele verschieden Spirituosen benutzter Namenszusatz. Cognac, Pisco, Armagnac … Alles wird über einen Kamm geschoren: Brandy. Soweit zumindest im Sprachgebrauch. In der Kategorie der Liköre geht es ähnlich konfus zu. Das dadurch Missverständnisse auftreten, ist vorprogrammiert. So ist vermutlich auch der Singapore Sling eine Missinterpretation des Straits Sling. Man wusste schlichtweg nicht was mit „Dry Cherry Brandy“ im Original Rezept des Straits Sling gemeint war – Fälschlicher Weise nahm man einen Kirchlikör obwohl Kirschwasser gemeint war.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Frucht bei der das Anhängsel „Brandy“ eine Rolle spielt, ist der Apricot Brandy. Auf der Suche nach Definitionen trifft man auf folgendes:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aus Fruchtfleisch und Aprikosengeist hergestellt. Steht jedoch „Aprikosenlikör“ auf der Flasche, dann fehlt der Zusatz von Aprikosen-Branntwein. Er ist dann süßer.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[Friedrich Müller (1965): Glück im Glas, S.144.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Brandy […], in its broader sense the term applies to liquor distilled from any fruit,[…] Thus, in addition to  grape brandies, we have […], apricot brandies.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[David A. Embury (1978): The Fine Art of Mixing Drinks, S.61.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Für die Herstellung des Aprikosen-Likörs „Apricot-Brandy“, einem seit langem bekannten Fruchtbrandy, ist der Zusatz von Aprikosenbrand oder Aprikosengeist in der für einen Fruchtbrandy obligatorischen Menge (2L reiner Alkohol pro 100L Likör) unbedingt notwendig.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[Erich Kolb(2004): Spirituosen-Technologie, S.356.]</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">[…]usually quite sweet.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">[W.J. Tarling(1937): Cafe Royal Cocktail Book]</p>
<p style="text-align: justify;">Geht es nach Friedrich Müller und Erich Kolb, so reicht ein gewisser Anteil eines Aprikosen-Destillats. Embury geht weiter und beschreibt Apricot Brandy als ein reines Destillat. Was ist wirklich drin – oder viel wichtiger: Ist in jedem Apricot Brandy das Gleiche und was verlangen alte Rezeptbücher?</p>
<p style="text-align: justify;">Nimmt man zum Beispiel den als Apricot Brandy beschrifteten Likör von Marie Brizard – Apry genannt. Ein typischer Likör. Sehr süß, mit typischen Geschmacksnoten von Aprikosen und vor allem zusätzlichen Mandelaromen &#8211; Vermutlich durch die Aprikosenkerne. Produziert wird er laut Herstellerangaben aus Aprikosen und Cognac. Ob das über eine einfache Mazeration und/oder eine Destillation zum gewünschten Ergebnis führt, weiß ich an dieser Stelle nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Geschmacksbild zieht sich auf jeden Fall sehr ähnlich, durch die Reihe der Apricot Brandies: De Kuyper und Giffard zum Beispiel. Bei letzterem gibt es neben einem Apricot Brandy noch den Apricot du Roussillion aus der Premium-Reihe. Dort kann man vom Geschmack her, durchaus auf die Zugabe eines Aprikosendestillats schließen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vergleicht man den aktuellen Apricot Brandy von Bols mit einer alten Flasche,</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7169" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/bolsapricot/"><img class="aligncenter size-large wp-image-7169" title="BolsApricot" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/BolsApricot-379x1024.jpg" alt="" width="255" height="686" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">so zeigen sich keine gravierenden Unterschiede.  Es ist ein typischer, recht süßer Likör. In einer alten Werbung von Bols kann man dazu folgendes sehen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7261" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/p1020619/"><img class="aligncenter size-full wp-image-7261" title="P1020619" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/P1020619.jpg" alt="" width="329" height="507" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Apricot Brandy wurde also schon viel früher auf diese Art und Weise hergestellt und wies die für uns heute typische Geschmackscharakteristik auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber hat die Definition von Embury dann für eine Bedeutung? Seiner Beschreibung verleiht er ein paar Seiten später noch einmal Nachdruck und nennt das Produkt „Barack Palinka“. Ein Aprikosenbrand aus Ungarn mit 43%:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7187" href="http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/barackpalinka/"><img class="aligncenter size-large wp-image-7187" title="barackpalinka" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/barackpalinka-914x1024.jpg" alt="" width="351" height="391" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wie auf dem Etikett zu erkennen ist, wurde auch dieser als Apricot Brandy beschrieben. Der Geschmack ist natürlich ein anderer. Viel weniger, wenn auch für einen Brand recht viel Süße. Stark alkoholisch aber mit einem klaren Aprikosenaroma zusammen mit leichten Mandelnoten. Auch hier sind also die Kerne wahrscheinlich Teil der Herstellung. Nun findet man im Buch von Embury aber auch den Apricot Likör. Das Produkt „Apry“ von Marie Brizard wird dort ausdrücklich als ein Vertreter dieser Kategorie beschrieben. Man kann also davon ausgehen: Nennt Embury in einem Rezept die Zutat Apricot Brandy, so ist definitiv ein Destillat gemeint. Probieren wir das aus:</p>
<p style="text-align: justify;">Mixt man zum Beispiel den <strong>Apricot Cocktail</strong> aus dem Buch von Embury wie angegeben:</p>
<p style="text-align: justify;">3cl Gin<br />
1cl Apricot Brandy<br />
Dash Orange Bitters</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal mit dem Barack Palinka und einmal mit dem Apry von Marie Brizard stellt man fest: Beide Versionen sind geschmacklich nicht der Wahnsinn. Jene mit Apry liefert allerdings das rundere Geschmacksbild. Der Aprikosenbrand macht einen nicht unerheblich anderen Drink – Nur halt extrem stark. An dieser Stelle kommt man also nicht weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein toller Cocktail mit Apricot Brandy ist auch der Culross: Ursprünglich mit Rum, Lillet und Apricot Brandy zu gleichen Teilen gemixt, gibt es aber auch Quellen (zum Beispiel das Cafe Royal Cocktail Book) die nach der Zugabe von ein wenig Zitronensaft fragen. Hier ist anzumerken, dass im Cafe Royal der Apricot Brandy aber auch explizit als Likör beschrieben ist. Mit oder ohne Zitronensaft ergibt sich, bei der Verwendung von zum Beispiel Apricot du Roussillion ein genialer Drink, welchen man in der Version ohne Zitronensaft lieber mit einem reduzierten Anteil des Apricot Brandys macht, um eine unnötige Süße zu vermeiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem Aprikosenbrand gemixt (unterstellen wir auch an dieser Stelle mal wieder eine Fehlinterpretation von „Brandy“) und ohne Zitrone ergibt sich ein verblüffendes Ergebnis: Der Drink ist keines Wegs schlechter als jene Version mit einem Aprikosenlikör. Abgeschmeckt mit einem halben Barlöffel Zuckersirup… Noch besser. Natürlich ist es ein anderer Cocktail als mit dem süßen Likör.  Der Culross ist leider nicht im Buch von Embury zu finden, das würde die Sache hier nochmal um einiges interessanter machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Interessanten Beitrag zu dem Thema liefert nun allerdings der „Bartender’s Guide“ von Trader Vic (1947): Dort steht:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Fruit Brandies: Brandy may be made from the fermented juices of many fruits, but if sweetening is added the United States Liquor laws require that the product be called a liquer and not a brandy.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man müsste also annehmen, dass dort wo Apricot Brandy drauf steht, auch jener drin ist – Nämlich ein Aprikosenbrand. Trader Vic, der nach seiner oben genannten Beschreibung also definitiv wusste, was er meint, wenn er Apricot Brandy in einem Rezept nennt, beschreibt den Culross folgendermaßen:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>The Culross</strong></p>
<p style="text-align: justify;">0,5oz. Bacardi<br />
0,5oz. Kina Lillet<br />
0,5oz.  Apricot Brandy<br />
Juice of ¼ Lime</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Warum also der Unterschied zwischen dem Buch von Trader Vic und dem Cafe Royal Cocktail Book?</p>
<p style="text-align: justify;">Ab hier lassen sich nur Vermutungen anstellen: Der Gebrauch der Worte Apricot Brandy für einen Likör oder einen Brand hat sich vielleicht einfach eingebürgert. Niemand hinterfragte mehr, was wirklich gemeint war. Benutzt wurde wohl meist ein Likör. Die Industrie wird genau das geliefert haben: Einen Likör der sich Apricot Brandy nennt. Das Ganze nach einer Definition wie sie zum Beispiel von Friedrich Müller und Erich Kolb gemacht wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">In den USA läuft heutzutage auf jeden Fall alles nach der Definition von Trader Vic. Was bleibt, ist einfach einmal den Versuch zu starten in alten Rezepten, welche nach Apricot Brandy verlangen, einen Aprikosenbrand auszuprobieren. Das Beispiel des Culross Cocktail zeigt, dass das Ergebnis verblüffend und genial zugleich sein kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/26/apricot-brandy-%e2%80%93-gestern-und-heute-dasselbe-produkt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Benromach</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/24/deoch-an-doruis-benromach/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/24/deoch-an-doruis-benromach/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 03:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7229</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die kleine Brennerei Benromach wurde 1898 im Städtchen Forres an der Findhorn Bay, einem fast vollständig vom Land umgebenen Tidebecken am Küstenstreifen der Speyside,  gegründet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründerväter waren Duncan MacCallum von der Glen Nevis Distillery auf der Halbinsel Kiltyre nahe Campbeltown, die heute leider nicht mehr existiert,  und F. W. Brickmann, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die kleine Brennerei Benromach wurde 1898 im Städtchen Forres an der Findhorn Bay, einem fast vollständig vom Land umgebenen Tidebecken am Küstenstreifen der Speyside,  gegründet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründerväter waren Duncan MacCallum von der Glen Nevis Distillery auf der Halbinsel Kiltyre nahe Campbeltown,<a rel="attachment wp-att-7234" href="http://trinklaune.de/2010/02/24/deoch-an-doruis-benromach/cimg2305/"><img class="alignright size-medium wp-image-7234" title="Benromach Traditional" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/CIMG2305-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a> die heute leider nicht mehr existiert,  und F. W. Brickmann, ein Spirituosenhändler aus Leith. Für den Bau engagierten sie niemand geringeren als den erfolgreichen Brennerei-Architekten Charles Doig. Doch bereits nach zwei Jahren kam das Projekt ins Straucheln: Brickmann&#8217;s Firma war geschäftlich eng verwoben mit den Pattison-Brüdern, ebenfalls aus Leith, die den unrühmlicher Weise nach ihnen benannten Pattison Crash auslösten. Auch Brickmann geriet in diesen Strudel und ging Konkurs.  Der verbleibende Eigentümer konnte, nun auf sich allein gestellt, erst 1909 Benromach fertigstellen und mit der Produktion beginnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese lange Zeit ohne Produktion, ohne Einnahmen, fraß MacCallums Liquidität und so musste er Benromach 1911 verkaufen. Vielleicht hätte er dies nicht ganz so schwer genommen, hätte er gewußt, dass 1914 ein Weltkrieg ausbrechen und in  dessen Folge die Destillerie bis 1919 geschlossen bleiben würde. Es folgten noch einige Eigentümerwechsel &#8211; zwischenzeitlich war die Brennerei sogar mit den National Distillers of America in ausländischem Besitz- und eine erneute Stillegung der Brennerei von 1925 bis 1937. Letztlich wurde Benromach 1983 eingemottet.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Zehn Jahre später kauften die unabhängigen Abfüller Gordon &amp; Macpheil die dahindämmernde Brennerei und erweckten sie zu neuem Leben. Von 1993 bis 1998 wurde die Destillerie renoviert und es blieb kein Stein auf dem anderen. Bis auf einen <a href="http://www.thewhiskystore.com/einsteiger/swmg17.htm">Alkohol-Sammerbehälter</a> wurde die gesammte Anlage erneuert. So ging Benromach erst  nach der feierlichen Eröffnung durch Prince Charles am 15.10.1998 wieder in Produktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Benromach sind noch einige Whiskys erhältlich, die in der Zeit vor Gordon &amp; Macpheil ins Fass kamen, z.B. die 18, 21, 22, 25 und gar 55 Jahre alten Qualitäten. Gordon &amp; Macpheil bringt die selbst produzierten Whiskys (zumindest einen Teil davon) recht jung in die Flasche: Der Benromach Organic ist acht Jahre alt, der Benromach Peat Smoke neun. Ich hatte heute die Standardabfüllung, den fünf Jahre alten Benromach Traditional im Glas.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Benromach Traditional Single Malt Whisky, 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">auffallend hell im Glas</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">torfig, Zitrusaromen, Honignoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">sanft auf der Zunge, leichte Süsse, milde Torfnoten, schöne Getreidearomen, rauchig und malzig, würzig.</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">Leicht und süss mit dezenten Rauch- und Malzaromen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Um ehrlich zu sein, hatte ich von diesem Jungspund so viel nicht erwartet und wurde positiv überrascht. Der Benromach Traditional hat nicht die Komplexität und Tiefe eines reiferen Whiskys. Er ist aber ein durch und durch gelungener, frischer, sich leicht erschliessender Whisky, den man gern mal so nebenbei trinken mag.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/24/deoch-an-doruis-benromach/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WeinZeit: Wir heben ab: Germanwings</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 09:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=6414</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">© Germanwings</p>
<p style="text-align: justify;">Immer öfter liest man davon, dass Sommeliers für Fluglinien gesondert Weine aussuchen, da das Geschmacksempfinden in 10.000m anders ist als am Boden. Es wird vermutet, dass die Geschmacksnerven an Bord unsensibler sind und aus diesem Grund werden oft kräftigere Weine gewählt und die Speisen stärker gewürzt. Der Effekt des erhöhten Tomatensaft-Konsums wird ebenfalls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6415" class="wp-caption aligncenter" style="width: 409px"><a href="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/399x189_bordservice.jpg"><img class="size-full wp-image-6415" title="Bordservice" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/399x189_bordservice.jpg" alt="Bordservice" width="399" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">© Germanwings</p></div>
<p style="text-align: justify;">Immer öfter liest man davon, dass Sommeliers für Fluglinien gesondert Weine aussuchen, da das Geschmacksempfinden in 10.000m anders ist als am Boden. Es wird vermutet, dass die Geschmacksnerven an Bord unsensibler sind und aus diesem Grund werden oft kräftigere Weine gewählt und die Speisen stärker gewürzt. Der Effekt des erhöhten Tomatensaft-Konsums wird ebenfalls diesem Phänomen zugeschrieben. Am Boden ist der Geschmack des köstlichen Saftes, noch verstärkt mit Salz und Pfeffer, vielen einfach zu intensiv. Singapore Airlines hatte zur genaueren Untersuchung sogar testweise eine Unterdruckkammer installiert um die Bedingungen im Flugzeug ideal zu simulieren. Grund genug für Trinklaune.de der Sache mal etwas genauer auf den Grund zu gehen. Da nächste Zeit kein Langstreckenflug in Aussicht ist, wurde also kurzerhand Germanwings getestet. Kümmert sich die Low-Cost-Airline genauso um die vinophilen Bedürfnisse ihrer Gäste wie sie es mit Werbung bereits in allen Kanälen tut.? Nebenbei sei hier überings die großzügige Verteilung von 10€ bzw. 20€ Gutscheinen auf Twitter erwähnt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl der alkoholischen Getränke an Bord ist auf Bier und Wein beschränkt. Das Germanwings keine Spirituosen ausschenkt, finde ich hinsichtlich der Mallorca-Flüge im Sommer, allerdings nachvollziehbar. Während die Bierauswahl umfangreich ist, und gerade bei Flügen ab Köln höchste Qualität bietet, wird der geneigte Weintrinker über die Sky-Bistro Karte leider mit nur wenigen Informationen versorgt. Man erfährt lediglich, dass es Prosecco, Weiß- und Rotwein gibt.</p>
<div id="attachment_6422" class="wp-caption aligncenter" style="width: 564px"><a href="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Wein-gut1.jpg"><img class="size-full wp-image-6422 " title="Alkoholische Getränke" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Wein-gut1.jpg" alt="Alkoholische Getränke" width="554" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">© Germanwings</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Bei der Bestellung der Weine überzeugte die freundliche Stewardess nicht nur durch ihre Optik. Zwar etwas verwundert, aber sichtlich erfreut über die Bestellung erklärte sie mir, dass mich nun &#8220;eine kulinarische Reise von Südafrika bis Deutschland erwarten würde&#8221;. Nach kurzer Sicherstellung ob ich die Weine auch alle an Bord schon geöffnet haben möchte, reichte sie mir die 1/4 Flaschen wohl temperiert, mit einem Tropfschutz gefaltet aus einer Papierserviette, und drei Plastikbechern. Eine Entschuldigung ihrerseits, dass es aus Sicherheitsgründen leider keine Gläser an Bord gibt, fand ich ebenfalls sehr freundlich.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-6637" href="http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/weine-germanwings-2/"><img class="size-large wp-image-6637 aligncenter" title="Weine Germanwings" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Weine-Germanwings1-1024x768.jpg" alt="" width="430" height="323" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Eine nähere Betrachtung der Weine sorgte für die erste kleine Überraschung. Es gab KRUG, allerdings ohne Bläschen und auch nicht aus der Champagne&#8230; Der Weißwein stammte vom KRUG&#8217;scher Hof aus Rheinhessen.  Unsere kleine Reise sollte jedoch in Italien beginne, genauer gesagt mit einem Verduzzo Prosecco IGT del Veneto:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-6645" href="http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/prosecco-2/"><img class="alignleft size-medium wp-image-6645" title="Prosecco" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Prosecco1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a> <strong><em>Jossello &#8211; Verduzzo Prosecco IGT del Veneto - Schlossbergkellerei GmbH</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Prosecco eines deutschen Herstellers, der wegen der geschützten Herkunftsbezeichnung jedoch aus Italien stammt, zeigte eine sehr großperlige, wilde Perlage. Farblich präsentierte er sich im Becher in einem hellen Creme. An der Nase war er in der Luft kaum wahrnehmbar, zurück am Boden war die Nase zwar auch nicht wirklich intensiv, zeigte jedoch leichte Butter-Noten. Am Gaumen wirkte er etwas bitter, glich dies jedoch durch eine süffige Restsüße aus und war durchaus erfrischend. Die leichte Bitterness wurde im Abgang jedoch leider wieder präsent. <em>Fazit: </em>Der Prosecco ist nicht unbedingt zur Einleitung eines guten Menüs geeignet, durch seine Süffigkeit ist er allerdings ideal zum Anstoßen über den Wolken geeignet, wo man sich auch mal den ein oder anderen Gedanken weniger machen möchte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-6646" href="http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/weisser-brugunder/"><img class="alignright size-medium wp-image-6646" title="Weisser Burgunder" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Weisser-Brugunder-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><strong><em>2008er &#8211; Weisser Burgunder &#8211; KRUG&#8217;scher Hof &#8211; Rheinhessen</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">In einem recht durchsichtigen gelb-grün kam der Weisse Burgunder in den Becher. An der Nase war er schön schmelzig, erinnerte an Butterkekse. Am Boden war zusätzlich noch eine leichte Mineralität wahrnehmbar. Im Mund zeigte der Wein eine knackige, jedoch nicht übertriebene Säure und Mandelaromen. Der Abgang war nicht spektakulär aber bekömmlich. <em>Fazit: </em>Ein anständig gemachter Wein, den ich noch gerne am Boden ausgetrunken habe.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-6651" href="http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/stony-cape/"><img class="alignleft size-medium wp-image-6651" title="Stony Cape" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/01/Stony-Cape-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><strong><em>Stony Cape &#8211; Ruby Cabernet Cinsault &#8211; South Africa</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Der fruchtige, weiche Charakter des<strong> Cinsault</strong>, kombiniert mit dem kräftigen, komplexen, tiefroten <strong>Ruby Cabernet</strong> bringt diesen harmonischen Stony Cape Ruby Cabernet Cinsault zur Geltung.&#8221; </em></p>
<p style="text-align: justify;">So sagt es das Etikett des Rotweins. Nach Betrachtung der violett-roten Farbe bewahrheitete sich dies. An der Nase sehr komplex und würzig, startete der Wein auch am Gaumen mit fleischiger Power durch. Seine 13,0% blieben hier nicht ganz unverborgen. Im Abgang zeigte er sich dann etwas gezähmt und glitt angenehm die Kehle hinunter. <em>Fazit:</em> Mein Favorit der kleinen Probe über den Wolken ist eindeutig dieser Tropfen. Etwas animalisch, sehr anregend und für meinen Geschmack einfach gut trinkbar lassen ihn sicher auch in Zukunft mal wieder zur Begleitung während der Zeitungslektüre in der Luft werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Fazit:</strong> Die größten Unterschiede zwischen Boden und Luft waren an der Nase zu merken, diese wirkte über den Wolken etwas beeinträchtigt, fast wie leicht verschnupft. Am Gaumen zeigten sich für mich keine gravierenden Unterschiede.  Der Prosecco hat sicherlich auch seine Existenzberechtigung und Nutzen für gewisse Flugreisenden, ich brauche ihn allerdings nicht. Weiß- und Rotwein hingegen konnten überzeugen und sind auch unter den Wolken sehr alltagstauglich. Schade nur, dass Germanwings, neben einem Snack-Menü mit Kaffee, Bier bzw. Softgetränken oder einem gesonderten Wellness Menü mit Smoothie nicht noch ein Menü mit Weinbegleitung anbietet. Mich jedenfalls hätten sie sich als Kunden über den Wolken gesichert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/20/weinzeit-wir-heben-ab-germanwings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: Benrinnes</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/17/deoch-an-doruis-benrinnes/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/17/deoch-an-doruis-benrinnes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 04:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7165</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Brennerei Benrinnes ist gelegen am Fuße des 840 m hohen Berges Ben Rinnes, dessen Namen sie aber erst später übernommen hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie wurde 1826 durch Peter Mackenzie gegründet, aber schon 1829 wieder durch eine Flut, der Great Flood of Moray, zerstört. Die Quellen nennen für die folgenden Begebenheiten unterschiedliche Jahre. Fest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Brennerei Benrinnes ist gelegen am Fuße des 840 m hohen Berges Ben Rinnes, dessen Namen sie aber erst später übernommen hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7206" href="http://trinklaune.de/2010/02/17/deoch-an-doruis-benrinnes/cimg2294/"><img class="alignleft size-medium wp-image-7206" title="Benrinnes" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/CIMG2294-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Sie wurde 1826 durch Peter Mackenzie gegründet, aber schon 1829 wieder durch eine Flut, der Great Flood of Moray, zerstört. Die Quellen nennen für die folgenden Begebenheiten unterschiedliche Jahre. Fest steht jedoch, dass ein John Innes die Destillerei gute zwei Meilen vom ursprünglichen Platz wieder aufbaute und sie Lyne of Ruthrie nannte. Doch er ging Konkurs und musste an  William Smith verkaufen, der sie dann auf Benrinnes umtaufte. 1864 wurde die Destillerie an David Edward verkauft. Nach dessen Tod ging sie auf seinen Sohn Alexander über, der später noch die Brennerein <a href="http://trinklaune.de/2010/01/27/deoch-an-doruis-aultmore/">Aultmore</a>, Craigellachie und Dallas Dhu gründen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">1896 wurde die Brennerei teilweise durch ein Feuer zerstört, doch wesentlich größeren Schaden nahm auch Benrinnes während des Pattison Crash. 1922 wurde Benrinnes dann an John Dewar &amp; Sons verkauft, kam 1925 zu Distillers Company Limited (DCL) und damit letztlich zu Diageo.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Der Herstellungsprozess des Whiskys unterscheidet sich bei Benrinnes von den meisten anderen Highland-Destillerien: Er wird -wie meist nur im Lowland oder Irland üblich- partiell dreifach destilliert. Bis 1966 verfügte Benrinnes über drei Stills, seither über sechs. Diese sind in zwei Paare zu je drei Stills aufgeteilt. Teile des Whiskys werden nun zweifach, andere dreifach destilliert. Diese werden dann zum Benrinnes Single Malt vermählt. Ab und an ist daher auch die Rede von zweieinhalbfacher Destillation. Die traditionellen Malzböden wurden 1964 durch Kastenmälzanlagen (Saladin boxes) abgelöst, die bis 1984 betreiben wurden. Seitdem wird kein eigenes Malz mehr hergestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Derzeit sind ein 23 Jahre alter Malt als Friends of Classic Malts Bottling erhältlich, sowie die Abfüllung für die Flora- und Fauna-Serie, die ich heute im Glas hatte.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">Benrinnes Single Malt Whisky 15yo, 43% vol., Flora &amp; Fauna Abfüllung</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">rotgold</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">nussig, etwas torfig, zarte Honignoten, insgesamt ziemlich intensiv und schwer</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">trocken, im Hintergrund an Anis und Lakritz erinnernde Aromen, ein ganz bischen Vanille und etwas Rauch</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">rauchig, leichte Süsse.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Ein gelungener Whisky. Obwohl ich sagen muss, dass mich diese anisähnlichen Aromen eher etwas verwirrt haben &#8211; und dass, obwohl ich Anisés durchaus mag. Aber im Whisky, auch wenn dieses Aroma recht zurückhaltend ist, kann mich persönlich das nicht überzeugen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/17/deoch-an-doruis-benrinnes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wacholdertour gefällig??</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/13/wacholdertour-gefallig/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/13/wacholdertour-gefallig/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 06:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torben Bornhöft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7147</guid>
		<description><![CDATA[<p>Viel Unterhaltsames scheint uns ins Haus zu stehen, denn die Junipertour der Herren Etzold, Monteiro, Riebel und Groll klingt bereits vielversprechend!</p>
<p>Wir freuen uns!</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel Unterhaltsames scheint uns ins Haus zu stehen, denn die <a href="http://junipertour.blogspot.com/">Junipertour</a> der Herren Etzold, Monteiro, Riebel und Groll klingt bereits vielversprechend!</p>
<p>Wir freuen uns!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/13/wacholdertour-gefallig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blogempfehlung: Mad about Wine</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/12/blogempfehlung-mad-about-wine/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/12/blogempfehlung-mad-about-wine/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torben Bornhöft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7037</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einen wundervollen Blog habe ich vor ein paar Tagen auf der Suche nach einem kleinen Champagnerhaus entdeckt:
Mad About Wine.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Autor ist Thomas, ein dänischer Weinliebhaber, der mittlerweile sehr ausführlich in englischer Sprache über getrunkene Weine bloggt. Schwerpunktregionen bei ihm sind die Champagne und die Toskana. Gerade beim Champagner werden viele hervorragende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einen wundervollen Blog habe ich vor ein paar Tagen auf der Suche nach einem kleinen Champagnerhaus entdeckt:<br />
<a href="http://madwine.blogspot.com/">Mad About Wine</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Autor ist Thomas, ein dänischer Weinliebhaber, der mittlerweile sehr ausführlich in englischer Sprache über getrunkene Weine bloggt. Schwerpunktregionen bei ihm sind die Champagne und die Toskana. Gerade beim Champagner werden viele hervorragende Produkte von Kleinwinzern vorgestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel Freude beim Lesen seines ausgezeichneten Blogs!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/12/blogempfehlung-mad-about-wine/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deoch an Doruis: BenRiach</title>
		<link>http://trinklaune.de/2010/02/11/deoch-an-doruis-benriach/</link>
		<comments>http://trinklaune.de/2010/02/11/deoch-an-doruis-benriach/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 22:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://trinklaune.de/?p=7108</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Geschichte der Destillerie BenRiach ist schnell erzählt. Das liegt nicht daran, dass es sich um eine so junge Gründung handeln würde, sondern vielmehr daran, dass die Geschichte so große Lücken aufweist. Gegründet wurde die Brennerei 1898 im Örtchen Elgin von John Duff, der hier bereits 1888 die Longmorn-Brennerei gründete. Die beiden Destillen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Geschichte der Destillerie BenRiach ist schnell erzählt. Das liegt nicht daran, dass es sich um eine so junge Gründung handeln würde, sondern vielmehr daran, dass die Geschichte so große Lücken aufweist. Gegründet wurde die Brennerei 1898 im Örtchen Elgin von John Duff, der hier bereits 1888 die Longmorn-Brennerei gründete. Die beiden Destillen liegen in direkter Nachbarschaft zueinander und so versorgte z.B. die Mälzerei der BenRiach-Bernnerei beide Betriebe. Doch bereits 1900, nach nur zwei Jahren, musste Duff BenRiach wieder schliessen. Auch ihm wurde der Pattison-Crash zum Verhängnis.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7135" href="http://trinklaune.de/2010/02/11/deoch-an-doruis-benriach/cimg2277/"><img class="alignleft size-medium wp-image-7135" title="BenRiach" src="http://trinklaune.de/wp-content/uploads/2010/02/CIMG2277-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Brüder Robert und Walter Pattison gründeten 1896 in Leith ihre Firma Pattison Ltd. und kauften in großem Maßstab Whisky auf um Blends herzustellen und zu vertreiben. Dies gelang auch anfangs sehr erfolgreich, nicht zuletzt aufgrund der ungewöhnlichen Werbekampagnien. So schickten sie hunderte Papageien an schottische Whiskyhändler, die unentwegt &#8220;Drink Pattisons&#8221; riefen. Von ihrem Erfolg beflügelt kamen sie auf die Idee, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Es fanden sich zahlreiche Investoren und auch die Banken gaben hohe Kredite. So expandierte ihr Geschäft und sie kauften weiter Whisky in großen Mengen. Es wurden neue Destillerien gebaut und bestehende Brennereien verdoppelten und verdreifachten ihre Produktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Als dann die Whiskyproduktion die Nachfrage überholt hatte, platzte die Illusion: Die Brüder wurden zahlungsunfähig. Viele Destillen hatten noch Forderungen für bereits gelieferten Whisky. Einige wurden hart getroffen, konnten aber weiter produzieren und überlebten diese Krise. Andere konnte die Verluste nicht ausgleichen und gingen Konkurs. Ein schönes Zeitdokument zum Pattison-Crash, diesem einzigartigen Ereigniss in der Whiskygeschichte, ist das <a href="http://www.ambaile.org.uk/en/item/item_audio.jsp?item_id=41374">Radiointerview</a>, dass George S. Grant, Mitglied der berühmten Whiskyfamilie Grant und Vorsitzender bei Glenfarclas für 52 Jahre, 1983 gab.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch in der Folge des Pattison Crash gab es auf Profiteure: Die Firma Distillerie Company Ltd. (DCL) kaufte das überbordende Warenhaus der Pattisons für wenig mehr als einem Drittel ihres ursprünglichen Wertes. Durch das Scheitern des größten Konkurrenten würde DCL stärker und konnte zahlreiche in Schwierigkeiten geratene Destillerien übernehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">BenRiach aber wurde nicht übernommen, sondern eingemottet. Nur die Mälzerei wurde weiterbetrieben und versorgte weiterhin Longmorn mit Malz. Erst 1965, nach sage und schreibe 65 Jahren, kaufte Glenlivet die alte Destillerie und erweckte sie wieder zum Leben. Die Glenlivet Ltd. und damit auch BenRiach wurde 1977 von Seagram&#8217;s übernommen. 2001 ging die BenRiach an Perniod Ricard, die zunächst die Produktion drosselten, aber 2002 die Brennerei erneut einmotteten.</p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2004 wurde die Brennerei an die drei Investoren Billy Walker, Geoff Bell und Wayne Keiswetter verkauft und seit September 2004 läuft die Whisky-Produktion wieder normal.</p>
<table style="width: 520px; height: 164px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="520">
<tbody>
<tr>
<th style="background: #804000;" colspan="2">BenRiach Hear of Speyside Single Malt Whisky -ohne Altersangabe- , 40% vol.</th>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Farbe</strong></td>
<td width="80%">sehr helles Strohgelb</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Nase</strong></td>
<td width="80%">fruchtig, süsslich, Getreidenoten</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Gaumen</strong></td>
<td width="80%">fruchtig, getrocknete Aprikose, etwas floral, anklingende Holztöne, sehr mild</td>
</tr>
<tr valign="middle">
<td width="20%"><strong>Abgang</strong></td>
<td width="80%">mild, Getreidenoten, etwas kurz</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Der BenRiach Heart of the Speyside ist ein sehr milder, harmonischer Whisky ohne Ecken und Kanten. Für Einsteiger in die Whiskywelt sicher gut geeignet, für Enthusiasten zu verhalten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://trinklaune.de/2010/02/11/deoch-an-doruis-benriach/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
